VIELE     GLIEDER

TANZ 

und religiöse Erfahrung

 

EIN      LEIB



Interkultureller Abend
mit klassischen indischen Tänzen 

Bilder der Veranstaltung 

Dieser Abend wurde am 22. Juni 2004 vom Hildegardkreis St. Rita veranstaltet. Er könnte dazu anregen, sich auf die Bedeutung des Tanzes in den Religionen einzulassen. Dazu hier einige Anregungen. [mehr ...]

mehr zum indischen Tempeltanz

 



Shyamala Surendran

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Zur Entstehung und Vielseitigkeit religiösen Tanzes

 

Auszüge aus dem Aufsatz
von Helga Barbara Gundlach Sonnemann

 

im Magazin für Theologie und Ästhetik

 

Webseiten

www.kirchentanz.de

Tanz gegen den Tod im Violinkonzert von Schostakowitsch



Vom Rhythmus bewegt ...

 

Seit jeher setzt der Mensch Rhythmen in Bewegung und Musik in Tanz um.

Beide nonverbalen Kommunikationsmethoden sind integraler Bestandteil vieler bestehender Religionen. Andere - alte wie neu gegründete - Religionen entdecken derzeit die Einsatzmöglichkeiten von Musik und Tanz. ...

So wie der Rhythmus als Grundlage von Musik bezeichnet werden kann, lässt sich die Bewegung als Basis des Tanzes bezeichnen. Beide - Rhythmus und Bewegung - trägt der Mensch einerseits in sich:
sein Herz gibt fortwährend einen Rhythmus vor und jede auch noch so instinktiv ausgeführte Handlung ist Bewegung.
Andererseits umgeben den Menschen ständig Rhythmen und Bewegungen von außen: die Länge von Tagen oder Jahreszeiten, Regenprasseln, Vogelgezwitscher bzw. das Wiegen eines Baumes im Wind, das Fließen eines Baches, das Galoppieren eines Pferdes. In den meisten dieser natürlichen Phänomene sind Rhythmus und Bewegung untrennbar miteinander verbunden.

Musik und Tanz haben einen gemeinsamen Ursprung: die Natur des Menschen selbst und seine Umwelt. Mit beiden Methoden vermag der Mensch nonverbal zu kommunizieren, untereinander, mit seiner Umwelt, übernatürlichen Wesen, Gottheiten. Da religiöse Erfahrung und religiöser Ausdruck sich nur bedingt verbalisieren lassen, erschienen dem Menschen von jeher Musik und Tanz sowohl als geeignete Erfahrens- als auch als adäquate Ausdrucksmedien.

Kein Medium ist mit dem Menschen jedoch so eng verknüpft wie die Bewegung. Ein Leben ohne Bewegung ist nicht möglich, entsprechend "bewegt" nichts den Menschen so sehr wie die Bewegung bzw. der Tanz. Infolgedessen wird der Tanz oft als "ursprünglichste Lebensäußerung" oder "Mutterkunst" bezeichnet.

Der Tanz diente und dient dazu, sich mit sich selbst, seinen Mitmenschen, seiner Umwelt und allem Unerklärbaren auseinander zusetzen. Vor allem in sog. Face-to-face-Gesellschaften, d.h. in Gesellschaften mit kurzen, übersichtlichen Interdependenzgeflechten und starken gültigen Orientierungsmustern, zeigt sich der Tanz als integraler Bestandteil kultureller Repertoires und jeweiliger Kosmologien. Die Möglichkeit sich mittels des Tanzes dem Transzendenten zu nähern drückt sich auch in den Vorstellungen einiger Religionen aus, dass der Tanz direkt von Göttern gebracht wurde (z.B. Hinduismus, diverse südamerikanische Naturreligionen).

Der enorme Stellenwert des Tanzes zeigt sich z.B. daran, dass in vielen Kulturen, die, die nicht tanzen können (Kinder, Ermüdete, Alte, menstruierende Frauen etc.), auf die Schultern gehoben werden und somit "getanzt werden", um dabei zu sein. Der Tanz ist völlig in das Leben integriert und selbstverständlich.

