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DEM HIMMEL EIN STÜCKWEIT NÄHER |
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Es
"bedient sich die Religion häufig genug der Kunst, (Aus der Ästhetik Bd. 1 von G.W.F. Hegel) |
| WIEDERERÖFFNUNG AM 2. DEZEMBER 2007 |
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gilt
auch für die Seeger Kirche: Der göttliche daumen war eingefärbt über und über mit licht"
Kann
man prägnanter sagen, |
Am 2. Dezember 2007 wurde in einem Festakt im Gemeindezentrum und mit einem feierlichen Pontifikalamt mit Diözesanbischof Walter Mixa die Wiedereröffnung eindrucksvoll in einer sehr bewegenden Art gefeiert.
Greipl wies darauf hin, dass in der Zeit des 18. Jahrhunderts mit den Rokokobauwerken der bedeutendste Beitrag Bayerns und Schwabens zur Kunstgeschichte gelungen ist. Die Epoche ist von europäischen Bedeutung und die Seeger Ulrichskirche stellt eines der Hauptwerke dar. Sie ist eine große, eine in der ersten Reihe stehende Kirche dieser Zeit. Er schilderte die vielfältigen Probleme, die mit einer Restaurierung hinsichtlich der Substanzerfassung, der Statik, des Zustandes des Stucks, und den Folgen aus den aufgefundenen Farbschichten verbunden waren um dann darauf einzugehen, wie diese Kirche viele Sinne - nicht nur die Augen sondern auch die Ohren über die erklingende Musik und die Glocken, den Geruchssinn über den Weihrauch- anspricht. Er machte deutlich, dass die Welt um 1750 eine andere war. Zu dieser Zeit war Licht, vor allem ein lichter Raum etwas seltenes für das Erleben der Menschen. Für die einfachen Gläubigen, die in dunklen, gedrückten Räumen lebten, war der Gottesdienst in der hellen, heiteren Kirche ein Gegenstand des Staunens, eine tiefe Erfahrung. Sie war eine Wahrnehmung, die uns in unserer Zeit der Überfülle, auch der Überfülle von Licht, verloren zu gehen droht. Greipl plädierte, dass wir mit Erfurcht und Bescheidenheit mit dem Werk unserer Vorfahren umgehen. Johann Jakob Herkomer und Johann Baptist Enderle haben diesen Raum für Gott und für die Augen der einfachen Menschen im 18. Jahrhundert geschaffen, nicht für die Gebildeten und für die Kunsthistoriker von heute. Greipl würdigte die eindrucksvolle Persönlichkeit von Pfarrer Alois Meisburger, der ein kenntnisreicher und tatkräftiger, manchmal auch eigensinniger und schlitzohriger Partner war.
Er
kennzeichnete die Kirche als ein ausgezeichnetes Beispiel, in dem sich
Funktion und Raum, Kunst und Architektur verbinden. Abschließend dankten der Kirchenpfleger Xaver Kiderle und Bürgermeister Manfred Rinderle den vielen Menschen, die in unterschiedlichster Art und Weise - von den Reinigungsfrauen bis zu den Geldgebern - dieses großartige Seeger Gemeinschaftswerks gemeistert haben. Umrahmt wurde der Festakt von besinnlich-beschwingter Saitenmusik und einer Ausstellung über die Restaurierungsgeschichte. Die Restauratoren haben ein Meisterwerk vollbracht. |
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| PONTIFIKALAMT
ZUR WIEDERERÖFFUNG |
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Der Gottesdienst bewegte mich nicht zuletzt deshalb sehr, da ich vor 61 Jahren am 1. Adventssonntag (1.12.1946) hier getauft wurde und in den Kinder- und Jugendjahren mich der Raum sehr prägte. Noch heute sind manche meiner Zeichnungen von den Durchblicken, den Verknüpfung der Gestaltebenen dieses Raumes sowie der Linienführung der Ornamente geprägt.
