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| HANS WIMMER |
1907 - 1992 |
"Ich kenne nur wenige Künstler, bei denen Mensch und Werk
so
identisch sind. Wimmers Lebenswerk
ist ein tief wurzelndes menschliches
Bekenntnis.
Er schafft aus der Überzeugung,
daß die Plastik (gegenüber
der Malerei)
nach wie vor in besonderer Weise
an die Darstellung des
Menschen
und der Kreatur gebunden ist
und deshalb auch um ihre Würde
Sorge zu tragen hat."
Professor Dr. Erich Steingräber

Gerhard Marcks und Hans Wimmer

Grabmal auf dem Bogenhauser Friedhof St. Georg in München
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Marmorportrait - Unter dem Eindruck von Hans Knappertsbusch, der auch wie er auf dem Bogenhausener Friedhof in München begraben ist, wird der Plan Dirigent zu werden, fallen gelassen. Gleichzeitig Berührung und Umgang mit Rudolf Hindemith, Kurt Huber, Kiem Pauli, Leopold Weber, Karl Alexander von Müller, Ludwig Hoelscher, Freundschaft mit dem Pianisten Fritz Hübsch.
1967 Annette Kolb
Zeichnung von Hans Wimmer - - Annette Kolb am Klavier - 1967, ihrem Todesjahr Annette Kolb wohnte in der Händelstraße 1 im Nordosten des Bogenhausener Friedhofs. Die Inschrift am Haus lautet: "In diesem Haus wohnte von 1961 bis 1967 die Schriftstellerin Annette Kolb" Die Grabstätten von Hans Wimmer und Annette Kolb befinden sich auf dem Bogenhausener Friedhof in der östlichen Reihe.
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"Ich will der erste Kreuzträger unseres Bistums sein, indem ich die
schmerzende Last frohgemut trage, die sich unter den Ehrungen des
Bischofsamtes verbirgt" .
Das Erzbischöfliche Archiv
verwahrt die Akten von Kardinal Döpfners Münchener Amtszeit (1961-1976).
Anlässlich Döpfners 25. Todestags machte der Erzbischof von München und
Freising, Friedrich Kardinal Wetter, alle Akten zum Zweiten Vatikanischen
Konzil bereits vor Ablauf der Sperrfristen uneingeschränkt zugänglich.
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Wimmer blieb seiner bayerischen Heimat stets verpflichtet. Geboren im niederbayerischen Pfarrkirchen, zog er für das Studium nach München, wo er von 1928 bis 1935 als Schüler von Bernhard Bleeker an der Akademie der freien Künste eingeschrieben war. Nach einer schwierigen, durch Nationalsozialismus und Zweiten Weltkrieg geprägten Zeit, erhielt er 1949 eine Professur an der Akademie in Nürnberg, die er bis 1972 innehatte. Sie ermöglichte es ihm, seinen Wohnsitz und sein Atelier in München beizubehalten. Seit der zweiten Hälfte der 40er Jahre wuchs seine Anerkennung als Bildhauer stetig, so dass Wimmer bald zum Träger wichtiger Auszeichnungen wurde, in vielen künstlerischen Gremien vertreten war und bedeutende öffentliche Aufträge erhielt. Ähnlich wie Gerhard Marcks geriet er durch die aktuellen Kunstströmungen seit den 70er Jahren ins Abseits, wurde als "Altmeister" der figürlichen Skulptur jedoch weiterhin von offizieller Seite geehrt.
Beide
Künstler, die sich 1936 kennen gelernt hatten, verband eine langjährige
Freundschaft, die sowohl auf persönlicher Beziehung beruhte wie auf einer
grundsätzlichen Übereinstimmung der künstlerischen Prinzipien.
Sichtbarstes Zeugnis dieses engen Kontaktes ist ein zwischen den Jahren
1942 und 1978 erhaltener, ca. 1.000 Schriftstücke umfassender
Briefwechsel. Einige gemeinsame Reisen bereicherten die Beziehung.
Besondere Bedeutung kommt 1968 einem gemeinsamen Aufenthalt auf Ägina zu.
Durch den unmittelbaren Austausch mit dem Kollegen am ,ideellen'
Ursprungsort ihres bildhauerischen Herkommens erwies er sich für beide
als fruchtbar. Mit ihrem künstlerischen Anliegen, strenge tektonische
Gesetzmäßigkeiten mit dem Abbild der Natur zu verbinden, begriffen beide
Bildhauer ihr stilbildendes Vorbild in der archaischen Plastik
Griechenlands. Die gemeinsame Prämisse von Marcks und Wimmer lautet, die
Figur auf das Wesentlichste zu reduzieren, ohne sie dabei unorganisch
wirken zu lassen. In seinem 1961 erschienenen Büchlein "Über die
Bildhauerei" verwendet Wimmer für diesen moderaten
Abstrahierungsprozess den Begriff "Ornament". Er schreibt
diesbezüglich: "Das Wort Ornament gebrauche ich hier in einem nicht
allgemeinüblichen Sinn: dem Ornament nähert sich jede Darstellung, die Gültigkeit
hat. In der Mathematik bezeichnet man es mit Formel. Vor allem meine ich
damit keinen Gegensatz zum Figürlichen, sondern im Gegenteil die höchste
Steigerung des Figürlichen. Ornament bedeutet in der Bildhauerei das
Herausstellen der in der Natur enthaltenen architektonischen Elemente. ,Es
ist eine Gewahrwerden der wesentlichen Form, mit der die Natur gleichsam
nur immer spielt', sagt Goethe". Aufgrund ihrer persönlichen
bildhauerischen Handschrift näherten sich die beiden Bildhauer diesem
Ziel - quasi in einer Akzentverschiebung - dennoch auf unterschiedlichem
Wege. Wimmers Plastiken erreichen in der Behandlung des Details einen
maximalen Grad an Abstraktheit, vermitteln im Gesamtausdruck aber das Bild
einer natürlichen Bewegtheit. Auf den ersten Blick von spröder Gestalt,
berücksichtigen sie die individuellen Merkmale des Modells sehr genau.
Marcks dagegen behandelte die Einzelform naturalistischer, blieb im Aufbau
seiner Plastik jedoch in einem höheren Maße tektonisch.
Auszüge zu einer gemeinsamen Ausstellung von Veronika Wiegartz |
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| Weitere Werke | |
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Das
Mahnmal, der gefesselte Mensch, wurde am 24.10.1964 eingeweiht. |
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