In der weiteren Entwicklung der Menschheit kam es zur Differenzierung, zur Trennung, zur Spezialisierung im Leben:
 "Die Einheit des menschlichen Lebens ist hoffnungslos verloren gegangen, [...] alles ist spezialisiert worden: [...] Und so kennen wir zwar verschiedene Arten von Tanz, aber der Tanz als Lebensfunktion in selbstverständlicher und enger Verbindung mit anderen Äußerungen unserer Seele existiert nicht mehr. [...] Man muß immer von einem Gebiet ins andere gehen, während der primitive Mensch, wenn er auf einem Gebiete ist, sich gleichzeitig auf allen anderen befindet. [...] Der primitive Mensch betet und tanzt zur gleichen Zeit."
(v.d. Leeuw)

Als ein Grund für den Rückgang von Bewegung und Tanz als Kommunikationsmittel wird in westlichen Industriegesellschaften die zunehmende Technisierung angesehen. Einfache rhythmische Arbeitsabläufe und Fortbewegungsarten wie Hämmern, Weben, Rudern geben sog. Urrhythmen vor, die dem Tanz zugrunde liegen. Durch die Übernahme dieser Tätigkeiten von Maschinen verliert der Mensch sein natürliches Rhythmus- und Körpergefühl, er drückt sich nicht mehr durch den Körper aus.

Zu der Verbannung von Tanz und Bewegung aus der Ganzheit des Menschen und seiner Gesellschaft hat wesentlich auch das Christentum beigetragen. Das Alte Testament erwähnt noch mehrfach den Tanz, wenn auch nicht in besonders ausdifferenzierter Form. In den ersten Jahrhunderten n.Chr. prägte sich jedoch zunehmend die Vorstellung von der Trennung von Körper und Geist und der damit einhergehenden Abwertung des Leibes, vor allem des weiblichen, als Ursache der Sünde, aus. Alles Körperliche und damit auch der Tanz wurde pauschal als etwas Negatives angesehen. Mit strickten Verboten versuchte man sowohl dem Tanztreiben innerchristlicher, sog. häretischer Strömungen als auch sog. heidnischen Völker, die es zu missionieren galt, Einhalt zu gebieten. Denn im Tanz galten die Massen als unkontrollierbar.

Anders wurde die professionelle, strengen Regeln unterworfenen bildliche und musikalische Darstellung biblischer Themen, eingestuft. Sie wurde zum Zwecke der Verkündigungsaufgabe von der Kirche gefördert. Die Gläubigen selbst blieben allerdings auf die Rolle des passiven Betrachters bzw. Zuhörers beschränkt.

Aus den beschriebenen Umständen resultiert für die westlich-christliche Welt ein Verständnis von Tanz, das ihm keinen Raum mehr als natürliche Lebensäußerung bzw. religiöses Medium einräumt. Tanz ist für die Massen auf den Freizeit-, Sport und Gesellschaftsbereich beschränkt. Doch auch dort bewegt sich der Mensch keineswegs natürlich. Er muß eine bestimmte Tanzform erst lernen, sonst kann er nicht tanzen. Eine derartige Äußerung wird man bei sog. Naturvölkern kaum vernehmen. Als hohe Kunst wird perfektionierter Bühnentanz wie das klassische Ballett verstanden. Nur wenige beherrschen es, das Publikum bleibt auf die Rolle des bewundernden aber letztlich ausgeschlossenen Betrachters reduziert. Das bedeutet, dass in beiden Bereichen - beim Ballett auf der Bühne oder beim Wiener Walzer auf der Betriebsfeier - das entscheidende Kriterium, das einen Tanzenden von einem Nichttanzenden unterscheidet, nicht mehr die Lust sondern die Perfektion ist. Körper und Geist drücken sich nicht mehr als natürliche ungezähmte Einheit aus, sondern der Geist zähmt seinen Körper in bestimmte erlernte, gesellschaftlichen Konventionen unterworfenen Tanzformen.

