GIUSEPPE VERDI

10.10.1813 - 27.1.1901

NABUCCO

GIOVANNA D'ARCO

MACBETH

I MASNADIERI

LUISA MILLER

RIGOLETTO

LA TRAVIATA

I VESPRI SICILIANI

UN BALLO IN MASCHERA

DON CARLO

OTELLO

AIDA

FALSTAFF




GIUSEPPE
VERDI

MESSA DA REQUIEM (1874)

WERKVERZEICHNIS DER OPERN

   EINE SEITE VON THEODOR FREY

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Der Künstler muß es mit der Zukunft aufnehmen, 
im Chaos neue Welten suchen; und wenn er 
auf seinem neuen Wege ganz, ganz weit 
ein kleines Licht wahrnimmt, so darf ihn der Nebel 
nicht schrecken, der es noch verhüllt. 
Er muß vorwärts schreiten, und wenn er manchmal 
strauchelt und fällt, muß es wieder aufstehen 
und immer weiter vorwärts streben . . . "

Aus einem Brief Verdis

theodor  frey

seiten über gott, welt, mensch

 

                                            
  
suche auf meinen seiten
    http://www.theodor-frey.de

 

 

 

 

VERDIBÜSTE IN DER BAYERISCHEN STAATSOPER


LUISA MILLER

 

 

 

 

Premiere Erlebt am 28.Mai 2007 
im nationaltheater IN München

 

Claus Guth (Regie)
Christian Schmidt (Bühne)

Ramón Vargas - Rodolfo
Miller  - Paolo Gavanelli

30. Mai 2007 im Münchner Merkur von Markus Thiel

" Krassimira Stoyanova setzt ganz eigene Akzente. Dank des aparten dunklen Timbres gestaltet sie eine Luisa fernab jeglichen Zuckerguss-Gesangs oder aufgesetzter Mädchenhaftigkeit: eine entschlossene, starke junge Frau, die durchaus in der Lage wäre, die Miller-Walter-Welt mit ihrem Liebsten auch ohne Gifttrank zu verlassen. Dabei verbindet die Stoyanova Belcanto-Wendigkeit mit dramatischem Zupacken - ein großartiges Rollendebüt.

Auch mit der übrigen Besetzung spendierte die Staatsoper das beste Premierenensemble der letzten Jahre.  ... Doch was [Paolo Gavanelli] an Farben- und Nuancenreichtum bietet, entschädigt für viele Eitelkeiten. Georg Zeppenfeld stahl als aufgekratzer, sehr präsenter Wurm seinem nobel, anfangs vorsichtig phrasierenden Fachkollegen Carlo Colombara (Walter) die Schau. Elena Maximova (Federica) machte nicht nur als hochhackig stöckelnde Blondine, sondern auch mit gutturalem, sattem Alt auf sich aufmerksam.

Dass diese Sänger das höllisch schwere A-cappella-Quartett zu einem Höhepunkt des Abends werden lassen, zeugt von ihrer Klasse - und hat auch viel mit der Führungsqualität Massimo Zanettis zu tun. Er führt Verdis 15. Oper stückgerecht als Schwellenwerk vor."

Krassimira Stoyanova - Luisa

Aus TAKT, 
dem Magazin 
der Bayerischen Staatsoper

 

 

mehr Informationen 
auf der Seite der Bayerischen Staatsoper

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INSZENIERUNG

30. Mai 2007, Neue Zürcher Zeitung

 

Psychologie im Spiegelkabinett

von Marianne Zelger-Vogt

 

"Für Guth sind Miller und Graf Walter zwei Väter, die für ihre Kinder das - aus ihrer egoistischen Sicht - Beste wollen, für Luisa die Bewahrung ihrer Reinheit und Ehre, für Rodolfo die Erhaltung der Machtposition. Wurm dient dabei als Projektionsfläche des Bösen, er personifiziert das Negativbild der väterlichen Wunschvorstellungen. Ein und derselbe Sänger - der exzellente Georg Zeppenfeld - wird also zum Spiegelbild bald Millers, bald Walters. Das geschieht durch entsprechende Kostüme und mit Hilfe der Bühnenarchitektur. Der Ausstatter Christian Schmidt zeigt auf der Drehbühne immer wieder dieselbe Zimmerecke, bald mit Küchentisch und Stühlen möbliert (bei Miller), bald mit Polstergruppe (bei Walter). Wenn die Öffnungen zwischen den fächerartig angelegten Raumteilen nicht mit Vorhängen verschlossen sind, dienen sie als imaginäre Spiegelflächen."

