TEILHARD DE CHARDIN

1. MAI 1881       -       10. APRIL 1955



Mein Impuls

Grundprinzipien 

Gott als Anziehungspunkt

Theologie als lebendige Wissenschaft

Was muß man alles gewesen sein um etwas zu begreifen?
Warum Teilhard nicht aus der Kirche austrat?

 

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Grundprinzipien 

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Brief an eine Marxistin 6.4.1927: "Ich glaube nicht an die logischen Systeme und Rahmen, noch sympathisiere ich mit ihnen. Ich bin aber sehr empfänglich für die Existenz und den Wert der lebenden Organismen. Und ich versuche, die Menschheit unter diesem Gesichtspunkt zu interpretieren. Es geht für uns darum, kollektiv sensibler, empfänglicher, freier zu werden: eine Frage auf Leben und Tod, der wir immer unausweichlicher ins Auge sehen müssen."

 

Seit ich anfangs der 70er Jahre dem Kosmos Teilhard de Chardins begegnete, bin ich von diesem Denker und Mystiker fasziniert. Er ist für mich einer der wenigen, die mir eine umfassende Schau des Lebens, seines Sinns und seiner Erfüllung vorstellte und auch vorlebte. Deshalb möchte ich ihm diese Seiten widmen. Sie dienen mir dazu vertieft in sein Denken und der von ihm aufgeworfenen Fragen einzutauchen. Sie sollen in dem Maße organisch erweitert werden, wie ich im Laufe meines Lebens mit seinem Denken noch in Berührung komme. Auch kritische Einwände, die Konfrontation mit anderen Denkern und deren Sichtweisen und die sich daraus ergebenden Ergänzungen sollen nicht unberücksichtigt bleiben. Das gefundene Gerüst dient dazu, die Gestalt im Ganzen nicht zu verfehlen. Die Elemente sind als Splitter zu verstehen, die in den Beziehungen zueinander und den Bewegungen zu immer größeren Gestalten hin eine Ahnung der Größe des Geheimnisses öffnen.  

Mein Name ist Theodor Albertus Magnus Frey. Weitere Gebiete, mit denen ich mich in den Bereichen Kunst, Wissenschaft, Philosophie beschäftige, können meinen Internetseiten entnommen werden. Dabei ist mir mein stetiger Versuch in         4 Symphonien mit dem Titel "Vom offenen Geheimnis" die Gestalt des Seins zu erfahren eine wichtige Ergänzung.

Gott enthüllt sich unserem Tasten nur deshalb überall als universaler Bereich, weil ER der letzte Punkt ist, in dem alle Wirklichkeiten zusammenlaufen. Jedes Element der Welt, was es auch sein mag, besteht hic et nunc gleichsam in Form eines Kegels, dessen Mantellinien - am Ende ihrer einzelnen Vervollkommnung und am Ende der allgemeinen Vervollkommnung der Welt, in der sie sich befinden - sich in Gott, als dem gemeinsamen Anziehungspunkt, verknoten.

(Der Göttliche Bereich - S. 128)

Die Theologie ist vielleicht die lebendigste Wissenschaft, die, in der noch am meisten zu finden ist. Und man stellt sie als eine einfache, umfassende Kenntnis eines Systems fertig vorgefundener, fertig kodifizierter Wahrheiten dar. 

(Tagebücher II - 13. März 1917 - S. 261)

Wie könnte man einräumen, die intellektuelle, religiöse Arbeit solle nur darin bestehen, ein vergangenes Denken zu begreifen!

(Tagebücher II - 10. Januar 1917 - S. 187)

Was muß man alles gewesen sein um etwas zu begreifen?

Günther Schiwy stellt seinem Werk "Teilhard de Chardin - Sein Leben und seine Zeit"  den Tagebucheintrag Teilhards vom 19. November 1919 (Illhäusern im Elsaß) voran, in dem sich die Spannweite seiner leidenschaftlicher Existenz widerspiegelt. Hier ist auch ein direkter Bezug zu Nietzsche, zu den Nietzscheanern, zu finden, ein Bezug der weiter untersucht werden sollte um Teilhards Denken noch deutlicher erscheinen zu lassen.

Ich kann mir keine Existenz mehr vorstellen,
die nicht die Verwirklichung einer starken Leidenschaft wäre ...

Um die Autorität zu begreifen,
muß man durch das allgemeine Wahlrecht zum Bürgerbewußtsein geformt worden sein ...

Um die Freiheit zu begreifen, 
muß man Determinist gewesen sein ...

Um die Keuschheit zu begreifen,
muß man geliebt haben ...

Um die Sanftmut zu begreifen,
muß man
Nietzscheaner gewesen sein ...

Um den Geist zu begreifen,
muß man von Leidenschaft für die Materie entflammt gewesen sein ...

 

Begründung von Teihard, warum er trotz großer Konflikte aus der Kirche nicht austrat.

"Wäre es für mich logisch, wenn ich, durch einen Bruch mit meiner Kirche, ungeduldig das Wachsen des christlichen Triebes forcierte, von dem ich überzeugt bin, daß sich in ihm die Saft der Religion von morgen vorbereitet? Ich bin Gefangener der Kirche, aufgrund eben der Anschauungen, die mir ihr Unzulänglichkeit aufdecken ..." Teilhard war überzeugt, " daß meine besten Anstrengungen nutzlos wären, wenn ich mit dem religiösen Strom bräche, bei dem das Problem nicht darin besteht, ihn zu bekämpfen, sondern ihn umzuwandeln. Auf einem solchen Schlachtfeld kann ich nicht aus politischen Überlegungen, sondern aus reiner Überzeugung, nur von innen her wirken".

(Aus Christ in der Gegenwart Nr. 7/06 S. 54)

 

Internetseiten von Theodor Frey

Gezeichnete Skizzen im Werk Teilhards

Teilhard und die Künste

Genesis von Fridolin Stier