Durch Einblicke in "tanzende" außerchristliche Kulturen, sei es durch Filmberichte, eigene Reisen, Migranten oder Gastkünstler, die ihre Tänze öffentlich darbieten sowie einem generellen ganzheitlichen Trend und Infragestellen bisheriger Lebensgewohnheiten wird in Deutschland zunehmend auch in religiösen Kontexten getanzt.

Die Aufforderung, in einem Gottesdienst zu tanzen hat daher häufig eher abschreckende Wirkung. Der Vorschlag sich an gleicher Stelle zu bewegen, wird mit weniger Vorbehalten akzeptiert.

Die meisten Menschen können sich einen Tanz ohne Musik nicht vorstellen, sie benötigen die Musik, um zum Tanzen bewegt zu werden. Neben der angesprochenen "Ur-Verknüpfung" von Rhythmus und Bewegung lässt sich der Bedarf an vorgegebener Musik sicher auch auf Gewohnheiten zurückführen. Es ist durchaus möglich, nach einem inneren, selbst erzeugten Rhythmus zu tanzen. Verfügt eine Gesellschaft aber über ständig präsente professionelle Musiker oder Abspielmöglichkeiten konservierter Musik, verkümmern Fähigkeiten, selbst einen Rhythmus oder eine ganze Musik zu denken, zu fühlen oder hörbar zu erzeugen.

Vor allem getrommelte Rhythmen sind ein häufig eingesetztes Mittel, um Menschen in Trance oder Ekstase zu bringen (z.B. tanzende Derwische). Denn wenn der Tanzende den Rhythmus nicht mehr selbst beherrscht, kann der Rhythmus den Tanzenden beherrschen. Dies gilt auch wenn er ihn durch gleichmäßiges Aufstampfen o.ä. weiterhin selbst erzeugt.

Rhythmen können zudem eine Art Gemeinschaftsgefühl schaffen, selbst wenn die Tanzenden sich untereinander kaum oder gar nicht kennen (ein Phänomen, das auch bei Popkonzerten deutlich wird).

Ihre stärkste Wirkung erreicht die Musik sicher da, wo sich der Tanzende nicht nur verführen lässt, sondern auch noch im Glauben ist, aus freien Stücken mitzumachen. Musik kann gezielt eingesetzt werden, u.U. ohne dass sich die Tanzenden dieser "Manipulation" bewusst sind (z.B. bei Tanztherapien wie Biodanza und einigen sog. Sekten / Psychogruppen)

Wird die Musik vom Tanzenden bereits mit religiösen Thematiken in Verbindung gebracht, ist er sich zwar bewusst, auf welchen Weg er sich begibt, nicht aber über die Intensität der Gefühle, die durch die Musik und gleichzeitige Bewegungen in ihm hervorgerufen werden können.

Ob sich der Tanzende der Wirkung von Musik bewusst ist oder nicht, sie kann ihm das Sich-Hingeben in eine religiöse Stimmung erleichtern, beschleunigen und verstärken.

Der Einsatz von religiöser Musik erhält eine besondere Bedeutung für Religionen, in denen bislang nicht getanzt wurde, wie z.B. dem Christentum. Denn (religiöse) Tanzmusik motiviert nicht nur, sie legitimiert auch. D.h. dass für die Tänzerinnen und Tänzer einer meditativen Kreistanzgruppe einer christlichen Gemeinde eine Verbindung zu Gott und christlichen Aussagen im Tanz leichter herzustellen ist, wenn als Musik Oratorien, Kirchenlieder oder Taizé-Gesänge verwendet werden als z.B. rumänische Folklore oder moderne U-Musik.

In der letzten Zeit wurden zunehmend religiöse oder besser gesagt explizit christliche, geistliche Musik von professionellen Tanzkompanien vertanzt. Eines der bekanntesten Beispiele ist 1981 uraufgeführte Umsetzung der Bachschen Matthäus-Passion von John Neumeier mit dem Hamburger Ballett.(18) Sofern die Musik Bachs bekannt ist oder zumindest als christliche Musik erkannt wird, können Tänzerinnen, Tänzer, Choreograph und Publikum automatisch in eine religiöse Stimmung versetzt werden, selbst wenn sie nicht der christlichen Religion angehören sollten. Eine Musik, die bislang nur gehört wurde, plötzlich in Bewegung selbst zu fühlen oder anderen dabei zuzusehen (und sich innerlich mitbewegen zu lassen), war für viele Beteiligte ein großes, wenn auch umstrittenes Erlebnis.