 

"Das - wie in allen Inszenierungen von Guth - aus psychologischen Tiefenschichten entwickelte Konzept wirkt zunächst faszinierend. Minuziös werden in der ersten Szene Miller und Luisa in ihrer Ambivalenz gezeigt, der Vater liebevoll und fürsorglich, aber auch pedantisch, nörgelnd und fordernd, die Tochter zärtlich, doch mit einem Anflug von Aufbegehren."

 

"Immer schneller dreht sich nun die Bühne, immer zahlreicher werden die Doppelgänger (vier sind es schliesslich allein für Miller und seine Tochter), doch was einen surrealen «Schwindelzustand» erzeugen soll - von Seiten des Chores unterstützt durch surreale Trauerzüge mit Weihrauch und Gesangbüchern -, gerät zunehmend zu blosser Mechanik."

 

"Auch in Guths Inszenierung zielt ja das Ende auf eine Fortsetzung: Tot waren Luisa und Rodolfo zu Beginn, während der Ouverture, am Schluss, nach dem Gifttrunk, sitzen sie sich am Küchentisch gegenüber. Da es Wurm in dieser Lesart als reale Person gar nie gegeben hat, braucht er auch nicht erstochen zu werden. Väter, die sich der Liebe ihrer Kinder entgegenstellen, Kinder, die sich den Vätern widersetzen - eine endlose Geschichte."

 

 

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I MASNADIERI

 

 

 

 

 
im Gärtnerplatztheater IN München

AM 28. 4. 2008 

INSZENIERUNG THOMAS WÜNSCH

 

PRESSESTIMMEN

VIDEO AUSSCHNITTE

 

Jacques ROUX

 

 

 

 

"Die Freiheit ist ein eitles Hirngespinst, wenn eine Klasse von Menschen die andere ungestraft aushungern kann. Die Gleichheit ist ein eitles Hirngespinst, wenn Reiche mittels Monopols das Recht über Leben und Tod seiner Mitmenschen ausübt. Die Republik ist ein eitles Hirngespinst, wenn die Konterrevolution tagtäglich durch den Preis der Nahrungsmittel voranschreitet, zu denen drei Viertel unserer Mitbürger keinen Zugang haben, ohne Tränen zu vergießen."

 

 



LA TRAVIATA

 

 

 

DIE VOM WEG ABGEKOMMENE

An der Bayerischen Staatsoper
in der Inszenierung
von Günter Krämer erlebt.:

 

Violetta

1993 Julia Varady
1997/2000
Cristina Gallardo-Domás
2003
Elena Kelessidi
2008
ANJA HARTEROS

2009 Angela Gheorghiu

2010 Patrizia Ciofi

2013 Diana Damrau


Giorgio Germont
alle Jahre  
Paolo Gavanelli

2008 ANTHONY MICHAELS_MOORE

2009 Simon Keenlyside

2010 VLADIMIR STOYANOV

2013 Simon Keenlyside

 

ALFREDO Germont

2010 WOOKYUNG KIM

2013 Joseph Calleja

 

ANJA HARTEROS

" 'Ich wachse an jeder Rolle, und jeder Ton, den ich singe, ist wirklich ein Teil von mir', so sagt sie und erklärt gleich darauf, dass sie sich als Sängerin auch in keine Schublade stecken lassen will. Tatsächlich zeichnet sich das Repertoire von Anja Harteros durch eine große stilistische und charakterliche Vielfalt aus. Allein in München präsentierte sie sich diese Spielzeit [2004/2005] von höchst unterschiedlichen Seiten, sang Fiordiligi, Desdemona, Alice Ford und Arabella, bis auf Cosí fan tutte alles Rollendebüts. Welcher dieser Charaktere ihr dabei persönlich am nächsten kommt, kann sie gar nicht sagen, dafür sei sie immerhin auch Schauspielerin, so dass sie sich in jede der Figuren hineinversetzen und mehr oder weniger bekannte Verhaltensmuster darin erkennen und darstellen kann. Sie hält auch nichts von einer strikten Trennung in deutsches und italienisches Fach.  . . .  Schon durch ihr Äußeres kann sie kaum ihre griechischen Wurzeln auf väterlicher Seite verleugnen. 