Nach dem feierlichen Einzug unter den Klängen der restaurierten Orgel sang die Gemeinde mit der Harmoniemusik, die im Altarraum postiert war, das Lied "Macht hoch die Tür, die Tor macht weit, es kommt der Herr der Herrlichkeit . . . Ein Lied passend zum Advent, das mich aber auch an die Theoästhetik, die HERRLICHKEIT, von Hans Urs von Balthasar erinnerte. Die Bedeutung der Schönheit zur Erfahrung des Göttlichen, die Öffnung des göttlichen Geheimnisses zu uns, fand in dieser Eröffnung seinen treffenden Ausdruck. Das Lied war auch deshalb sehr gut gewählt, da die Musik aus dem Jahre 1704 stammt, also der Zeit in der Johann Jakob Herkomer die Pläne für die Kirche erstellte. Welches Lied könnte die Lage der Seeger Kirche treffender beschreiben, als das Lied "Ein Haus voll Glorie schauet, weit über alle Land . . . " so die Vorsitzenden des Pfarrgemeinderates, Frau Annemarie Mayer, in ihren Grußworten, in denen sie die Verdienste von Pfarrer Meisburger und Pfarrer Ganal, aber auch der ganzen Pfarrgemeinde hervorhob. Danach erfüllte die Musik des 18. Jahrhunderts den Raum. Sehen und Hören, Hören und Sehen verbanden sich. Die Lichter des Raumes glänzten ein Spur heller als Mozarts "Kyrie - Andante maestoso - Più andante" gespielt vom Seeger Kirchenchor mit Orchester eindrucksvoll erklang. Die Krönungsmesse war auch deshalb das passende Werk, da sie sich nach einer Auffassung auf die „Krönung“ eines wundertätigen Gnadenbildes in der Wallfahrtskirche Maria Plain im Jahre 1751, zu deren 28. Jahrestag die Messe ebendort uraufgeführt worden sein soll. Die Krönung Marias ist in der Seeger Kirche z.B. auch am rechten Seitenaltar dargestellt. Wahrscheinlicher erscheint aus heutiger Sicht aber, dass die Uraufführung am Ostersonntag 1776 im Salzburger Dom erfolgte. J.B. Enderle stellte sein faszinierendes Deckenfresko im Jahre 1770 fertig. Die Lesungen waren aus Jesaja 2, 1-5 mit der eindringlichen Textstelle: "Da werden sie ihre Schwerter zu Pflugscharen und ihre Spieße zu Sicheln machen. Denn es wird kein Volk wider das andere das Schwert erheben, und sie werden hinfort nicht mehr lernen, Krieg zu führen." sowie aus dem Brief von Paulus an die Römer, in dem es heißt: "Bedenkt die gegenwärtige Zeit: Die Stunde ist gekommen, aufzustehen vom Schlaf. Denn jetzt ist das Heil uns näher als zu der Zeit, da wir gläubig wurden. Die Nacht ist vorgerückt, der Tag ist nahe. Darum lasst uns ablegen die Werke der Finsternis und anlegen die Waffen des Lichts. Lasst uns ehrenhaft leben wie am Tag, ohne maßloses Essen und Trinken, ohne Unzucht und Ausschweifung, ohne Streit und Eifersucht. Legt (als neues Gewand) den Herrn Jesus Christus an und sorgt nicht so für euren Leib, dass die Begierden erwachen." Kräftiger als sonst kam mir das anschließende dreifache Halleluja vor. Die "Frohe Botschaft" war aus Mt. 24,37-44: "Seid also wachsam! Denn ihr wisst nicht, an welchem Tag euer Herr kommt. Bedenkt: Wenn der Herr des Hauses wüsste, zu welcher Stunde in der Nacht der Dieb kommt, würde er wach bleiben und nicht zulassen, dass man in sein Haus einbricht. Darum haltet auch ihr euch bereit! Denn der Menschensohn kommt zu einer Stunde, in der ihr es nicht erwartet." Bischof
Mixa sprach in der Predigt die anwesende Prominenz persönlich an. Bist Du
wirklich bereit Thomas Goppel, Theo Waigel ... Walter Mixa, bist Du, Du ,
Du wirklich bereit? Und es folgte das ehrliche Eingeständnis, dass
die Bereitschaft sich auf das Kommen des Menschensohnes einzustellen,
nicht sehr groß ist. Er verwies auf den Kirchenraum und bezeichnete ihn
als einen "Festsaal des Glaubens, der Freude und Glücksgefühl
atmet" um dann gleich aber darauf hinzuweisen, dass an erster Stelle
das Bereithalten stehen sollte. Die heutige Kirche unterliege großen
Herausforderungen und gefordert sei, wachsam zu sein. Er nahm dann Bezug
auf das Deckenfresko von Balthasar Riepp, das die Schlacht gegen die
Ungarn 955 vor den Toren Augsburgs zeigt und stellte die Frage.