Werden komplexe religiöse Inhalte tänzerisch auf der Bühne umgesetzt, ist der Einsatz bekannter religiöser Musik u.U. auch aus Gründen des besseren Verständnis der Bewegungen seitens der Zuschauer ratsam. Anders als z.B. der Hinduismus, der in klassischen indischen Tänzen wie Bharata Natyam eine ausdifferenzierte Tanzsprache entwickelte, die vom Zuschauer auch ohne unterstützende Musik verstanden wird, verfügt das Christentum über keinen allseits bekannten Bewegungskanon. Der Choreograph ist gezwungen neue Gesten, Posen und Schrittfolgen zu erfinden. Diese werden vom Publikum aber (noch) nicht als für sich verständliche religiöse Aussagen identifiziert. Der Einsatz bekannter Musik, im Idealfall mit entsprechendem Text erleichtert dem Publikum das Verständnis des Tanzes. Zuweilen werden gesprochene oder gesungene Texte, vor allem in Gebeten, beinahe Wort für Wort "übersetzt". Die Ergebnisse ähneln der Gebärdensprache (z.B. vertanztes Vater Unser).

Noch nie war das Angebot und die Nachfrage an Religiösem Tanz so groß und so vielfältig. Religiöser Tanz im heutigen Deutschland lässt sich in zwei Bereiche einteilen:

 1. Tänze, die in Deutschland bzw. der westlich-christlichen Kultur entstanden sind oder derzeit entstehen: 

  • Meditative und liturgische Tänze im christlich-kirchlichen Bereich als Basisbewegung,

  • Tänze in Frauenritualgruppen mit Bezug zur Natur und vor- bzw. außerchristlichen Religionen,

  • Einsatz von Tanz im therapeutischen Bereich mit Anlehnung an verschiedene religiöse Traditionen,

  • Professioneller Bühnentanz mit der Umsetzung geistlicher Musik und/oder religiösen Themen sowie der Entdeckung der Kirchen als Auftrittsorte. 

2. Tänze die aus anderen Kulturen oder Religionen nach Deutschland kommen: 

  • Von Migranten in ihrem Gemeindeleben als Bindeglied zur Heimatkultur (z.B. tamilische Hindus, nordamerikanische Indianer, osteuropäische Juden),

  • Von Migranten oder Gastkünstlern professionell und öffentlich auch für deutsche Zuschauer (z.B. klassischer indischer Tanz, tanzende Derwische),

  • Von Deutschen als Zugang zur fremden Religion/Kultur (z.B. klassicher indischer Tanz, hawaiianischer Hula),

  • Von Deutschen in abgewandelter Form für eigene (z.T. nicht religiöse) Bedürfnisse (z.B. orientalischer und afrikanischer Tanz). 

Werden die Tänze von Deutschen ausgeführt, lässt sich folgender Trend ausmachen: 

  • Es wird nicht für eine Gottheit o.ä. getanzt, sondern in erster Linie für sich selbst

  • Es wird nicht integriert in der gesamten Gesellschaft getanzt oder dem Tanz zugeschaut, sondern es schließen sich kleine Gruppen von Gleichgesinnten zusammen.

  • Es gibt keine Tanztradition, in die man hineingeboren wird; heute in Deutschland religiös zu tanzen oder Religiösem Tanz zuzuschauen ist eine bewusste Entscheidung.