. . . Die Bayerische Staatsoper ist in den letzten Monaten zu so etwas wie einem Stammhaus für Anja Harteros geworden, zu einer künstlerischen Heimat, wo sich bereits ein enger Kontakt zu Kollegen und Publikum entwickelt hat. "

Aus TAKT 8 zu den Opernfestspiele 2005 - S. 18 



9.6.2009

Musikalische Leitung Keri-Lynn Wilson
Violetta Valéry Angela Gheorghiu
Alfredo Germont Jonas Kaufmann
Giorgio Germont Simon Keenlyside

Ileana Cotrubas
VOR 70 JAHREN am 9. Juni 1939 im rumänischen Galati geboren 

"Doch das war es nicht nur. Sie, die weniger durch ihre nicht immer makellose Koloraturtechnik glänzte (die sie gleichwohl doch dem strengen Carlos Kleiber für sein "Traviata", die beste aller Platten-Kurtisanen, anempfahl) denn durch ihre schöne, sanft verlöschende Seele, sie stänkerte und wetterte gern hinter den Kulissen. Die Cotrubas galt als schwierig, weil sie auf "Werktreue" pochte und als Regisseure eigentlich nur Ponnelle, Strehler und Schenk gelten ließ." 
(Quelle: Welt Online)

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 I Vespri Siciliani

 

 

 

 

 Erlebt am 29.SEPTEMBER 2006
iN DER WIENER STAATSOPER

 

 

Fabio Luisi 
Wernicke
Nucci
Dumitrescu
Scandinuzzi
Radvanovsky


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Rigoletto

 

 

 

 

mit Gavanelli als Rigoletto und 
      Diana Damrau / 
Anna Netrebko 
      als Gilda

Acht Trompetenstöße im Vorspiel auf einer Tonhöhe, von der Sechszehntelnote bis zur punktierten halben Note, acht Töne die den Fluch bezeichnen. Das Fluch ist in C-Dur gesetzt und wird am Ende der Oper in Des-Dur, exakt einen halben Ton höher wiederholt. Zwischen der großen Illusion und der Katastrophe liegt nur ein halber Ton. "Rigoletto ist ein Meisterwerk der Entzweiung."
(Wolfgang Willaschek im Programmheft des Münchner Nationaltheaters)

Musikalische Leitung   Zubin Mehta   

Inszenierung   Doris Dörrie   

Herzog von Mantua - Tenor - Giuseppe Gipali

Rigoletto der Hofnarr - Bariton - Paolo Gavanelli   

Gilda, dessen Tochter - Sopran - Diana Damrau   

Sparafucile - Bass - Anatoli Kotscherga   

 
Von meinen bisher gehörten Rigoletto-Aufführungen (München  -  Paris 1967 -  Moskau 1970) erinnere ich mich gerne an die Pariser Aufführung. Besonders beeindruckt hat mich damals das 1964 fertiggestellte Deckengemälde von Marc Chagall.

 

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UN BALLO IN MASCHERA

 

 

 

 

15 - 12 - 2007

 

Musikalische Leitung 
Marco Armiliato 

Gustavo III 
Ramón Vargas 

Renato Graf Anckarström
Franco Vassallo   

Amelia 
Violeta Urmana

Ulrica Arvidson 
Jane Henschel 

Oscar 
Lana Kos 


9-12-1979 

Vor 28 Jahren an der Münchner Staatsoper sang Luciano Pavarotti
in "Un Ballo in Maschera" von Giuseppe
Verdi den Gustav III. 
Mit dabei war Leo Nucci und Martina Arroyo.
Damals war er 44 Jahre alt. 
Es war sensationell !
Adieu LUCIANO!

 



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NABUCCO

 

EIGENE ENTWÜRFE ZUR GESTALTUNG DES BÜHNENRAUMS


Ach! Möge der Frevler nicht gotteslästerlich rufen: 
"Versteckt sich der Gott Israels etwa aus Furcht?" 
Erlaube nicht, dass deine Kinder Opfer eines Tollkühnen werden, 
der die ewige Macht verachtet! 
Erlaube nicht, dass auf dem Throne Davids 
zwischen törichten Götzen der assyrische Fremdling sitzt.