"Welche Entwicklung hätte Europa genommen, wenn Ulrich nicht
gehandelt hätte? Sind wir bei heutigen Entwicklungen wachsam genug?
Ulrich griff die Ungarn nicht an, sondern verteidigte die
abendländische Kultur. Nur wenige Jahrzehnte später nahmen die Ungarn
dann das Christentum an (Am Weihnachtsfest des Jahres 1000 ließ
sich Stephan mit einer von Papst Silvester II. übersandten Krone zum
"Apostolischen König" krönen und wurde so zum Begründer des
christlichen Königreiches Ungarn). Und wieder fragte Mixa: Wie halten wir es heute? Er stellte heraus, wie wichtig der interreligiöse Dialog sei, stellte aber auch die Frage, ob das Christentum heute den Herausforderungen ausreichend begegnet. Zum Schluss nahm er auf das Segelschiff des Seeger Wappens Bezug. So ein Schiff aus Glaube, Hoffnung und Liebe sollten die Christen sein. Nach den Fürbitten, die Gläubige aller Alterstufen vorbrachten, sang der Kirchenchor das dreigliedrige Credo Allegro molto - Adagio - Tempo I aus der Krönungsmesse. Im Laufe der Messfeier wurde vor der Wandlung noch das Sanktus Andante maestoso - Allegro assai, und das Benediktus Allegretto - Allegro assai und danach das Agnus Dei Andante sostenuto - Allegro con spirito eindrucksvoll vorgetragen. Weitere musikalische Elemente waren das Lied "O Heiland, reiß die Himmel auf, herab, herab vom Himmel lauf. . .". Bei diesem Pontifikalamt in diesem Raum, in dem man sich dem Himmel ein stückweit näher fühlte, bekamen diese den Himmel öffnenden Worte einen besonderen Klang. Während der Kommunion stimmte die Harmoniemusik Seeg den adventlichen Choral "Tochten Zion ..." an. Beendet wurde der Gottesdienst mit dem Loblied, aller Loblieder "Großer Gott wir loben dich" und ich hatte den Eindruck, dass die ganze Gemeinde aus vollem Herzen für das gelungene Werk der Restaurierung sang. Ein bewegender Tag der sicher vielen lange in Erinnerung bleiben wird. Nach
dem Segen und vor dem festlichen Auszug verlieh Kunstminister
Thomas Goppel die Bayerische Denkmalschutzmedaille 2007 noch an Theo
Waigel: |
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AN ALLERHEILIGEN ZUM ERSTEN MAL DEN ALTARRAUM DER SEEGER KIRCHE NACH DER GENERALRESTAURIERUNG GESEHEN - EIN FEST FÜR DIE SINNE - ICH HOFFE BALD DEN KIRCHENRAUM IN EINER MEDITATIVEN ART UND WEISE ZEIGEN ZU KÖNNEN |
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Christoph von Schmid über die Kirche und seine Kaplanzeit in Seeg.