In diesen drei Punkten spiegeln sich der Wunsch nach Ganzheitlichkeit und Frieden (mit seinem Körper und Geist, anderen Menschen, der Religion einschließlich Gottheiten, der Natur, dem Universum); die Angst mit dem Leben verstandesmäßig nicht zurecht zu kommen (Technisierung, Arbeitslosigkeit, Übersättigung, Isolierung, Globalisierung, Wegbrechen traditioneller Werte u. gesellschaftlicher/politischer Strukturen); der Bewegungsdrang aufgrund kopflastiger Arbeiten, der sich nicht nur auf den rein sportlichen Bereich beschränkt; die Neugier nach anderen Ausdrucks- und Erfahrungsmöglichkeiten und schließlich die Unzufriedenheit mit dem bisherigen als nicht mehr zeitgemäß und zu kopflastig empfundenen Angebot vorhandener Religionen.

Weiterführende Literatur
 BERGER, Teresa, Liturgie und Tanz. Anthropologische Aspekte, Historische Daten, Theologische Perspektiven, St. Ottilien 1985.

 GUNDLACH SONNEMANN, Helga Barbara, Religiöser Tanz. Formen - Funktionen - aktuelle Beispiele. Marburg 2000.

 Dies., Religiöser Tanz im heutigen Deutschland - Bandbreite und Beweggründe von (Laien)tänzern und Zuschauern in: Dokumentation zu Scena - Internationales Festival Theater und Religion - Symposium, Hannover (ersch. Mai 2001).

 KLEIN, Gabriele: FrauenKörperTanz. Eine Zivilisationsgeschichte des Tanzes, Berlin 1992.

 KOCH, Marion: Salomes Schleier. Eine andere Kulturgeschichte des Tanzes, Hamburg 1995.

 KREUTZ, Monika (Hrsg.) Mut zu Bewegung und Tanz in Gemeinde und Gottesdienst, Frankfurt 2000.

 LEEUW, Gerardus van der: In dem Himmel ist ein Tanz..., München 1930

 Ders., Phänomenologie der Religion, Tübingen 1956

 Ders, Vom Heiligen in der Kunst, Gütersloh 1957

 SEQUEIRA, A. Ronald: Klassische indische Tanzkunst und christliche Verkündigung, Freiburg 1978 (orig 1970).

 Ders., Spielende Liturgie. Bewegung neben Wort und Ton im Gottesdienst am Beispiel des Vaterunsers, Freiburg 1977.

 VOGLER, Gereon; SUDBRACK, Josef; KOHLHAAS, Emma: Tanz und Spiritualität, Mainz 1995.

 WOSIEN, Maria-Gabriele: Sakraler Tanz, München 1988  

Indischer Tempeltanz BHARATA NATYAM

Der Bharata Natyam-Tanz hat seine Wurzeln im rituellen Tanztheater hinduistischer Tempel und ist in seinen Wurzeln über 2000 Jahre alt.
Er beinhaltet sowohl rhythmische, dynamische Fußarbeit als auch meditativen Ausdruckstanz, der sich einer speziellen Handgestensprache bedient.
Obwohl es sich um eine hochstilisierte Kunstform handelt, schafft die Tänzerin ihren Tanz bei jedem Auftritt neu und läßt die Zuschauer am unmittelbaren Erlebnis Anteil haben.
Es gibt "abstrakte" Tänze, die sich durch die geometrischen und harmonischen Linien des Körpers sowie durch die extrem schnelle Fußarbeit auszeichnen. Die Füße der Tänzerin schlagen hierbei wie die Trommel den Takt.
Die Ausdruckstänze sind rituellen/sakralen Ursprungs und somit Gebetstänze. Sie beschreiben äußere Erscheinungsformen der Götter und erzählen Geschichten aus der hinduistischen Mythologie, in denen sich die Gottheiten manifestieren.
So werden abstrakte Energien dem Menschen anschaulich und nachvollziehbar vor Augen geführt und der Tanz dient als "Sprache" für einen metaphysischen  Inhalt.

Der Bharata Natyam vereinigt in sich sowohl Musik, Meditation, Philosophie, als auch skulpturale Posen und Dynamik im Raum.
Diese Vielschichtigkeit macht ihn zu einer komplexen und interdisziplinär angelegten, hochmodernen Kunstform, mit der die Tänzerinnen verschiedenste inhaltliche Themenkreise darstellen können.

 

Bilder der Veranstaltung

in St. Rita