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TEILHARD DE CHARDIN 1. MAI 1881 - 10. APRIL 1955 |
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Der Fortschritt des Universums und besonders des menschlichen Universums ist weder eine Konkurrenz gegen Gott noch ein sinnloser Verschleiß der Kräfte, die wir Ihm schulden. Je größer der Mensch ist, je mehr die Menschheit einig, ihrer Kraft bewußt und ihrer Kraft Herr ist, um so schöner ist auch die Schöpfung, um so vollkommener die Anbetung, und um so mehr wird Christus, um sich mystisch auszudehnen, einen der Auferstehung würdigen Leib finden. Es kann auf der Welt ebensowenig zwei Höhepunkte geben, wie es für einen Kreisumfang zwei Mittelpunkte gibt. Das Gestirn, auf das die Welt wartet - dessen Namen sie noch nicht zu nennen vermag, dessen wahre Transzendenz sie nicht ermißt, von dem sie nicht einmal die geistigen und göttlichsten Strahlen erkennen kann -, dieses Gestirn ist Christus selbst, den wir erhoffen. Um die Parusie herbeizuwünschen, müssen wir nur das Herz der Erde in uns schlagen lassen und verchristlichen.
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Gerade weil Er der Mittelpunkt ist, erfüllt Er den ganzen Erdkreis. Im Gegensatz zu jenem Überall-Sein, das die Materie wegen ihrer äußersten Auflösung innezuhaben scheint, ist die göttliche Allgegenwart nur die Wirkung Seiner höchsten Geistigkeit. Der Göttliche Bereich, so unermeßlich er auch sein mag, ist in Wirklichkeit ein Mittelpunkt. Er hat also die Eigenschaften eines Mittelpunktes, das heißt vor allem die absolute und letzte macht, die Wesen ganz in sich selbst zu vereinigen und so zu vollenden. Im Göttlichen Bereich berühren sich alle Elemente des Weltalls in ihrem innersten und endgültigsten Punkt. Im Göttlichen Bereich verdichten sie nach und nach das Reinste und Anziehendste, was sie besitzen, und zwar ohne Verlust und ohne Gefahr, daß es weiterhin verdorben werden könnte. Wenn die Elemente des Weltalls sich dort begegnen, verlieren sie das gegenseitige Außerhalbsein und die Zusammenhangslosigkeit, die ja die grundlegende Mühsal der menschlichen Beziehungen sind.
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