 


Die Münchner Inszenierung war für mich Anlass,  mir eigene Gedanken über die Bühnengestaltung zu machen.
Ausgangspunkt sind drei Quader
. Im Mittelpunkt steht über alle vier Teilen der Oper ein Kubus, der durch verschiedene Beleuchtungen die zentralen Handlungsorte versinnbildlichen. Im ersten Teil das Heiligtum des Tempels von Jerusalem, als verschlossener goldener Stein, ohne Bildelemente. Öffnet sich der  Stein, dann bietet er einen Raum,  in dem sich die intimen Szenen, wie zum Beispiel die Szene Ismael - Fenena abspielen können;  nach der Eroberung des Tempels auch die Szenen Abigail-Fenena-Ismael, wobei wiederum durch Beleuchtungseffekte der Kubus, als ein geschändetes Heiligtum erscheint. Auch das Baal- Heiligtum kann durch den Kubus symbolisiert werden (siehe oberer Bildentwurf). Mit dem  Kubus wird somit sowohl die Vergegenwärtigung des Gottes - äußerer Aspekt- , als auch das innere Geschehen der handelnden Personen - das Herz der Gefühle -  dargestellt. Dies geschieht in erster Linie durch Licht-Farbgestaltungen. Die Bestrafung Nabuccos für seine Selbsüberhebung kann durch seine Einschließung in den Kubus mit entsprechender Lichtüberflutung von innen her aufgezeigt werden. Das wieder zu sich kommen, wird dann dargestellt, indem sich der Quader wieder aufschließt.

Der zweite Kubus (siehe im oberen Bild unten!) ist ein kleines Abbild des größeren. Diesen haben die Israeliten als Erinnerungsstück mit in die Verbannung nach Babylon genommen. Er ist mit Stangen durchbohrt, so dass er - ähnlich einer Bundeslade - transportabel ist und so vor allem im vierten Teil gut eingesetzt werden kann. Der dritte Quader ist der gesamte Bühnenraum, der durch seitliche Einschränkung zu einem Quadrat verengt werden kann. Er ist der äußere Raum, in dem sich die Chorszenen abspielen können. Dieser Raum kann in einen linken und rechten, oberen und unteren Teil getrennt werden. Wobei die oberen und unteren Teile mittels Treppen oder Leitern verbunden werden. Damit kann das Hereinbrechen des Assyrer von oben links, bzw. der Rückzug der Israelisten nach oben rechts einsichtig gestaltet werden.

SZENEN DER OPER

 


Hier die graphischen Grundelemente, auf denen alle Akte aufbauen



Zieht, Gedanken, auf goldenen Flügel, 
Zieht, Gedanken, ihr dürft nicht verweilen! 
Lasst euch nieder auf sonnigen Hügeln, 
Dort, wo Zions Türme blicken ins Tal! 
Um die Ufer des Jordan zu grüßen, 
Zu den teuren Gestaden zu eilen, 
Zur verlorenen Heimat, der süßen, 
Zieht Gedanken, lindert der Knechtschaft Qual! 
Warum hängst du so stumm an der Weide, 
Goldene Harfe der göttlichen Seher? 
Spende Trost, süßen Trost uns im Leide 
und erzähle von glorreicher Zeit. 
Singe, Harfe, in Tönen der Klage 
Von dem Schicksal geschlag'ner Hebräer. 
Als Verkünd'rin des Ew'gen uns sage:
Bald wird Juda vom Joch des Tyrannen befreit

 


Unermesslicher Jehova,
wer spürt dich nicht?
Wer ist nicht Staub
vor deinem Angesicht?

