EINE SEITE VON THEODOR FREY
UMKREIS
GUT FREIHAM
Das denkmalgeschützte GUT FREIHAM besteht aus mehreren Einzeldenkmälern, ausgedehnten Wirtschafts- gebäuden und den Alleen am Streiflacher Weg und an der Freihamer Allee. Das Freihamer Schloss wurde 1680 durch den vormaligen Besitzer Freiharns, Achilles von Hermannsreuth, Kammerdiener und kurfürstlicher Hofmusiker, errichtet. 1865 veranlasste Carl Theodor von Yrsch die grundlegende und äußerst kostspielige neugotische Umgestaltung des Baus. Seit 2007 gehört das von einem Park umgebene Schloss einer US- amerikanischen Kosmetikfirma, die es renovieren ließ.
Die Postkarte zeigt das Gut Freiham mit ehemaliger Bahnstation um 1925.
Die katholische Hofmarks- oder Schlosskirche Hl. Kreuz wurde bereits 1315 erstmals erwähnt. Bis zur Umpfarrung im Jahr 1929 war HI. Kreuz eine Filialkirche von St. Michael in Lochhausen. Das einschiffige Bauwerk entstammt dem 15. Jahrhundert und wurde im 17 und 18. Jahrhundert umgebaut. Den äußerlich schlichten Bau schmückt im Innern eine reiche Rokokoausstattung. Die Kirche ist von einem Friedhof mit Grabsteinen des 17 bis 20. Jahrhunderts umgeben. Hier befinden sich Gräber der ehemaligen Besitzerfamilien Yrsch und Maffei, die Freiham mittels fortschrittlicher landwirtschaftlicher Methoden zu einem Mustergut machten. In dem gegenüberliegenden, im 17/18. Jahrhundert errichteten Verwaltungsgebäude befindet sich die von Johann Eduard von Yrsch eingerichtete Schloss- wirtschaft. Der Biergarten war und wird hoffentlich bald wieder (Stand Februar 2019) ein beliebtes Ausflugsziel. Quelle: KulturGeschichtsPfad Nr. 22
Die Edith-Haberland-Wagner Stiftung will das Dorf des 19. Jahrhunderts mit einer Kirche, einem Dorfgasthaus, einer Fass-Manufaktur und anderen traditionellen Handwerken, sowie Pferdeställen und Koppeln wieder zum Leben erwecken. Der ehemalige Kuhstall wird ebenfalls grundsaniert, entkernt und zu einer Holzfass- Manufaktur umgebaut.
Die Eisenbahnersiedlung Papinstraße Für die Beschäftigten der „Central-Werkstätte Aubing der Kgl. Bayerischen Staatsbahnen“ wurden Wohn- häuser entlang der Papinstraße angelegt. Während den Arbeiterm nur Gemeinschaftswaschhäuser zur Verfügung standen, waren die Beamtenwohnungen mit Bädern ausgestattet. Denis Papin (* 1647 in Chitenay, Frankreich; vermutlich 1712 in London) war ein französischer Physiker, Mathematiker und Erfinder, der Bekanntheit für seine Pionierarbeiten zur Entwicklung der Dampfmaschine, des Schnellkochtopfes und des U-Bootes erlangte. Papin, der calvinistischer Konfession war, verließ aufgrund der Protestantenverfolgungen 1675 Frankreich und war danach in England und Deutschland tätig, wo er seine meisten Patente als Professor an der Philipps-Universität Marburg 1687–1707 entwickelte.
Die Langwieder Haide, ein artenreiches Trockenbiotop
15. Februar 2019
Frühlingsglaube Die linden Lüfte sind erwacht, Sie säuseln und weben Tag und Nacht, Sie schaffen an allen Enden. O frischer Duft, o neuer Klang! Nun, armes Herze, sei nicht bang! Nun muß sich alles, alles wenden. Die Welt wird schöner mit jedem Tag, Man weiß nicht, was noch werden mag, Das Blühen will nicht enden. Es blüht das fernste, tiefste Tal: Nun, armes Herz, vergiß der Qual! Nun muß sich alles, alles wenden. Ludwig Uhland 1787 Tübingen – 1862 Tübingen