TOPOGRAPHIE DES ETHISCHEN DENKENS

 

  DAS GUTE    
         
    Das Böse    

 

 

Ich bin Leben, das Leben will, inmitten von Leben, das Leben will.

Ethik besteht darin, dass ich die Nötigung erlebe,

allen Willen zum Leben die gleiche Ehrfurcht vor dem Leben entgegenzubringen

wie dem eigenen.

Gut ist Leben erhalten und Leben fördern;

Böse ist Leben vernichten und Leben hemmen.

 

Albert Schweitzer

 

ICH

 

 

Die Drei

 

ICH UND DU

 

Die Sechs

 

Kein ICH ohne ein DU

Keine Erfüllung außerhalb

der Beziehungen zu den anderen

 

 

WIR

 

 

Die Neun

Bedürfnisse / Wünsche - Wollen - Begehren

Bewußtsein des Ungenügens des eigenen Könnens zu handeln im Erreichen der Ziele

Spannung  zwischen Erfüllung und Enttäuschung

Leben höchstes Gut
Tod höchstes Übel


(kann das im Alter/bei Krankheit
nicht auch anders gesehen werden?)

Anthropologische Konstante
Ich habe angesichts des Universums und Schicksals ein Bewußtsein von nicht mehr nur relativen Größe und Kleinheit. Ich habe ein Bewußtsein vom "Höheren" und vom "Erhabenen", vom "ganz Anderen"

Numinose (das Geheimnisvolle - mysterium; das Furchterregende - tremendum, das zugleich als Anziehendes -fascinans- erfahren wird

Positiv-Aktiv

Positiv-Passiv

des Leibes

der Empfindungen

des Geistes

Sorge nur
für mich?

Sorge
für
den anderen

"Verantwortung ist die als Pflicht anerkannte Sorge um ein anderes Sein, die bei Bedrohung seiner Verletzlichkeit zur Besorgnis wird" (Hans Jonas)

Sorge
für die nach uns Lebenden

nach Nahrung

nach  Lust

nach  Seelenfrieden

Andere bestätigen/
anerkennen

Bestätigung/
Anerkennung erfahren

Existenz-
erhaltend
Vorsorgend

Beglückend

nach Einheitlichkeit und Sammlung in der Vielheit und Zerstreutheit der Belange

Menge

Güte

Findung einer Haltung zum Ertragen des egozentrischen Lebens

Negativ-Aktiv

Negativ-Passiv

Ökologie

1. Wege der
 der Weltbindung

Alles auf eine Person, Gemeinschaft, Sache  hin sammeln

Andere verachten/
ignorieren

Verachtung/
erfahren

2. Wege der
Bindung auf sich selbst

Alles auf meine Person  hin sammeln

3. Wege der
 Religion und Mystik

Alles auf Gott hin versammeln -     Alles auf die "Leere des Universums" hin öffnen

Ich will, dass die Zukunft so wird, 
 wie ich es will
 (Wunsch nach Verfügbarkeit)

Furcht vor Veränderung /
 Angst vor dem Tod

Verdrängen

Abfinden
 Alles ist aus

Hoffen
 Alles geht weiter

Erfahrung der eigenen Ohnmacht

 

klein - groß
abhängig - machtvoll
wissend - unwissend

Erfahrung der Kontingenz der Dinge/des Leibes

 

Reduktion der Ohnmacht durch Technik

Erfahrung der prinzipiellen Unverfügbarkeit

 

Rettung vor dem 
absoluten Ende der Zukunft
 
in ein anderes "Ich"
 (Reinkarnation)

Furcht vor Langeweile / 
Wertschätzung des Wechsels