Giuseppe Verdi
Temistocle Solera

Aufführungen der Bayerischen Staatsoper 6. 2. 2008

Musikalische Leitung Paolo Carignani
Inszenierung, Bühne und Kostüme Yannis Kokkos

Nabucco Paolo Gavanelli
Ismaele Aleksandrs Antonenko
Zaccaria Giacomo Prestia
Abigaille Maria Guleghina
Fenena Anaïk Morel


Jerusalem und Babylon zur Zeit Nebukadnezars 578 v. Chr sind Schauplatz von Verdis Frühwerk Nabucco. Doch das Bibel-Epos um Macht, Liebe und Religion ist sicher mehr, als ein bloßes Historiendrama. Menschliche Konflikte werden hier in hochemotionaler Musik ausgedrückt und prägen bis heute diesen ersten, wirklich großen Opernerfolg des Komponisten Giuseppe Verdi. Davor schrieb Verdi die Opern Oberto und Un giorno oder Il finto Stanislao. Die letztere habe ich in meinen Jugendjahren oft und gern gehört und war für mich ein Schlüssel zur Welt der Oper. 
Die Münchner Aufführung konnte mich im Gegensatz zur allgemein negativen Kritik doch weitgehend überzeugen. 

SZENEN DER OPER


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FALSTAFF
 

 

 

 

2005 iN DER BAYERISCHEN STAATSOPER

Und jetzt gefällt mir auch diese Verdi Oper. 
Wohl eine Frage des Alters!

 

Dazu folgende Notiz Verdis:

 

Die letzten Noten des Falstaff

Alles ist vorbei!

Geh, geh, alter John ...

Zieh hin auf deinem Weg,

solange du kannst ...

Ergötzlicher Typ des Schelms;

ewig wahr, hinter

verschiedenen Masken, zu jeder Zeit,

an jedem Ort!

Geh ... Geh ...

Lauf   Lauf ..

Addio !!!

 

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2008 iN DER
BAYERISCHEN
STAATSOPER

 

Eigene Zeichnung (TAM)


Musikalische Leitung
Nicalsa Luisotti
Regie
Martin Kusej
Bühne
Martin Zehetgruber

Macbeth
Zeljko Lucic
Banco
Roberto Scandiuzzi
Lady Macbeth
Nadja Michael
Dama di Lady Macbeth
Lana Kos


Hier zu meinen Shakespeare Seiten . . .

 

Die Bayerische Staatsoper eröffnet die erste Spielzeit ihres neuen Intendanten Nikolaus Bachler mit Giuseppe Verdis radikalem Werk Macbeth.

ZU DEN AUSCHNITTEN DER BAYERISCHEN STAATSOPER . . .

Lady Macbeth Nadja Michael

Musikalische Leitung Nicalsa Luisotti

Macbeth Zeljko Lucic

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OTELLO

Musikalische Leitung Bertrand de Billy 
Inszenierung
Francesca Zambello 
Otello 
Johan Botha
Jago
Lucio Gallo 
Cassio
Wookyung Kim
Desdemona
Adrianne Pieczonka

ZUM SCHAUSPIEL VON SHAKESPEARE

JAGO 

ZWEITER AKT 

ZWEITE SZENE

 

 

Zur "Zwei" im
"Offenen Geheimnis"

"Ich glaube am einen grausamen Gott, der mich erschaffen
hat zu seinem Ebenbild, und den ich im Ingrimme rufe.
Aus der Gemeinheit eines Keimes oder eines Atomes bin ich gemein geboren.
Ich bin verworfen, weil ich Mensch bin. und ich fühle in mir den Urschlamm. 
Ja das ist mein Glaube! ich glaube festen Herzens, mit der Gläubigkeit einer Witwe im Tempel, dass ich das Böse in Gedanke und Auswirkung nach meiner Bestimmung erfülle.
Ich glaube, dass der Gerechte ein höhnender Komödiant ist im Gesicht und im Herzen, dass alles an ihm Lüge ist:
Träne, Kuß, Blick, Opfer und Ehre.
Und ich glaube, dass der Mensch das Spiel eines ungerechten Schicksals ist vom Keim der Wiege bis zum Wurm des Grabes.
Nach all dem Spott kommt der Tod. Und dann? Und dann? -
Der Tod ist das Nichts, der Himmel ist ein altes Märchen."

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Musikalische Leitung
Daniele Gatti
Inszenierung
Christof Nel


Amneris 
Ekaterina Gubanova
Aida 

Kristin Lewis

Radamès 
Salvatore Licitra
Ramphis 
Giacomo Prestia
Amonasro
Ambrogio Maestri

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Nach ihrer beeindruckenden I Masnadieri-Inszenierung brachten Thomas Wünsch (Regie), Heiko Mönnich (Ausstattung) und Dirigent Henrik Nánási mit Giovanna d'Arco (1845) erneut eine frühe Verdi-Oper auf die Bühne des Gärtnerplatztheaters.