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JETZT Aufgrund
des plötzlichen Todes von Pfarrer
Alois Meisburger
wurde die am 7. Oktober 2007 geplante Wiedereröffnung
am
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Verwendung
einer Aufnahmen von Erwin Reiter, Haslach aus dem Kirchenführer ( Kunstverlag Josef Fink, Lindenberg 1. Auflage 2007) |
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DAVOR
Die Ansicht zur Orgelempore sehen sie durch Bewegung des Cursors auf das Bild. |
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Heiliges Grab - leider nicht als Farbbild. |
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| BAUGESCHICHTE | |||
| Vor 1635 |
Alte
Seeger Pfarrkirche (vor 1635) mit "gotischem" Satteldach |
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Entwurf von Johann Jakob Herkomer Bauarbeiten Dachdecker: Kilian Halbritter, Lobach Maler: Kaspar Popp, Bernbeuren Maurer: Josef Miller, Rettenbach/Mkt. Oberdorf Stuckierung: Matthias Lotter, Augsburg
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Rißzeichnung für den Chor von Herkomer (35 x 18 cm) - 1710
Sein Sohn Balthasar, der die Taverne und Braustätte in Seeg besaß, die 1635 abbrannte, kaufte 1639 das Taferngut zu Sameister bei Roßhaupten. Dort kam Johann Jakob 1652 zur Welt. Taufpate von Johann Jakob Herkomer war Johann Angerer, Pfarrer von Seeg von 1638 - 1657. Johann
Jakob Herkomer erhielt zunächst eine Ausbildung als Maler und
wandte er sich bei seinem Italienaufenthalt in jungen Jahren der
Architektur zu. Auch der Bildhauerei stand er nahe. 1685 kehrte er
aus Venedig in seine Heimat zurück, wo er eine Kapelle errichtete, die
er mit Fresken ausstattete. In den Jahren 1694-1697 weilte er wieder in Italien.
Herkomer war der Lehrer von Dominikus Zimmermann (1685 - 1766), dem
Erbauer der Wieskirche.
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| ann Baptist Enderle und Balthasar Riepp | Hier
mehr zur ZUR THEOLOGIE UND ÄSTHETIK DER KIRCHE |
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| RESTAURIERUNG | |||
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GESCHICHTE
DER RESTAURIERUNGEN 1905 |
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Restaurierungsstand Februar 2007 Fotos von Heinrich Scherbaum |
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Make up für den großen Auftritt |
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Die Zwei verstehen sich |
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Um Vier dem Himmel nah |
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NACH DER RESTAURIERUNG |
In der SZ vom 8.10.2007 "Seit ein paar Wochen ist die Sanierung des Gotteshauses, das zu Beginn des 18. Jahrhunderts nach Plänen des berühmten Füssener Barockbaumeisters Johann Jakob Herkommer errichtet wurde, vollendet. Der prachtvolle Innenraum, der seinerzeit von den Freskanten Johann Baptist Enderle und Balthasar Riepp sowie dem Stuckateur Andreas Henkel gestaltet wurde, schlägt jeden Besucher in seinen Bann. Fachleute zählen die Pfarrkirche St. Ulrich in Seeg deshalb zu den herausragenden Rokokokirchen in Süddeutschland. Auch der ehemalige Bundespräsident Theodor Heuss, der in den 50er Jahren mehrmals im Allgäu Urlaub machte, war schon damals von der Schönheit des Gotteshauses begeistert." |
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Foto von Heinrich Scherbaum |
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Bei der rechten Pauke hat der Maler Franz Kugelmann aus Kleinaitingen ein Liedblatt gemalt, auf dem die ersten Zeilen des Liedes erkennbar ist, das der verstorbene Pfarrer Alois Meisburger 1980 vertont hat. |
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Ein Brückenschlag von Deisenhausen nach Seeg Von
Peter Bauer in der Ausburger Allgemeinen vom 13.7.2006 (Auszüge) |
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DER KREUZWEG VON JOHANN BAPTIST ENDERLE IN DER SEEGER KIRCHE
In der Seeger Kirche ist ein sehr eindrucksvollen Kreuzweg in fünf Dreiergruppen zu betrachten. Die Einzelheiten und die Kompositionen sind jedoch nicht in den Einzelheiten von unten zu erkennen. Deshalb hier die ersten drei Stationen in Ausschnitten, wobei die gegenübergestellten inversen Darstellungen bzw. die schwarzweiße Fassung die Dynamik der Personenzuordnungen besonders deutlich machen.
