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WALKÜRE GÖTTERNOT Reingold Siegfried Götterdämmerung
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7.Mai 2003 Siegmund Seiffert Hunding Rydl Wotan Tomlinson Sieglinde Meier Brünnhilde Schnaut Fricka Lipovsek Zubin Mehta David Alden
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BEZIEHUNGEN |
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Wagners gigantische Geschichten von Sex und von Gewalt - was zugleich heißt: von der Sexualität der Gewalt und von der Gewalt der Sexualität - beschreiben seine eigenen Qualen. Das wäre nicht besonders interessant, wenn es nicht auch die Beschreibung seiner gesellschaftlichen Welt wäre und unserer. Die Faszination von Wagners Werk besteht bis heute darin, daß es solche Beziehungen offenlegt. Und zwar so, daß man sie verstehen kann, ohne es aussprechen zu müssen: das sind wir selbst, begreifen wir, und schließen vor Erregung die Augen. Dieter Schickling |
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Wir hörten einem Team von Weltklasse-Solisten zu. Waltraut Meier hat betörend wohllautende Momente, Gabriele Schnaut singt, mit bemerkenswert perfekter Durchsichtigkeit und müheloser Kraft. Die ernorme Lyrizität des Peter Seiffert fügte sich sehr zur innigen und durchsichtigen Aura, die Zubin Mehta gerade im ersten Akt rückhaltlos herstellt. Wenn Sieglinde sich da besinnt, den "Klang" der Stimme des Bruders als Kind gehört zu haben - dann tauchen Methas Orchester und das gedämpfte erste Horn uns magisch zart in die Tiefe träumerischen Erinnerns. Ein herzbewegender lyrischer Wagner-Moment. Joachim Kaiser - SZ |
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Wagner an seinen Freund Röckel 1854 "Wir müssen sterben lernen, und zwar sterben, im vollständigen Sinn des Wortes, die Furcht vor dem Ende ist die Quelle aller Lieblosigkeit, und sie erzeugt sich nur da, wo selbst bereits die Liebe erbleicht ... Wodan schwingt sich bis zu der tragischen Höhe, seinen Untergang - zu wollen. Dies ist Alles, was wir aus der Geschichte der Menschheit zu lernen haben: das Notwendige zu wollen und selbst zu vollbringen. ... Wodan ist nach dem Abschied von Brünnhilde in Wahrheit nur noch ein abgeschiedener Geist: seiner höchsten Absicht nach kann er nur noch g e w ä h r e n lassen, es gehen lassen, wie es geht, nirgends aber mehr bestimmt eingreifen, deswegen ist er nun auch 'Wanderer' geworden: sieh Dir ihn recht an! Er gleicht u n s aufs Haar; er ist die Summe der Intelligenz der Gegenwart, wogegen Siegfried der von uns gewünschte, gewollte Mensch der Zukunft ist, der aber nicht durch uns gemacht werden kann, und der sich selbst schaffen muß durch u n s e r e V e r n i c h t - u n g ." |
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