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Seit ich anfangs der
70er Jahre dem Kosmos Teilhard de Chardins begegnete, bin ich
von diesem Denker und Mystiker fasziniert. Er ist für mich
einer der wenigen, die mir eine umfassende Schau des Lebens,
seines Sinns und seiner Erfüllung vorstellte und auch vorlebte.
Deshalb möchte ich ihm diese Seiten widmen. Sie dienen mir dazu
vertieft in sein Denken und der von ihm aufgeworfenen Fragen
einzutauchen. Sie sollen in dem Maße organisch erweitert
werden, wie ich im Laufe meines Lebens mit seinem Denken noch in
Berührung komme. Auch kritische Einwände, die Konfrontation
mit anderen Denkern und deren Sichtweisen und die sich daraus
ergebenden Ergänzungen sollen nicht unberücksichtigt bleiben.
Das gefundene Gerüst dient dazu, die Gestalt im Ganzen nicht zu
verfehlen. Die Elemente sind als Splitter zu verstehen, die in
den Beziehungen zueinander und den Bewegungen zu immer größeren
Gestalten hin eine Ahnung der Größe des Geheimnisses öffnen.
Mein Name
ist Theodor Albertus
Magnus Frey. Weitere
Gebiete, mit denen ich mich in den Bereichen Kunst, Wissenschaft,
Philosophie beschäftige, können meinen Internetseiten entnommen
werden. Dabei ist mir mein stetiger Versuch in
4 Symphonien mit dem Titel "Vom
offenen Geheimnis" die Gestalt des Seins zu
erfahren eine wichtige Ergänzung. |
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Gott
enthüllt sich unserem Tasten nur deshalb überall als
universaler Bereich, weil ER der letzte Punkt ist, in dem alle
Wirklichkeiten zusammenlaufen. Jedes Element der Welt, was es
auch sein mag, besteht hic et nunc gleichsam in Form eines
Kegels, dessen Mantellinien - am Ende ihrer einzelnen
Vervollkommnung und am Ende der allgemeinen Vervollkommnung der
Welt, in der sie sich befinden - sich in Gott, als dem
gemeinsamen Anziehungspunkt, verknoten.
(Der
Göttliche Bereich - S. 128) |
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Die
Theologie ist vielleicht die lebendigste Wissenschaft, die, in
der noch am meisten zu finden ist. Und man stellt sie als
eine einfache, umfassende Kenntnis eines Systems fertig
vorgefundener, fertig kodifizierter Wahrheiten dar.
(Tagebücher
II - 13. März 1917 - S. 261)
Wie
könnte man einräumen, die intellektuelle, religiöse Arbeit
solle nur darin bestehen, ein vergangenes Denken zu begreifen!
(Tagebücher
II - 10. Januar 1917 - S. 187) |
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Was
muß man alles gewesen sein um etwas zu begreifen?
Günther
Schiwy stellt seinem Werk "Teilhard de Chardin - Sein Leben
und seine Zeit" den Tagebucheintrag Teilhards vom 19.
November 1919 (Illhäusern im Elsaß) voran, in dem sich die
Spannweite seiner leidenschaftlicher Existenz widerspiegelt.
Hier ist auch ein direkter Bezug zu Nietzsche, zu den Nietzscheanern,
zu finden, ein Bezug der weiter untersucht werden sollte um
Teilhards Denken noch deutlicher erscheinen zu lassen.
Ich
kann mir keine Existenz mehr vorstellen,
die nicht die
Verwirklichung einer starken Leidenschaft wäre ...
Um
die Autorität zu begreifen,
muß man durch das allgemeine Wahlrecht zum Bürgerbewußtsein
geformt worden sein ...
Um
die Freiheit zu begreifen,
muß man Determinist gewesen sein ...
Um
die Keuschheit zu begreifen,
muß man geliebt haben ...
Um
die Sanftmut zu begreifen,
muß man Nietzscheaner
gewesen sein ...
Um
den Geist zu begreifen,
muß man von Leidenschaft für die Materie entflammt
gewesen sein ...
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Begründung
von Teihard, warum er trotz großer Konflikte aus der Kirche nicht
austrat.
"Wäre
es für mich logisch, wenn ich, durch einen Bruch mit meiner
Kirche, ungeduldig das Wachsen des christlichen Triebes forcierte,
von dem ich überzeugt bin, daß sich in ihm die Saft der Religion
von morgen vorbereitet? Ich bin Gefangener der Kirche, aufgrund
eben der Anschauungen, die mir ihr Unzulänglichkeit aufdecken
..." Teilhard war überzeugt, " daß meine besten
Anstrengungen nutzlos wären, wenn ich mit dem religiösen Strom
bräche, bei dem das Problem nicht darin besteht, ihn zu
bekämpfen, sondern ihn umzuwandeln. Auf einem solchen
Schlachtfeld kann ich nicht aus politischen Überlegungen, sondern
aus reiner Überzeugung, nur von innen her wirken".
(Aus
Christ in der Gegenwart Nr. 7/06 S. 54)
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