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KIRCHENFENSTER IN DER NACHFOLGE DER NAZARENER |
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Im Jahr 1942 wurden die bemalten Kirchenfenster aus dem 19. Jahrhundert ausgebaut [Unten rechts ist, wenn ich es auf dem Bild richtig erkennen kann, zu lesen: "München 1889). Sie gerieten in Vergessenheit und wurden im Jahre 1994 durch Zufall wieder aufgefunden. Der Malstil ist der Nachfolge der Nazarener zuzuordnen. Die Fenster, elf an der Zahl, können im Heimatmuseum Seeg (Hauptstrasse 66) betrachtet werden.
Auch die bemalten Kirchenfenster im barocken Rundbogenstil der Filialkirche St.Kastulus in Prittlbach (Gemeinde Herbertshausen) stammen von J. P. Bockhorni, München 1892. Noch
eine Reihe weiterer Kirchenfenster im bayerischen Raum sind von
Bockhorni signiert. |
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Anstelle
des Hauptaltarbildes wohl eine mit einem Lichterrahmen versehene
Marienstatue "Der
durch die wirtschaftlichen Verhältnisse der letzten 20 Jahre herbeigeführte
Aufschwung der Bauthätigkeit in Deutschland, die Wiederbelebung alter
Kunstbetriebe und die beständig zunehmende Freude an der farbigen
Ausstattung aller zum innern Ausbau der Monumental- und Privatbauten gehörigen
Elemente haben auch die G.[lasmalerei] zu einer neuen Entwickelung geführt.
Während sie bis um die Mitte der 70er Jahre nur von einigen wenigen,
zum Teil von Regierungen unterstützten Instituten gepflegt wurde und zu
ihrer Existenz meist auf spärliche Aufträge für Kirchenbauten
angewiesen war, sind in den letzten 15 Jahren in allen Mittelpunkten
deutscher Kunstthätigkeit Privatinstitute für G. entstanden, die jede
Technik der G. üben und auch den umfangreichsten monumentalen Aufgaben
gerecht zu werden vermögen. In München, von wo die Erneuerung der
G. in unserm Jahrhundert ihren Ausgang genommen hat, sind neben dem
alten F. X. Zettlerschen Institut, das nach der Aufhebung der königlichen
Glasmalereianstalt (1869) noch den Zusammenhang mit der frühern Zeit
aufrecht erhielt, die Mayersche Hofkunstanstalt, die unter andern
Glasfenster für die Kathedralen in Metz und Olmütz, den Stephansdom zu
Wien, die Elisabeth- und Nikolaikirche in Eisenach und die Stiftskirche
zu Kaiserslautern geliefert hat, das Atelier von J. P. ˆ[Joseph
Peter] Bockhorni, dessen Spezialität ebenfalls Kirchenfenster sind, und
die Anstalt von Karl de Bouché entstanden, der alle Techniken der G. für
kirchliche und Profanzwecke kultiviert. " |
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ALLEGORIE DER HOFFUNG - SPES MEA IN DEO PS. 61 DIE NEUE ENZYKLIKA VON PAPST BENEDIKT XVI : SPE SALVI |
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