 




Eine eindrucksvolle Inszenierung und Besetzung

Musikalische Leitung Marco Armiliato
Inszenierung Jürgen Rose
Philipp II  Matti Salminen
Don Carlos Yonghoon Lee
Rodrigo, Marquis de Posa 
Simon Keenlyside
Der Großinquistor Paata Burchuladze
Ein Mönch Steven Humes
Elisabeth von Valois Anja Harteros
Die Prinzessin Eboli Nadia Krasteva

"Das Dilemma aller Religionen ist, daß der Mensch offensichtlich nicht fähig ist, sich einen abstrakten, nicht-anthropomorphen Gott vorzustellen. Andererseits kann der Mensch, ebenso offensichtlich, nicht eigentlich und auf Dauer ohne eine numinose Überwelt leben, jedenfalls können das die wenigsten. Das hängt wohl damit zusammen, daß der Mensch die ihn umgebenden, ihn bestimmenden Dinge und Umstände nie vollständig in der Hand hat, also sich geführt oder geleitet oder gestoßen fühlt, wofür er ungern eine namenslose Kausalität verantwortlich zu machen bereit ist, vielmehr lieber eine höhere Instanz dafür am Werk sehen möchte, die notfalls beeinflußt werden kann. Das wächst sich, zeigt die Geschichte der Religionen, meist sehr bald zu anthropomorphen Gottheiten und Göttern aus. " 

HERBERT ROSENDORFER in "Zwischen Himmel und Hölle" S. 104

 

 

VERZEICHNIS DER OPERN

Uraufführung

Oberto, Conte di San Bonifacio

1839

Un giorno di regno,
ossia Il finto Stanislao

1840

Wohl mit ca. 15 Jahren eines meiner ersten Verdi-Erlebnisse Wie oft habe ich die Tonbandaufnahme angehört, ohne eine Ahnung vom Inhalt zu haben. Aber es war wunderschön sich in die Melodien zu verkriechen.

Nabucco

1842

I Lombardi alla prima Crociata

1843

Ernani

1844

I due Foscari

1844

Giovanna d'Arco

1845

Alzira

1845

Attila

1846

Macbeth

1847
Neufassung1865

I Masnadieri

1847

Jérusalem
Umarbeitung von "I Lombardi"

1847

Il corsaro

1848

La battaglia di Legnano

1849

Luisa Miller

1849

Stiffelio

1850

Rigoletto

1851

Il Trovatore

1853

La Traviata

1853

Les vêpres siciliennes
I Vespri Siciliani

1855

Simon Boccanegra

1857
Endgültige Fassung 1881

Aroldo
Umarbeitung von Stiffelio

1857

Un ballo in maschera

1859

La forza del destino

1862
Überarbeitete Fassung1869

Don Carlos

1867
Italienische Fassung1884

Aida

1871

Otello

1887

Falstaff

1893

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MESSA DA REQUIEM (1874)



"Höchsten Heiles Wunder! Genau am 200.Geburtstag kredenzt Dirigent Mariss Jansons in Münchens Philharmonie dem Jubilar Giuseppe Verdi dessen Requiem. Die BR-Sinfoniker und der grandios von Michael Gläser einstudierte BR-Chor beschwören von Anfang an mit unsentimentaler Innigkeit die ewige Ruhe und das immerwährende Licht. . . .
Die Chormassen singen beeindruckend leiser und leiser. Denn Verdi kennt alle 'Schattierungen vom einfachen Piano, abgekürzt p, bis zum vierfachen pppp. . . . Ein schöneres Geburtstagsgeschenk kann sich niemand wünschen . . . .

Durch unspektakulär getragene Tempi und eine unaufdringliche Disposition der einzelnen Teile schafft er einen überzeugenden Ausgleich zwischen den weltlich konzertanten Darbietung und dem religiösen Inhalt der Messe. Ein brillanter Spagat gelingt da, der nahezu ans Unmögliche - grenzt. Zuletzt scheint aufrichtige Trauer (um Verdi?) greifbar im Raum zu stehen."

SZ - Nr. 236 - Reinhard J. Brembeck