EINE
SEITE VON THEODOR FREY

NICHT BEGRENZT WERDEN VOM GRÖßTEN
UND DENNOCH EINBESCHLOSSEN SEIN VOM GERINGSTEN,
DAS IST GÖTTLICH.
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DEN
UNBEGREIFLICHEN IN ALLEM
FINDEN Karl Rahner im Vorwort zu "Ignatius - Geistliche Übungen - Übertragung und Erklärung von Adolf Haas, Herder ,1966 |
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Karl Kardinal Lehmann am 24. 4. 2009 bei den 1. Rahner Lectures in der Hochschule für Philosophie in München im Gespräch mit Erzbischof Reinhard Marx. Karl Lehmann referierte über die Bedeutung Karl Rahners für die Zukunft. EINFLÜSSEQuelle der Rahner'schen Theologie ist die Spiritualität seines Ordensvaters Ignatius von Loyola, die sich nicht nur in den Ignatius-Interpretationen und seinen Auslegungen der ignatianischen Exerzitien zeigt. Aufnahme des philosophischen Ansatzes des belgischen Jesuiten Joseph Maréchal, der - beeinflusst durch Maurice Blondel u. a. – die kantsche Fragestellung aufzunehmen und im Rahmen einer thomistisch geprägten Philosophie zu lösen suchte. Rahners Thomas-Interpretation „Geist in Welt“, in seiner Freiburger Studienzeit im Umkreis Martin Heideggers verfasst, steht hierfür. Hans Urs von Balthasar schrieb dazu 1964 „diese Synthese entsprach zudem ganz dem jesuitischen Genius einer anti-statischen, barocken Dynamik. Mit ihr hat Rahner den weiten Herzensschwung der Kirchenväter nachvollziehen können, bei deren Theologie und Spiritualität er zunächst einsetzt“.
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Eintauchen
ins Unverfügbare Gib
uns die Erkenntnis, Karl Rahner SJ |
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"Undogmatische Merksätze über Gott" von ALBERT KELLER (1932 - 2010) in Grundfragen christlichen Glaubens Alte Lehren neu betrachtet 2010 - Das Wort "Gott“ ist eher ein Ruf als eine Bezeichnung -
Gott kann nicht geleugnet werden, nur der Begriff von Gott - Was man in Frage stellen kann, ist nicht Gott - Der Atheist: "Es gibt keinen Gott!“ - Gott:” Es gibt keine Atheisten!" - Gott hat recht. - Gott ist alles Gute auf einmal und grenzenlos. Wer etwas Gutes liebt, liebt darin auch Gott - Je mehr einer sich in Gott gründet, desto freier wird er. Und je freier er ist, desto mehr gründet er in Gott - Wenn Gott sich zeigte, hätten wir ihm gegenüber keine Freiheit, jedenfalls keine Wahl. Um unserer Freiheit willen muss Er sich verbergen 10.9. Anspruch dieser Antwort - Am Anfang war die Vernunft (der logos“: Joh 1,1) - Mit Gott kann man nicht zu Rande kommen, denn er hat keinen Rand. - Gott taugt nicht zur Welterklärung, auch wenn es ohne Ihn keinen Sinn gäbe. - Da Gott ständig alles in allen Einzelheiten schafft, ohne jedoch dessen innerweltliche Ursache zu sein, ist die Annahme, er greife ins Weltgeschehen ein, (von der Inkarnation abgesehen) grundlos - Das Wirken Gottes und das der Welt (des Menschen) wachsen zugleich; ebenso Gnade und Freiheit. - Es gibt nur eine Liebe: die zu Gott, der Welt, den Menschen und zu sich selbst. Wer eine ohne die andere will, geht fehl. Darin liegt die Sünde: in verkorkster, mangelnder Liebe. - Nichts ist individueller als der Bezug zu Gott. Dennoch ist er nicht privat, da der uns mit allem verbindet. - Alle Menschen sind eins in Christus und so erlöst; nur wer andere ablehnt, sperrt sich davon aus. - Das Böse hassen und den Bösen lieben; den Irrtum bekämpfen und den Irrenden annehmen, das heißt Nächstenliebe - und gilt auch für die Liebe zu sich selbst - Damit der Mensch hören kann, muss Gott in menschlicher Sprache zu ihm reden: Wort Gottes muss Menschenwort sein. Alles Menschenwort aber ist missverständlich. - Wer anspricht, stellt einen Anspruch. Wie können wir es also wagen,Gott anzusprechen?- ”Die Ros’ ist ohn’ Warum“ - darin gleicht sie Gott (Gott ist der grundlose Grund von allem. Er ist das Ende aller Begründung.Wer ”Warum”? fragt, fragt zuletzt nach Gott.) - Erst der Glaube an die Schöpfung lässt die Welt als Frage zu - Geschichtliche Persönlichkeit - vor Gott ist jeder eine; - Auch eine Putzfrau ist von Gottes Gnaden“ - wie alles ein Wunder ist. - Niemand kann meinen Schmerz fühlen - nur Gott: Er fühlt ihn in mir |
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Heiterer Philosoph, Jesuit und edler Provokateur von Ulf Poschardt in WELT Online 8.7.2010 ". . . Wer bei ihm die Freude hatte, Philosophie zu studieren, wird ihn nie vergessen: herzhaft lachend, sinnlich, scharfzüngig. . . . er war ein Freigeist der Extraklasse. Wie viele Jesuiten schätzte er den eigenen Weg zur Erkenntnis mehr als das Erwartbare, Modische oder Kirchennahe." In Thomas von Aquin und dessen Gängelung von Sünde und Unvernunft als Unfreiheit schätzte er den protoaufklärerischen Liberalen und Rationalisten, bei Ludwig Wittgenstein liebte er Biografie und Werk in seiner Zerrissenheit als Exempel für die Lernfähigkeit gerade der größten Geister. . . . Viele Mitstudenten waren angehende Priester an dieser Hochschule. Sie waren schockiert von der absoluten Subjektivität der Sprache; was - so fragte ein Kommilitone - wäre dann mit der Unfehlbarkeit der Worte des Papstes. Der, so antwortete Keller sichtlich amüsiert, müsse nur ein Semester Wittgenstein hier belegen, um zu wissen, dass keine sprachliche Äußerung eindeutig und damit unfehlbar sei. Die Studenten schwiegen. Keller war ein grandioser Prediger. Auch hier provozierte er die Gemeinde gerne - mit dem Erfolg einer bis zuletzt proppenvollen Jesuitenkirche St. Michael mitten in der Münchner Fußgängerzone. Dort legte er sich in der letzten dokumentierten Predigt im Mai mit den konservativen katholischen Kreisen an, die es für ausgemacht hielten, dass es in der Kirche keine Demokratie geben könne. Für Keller natürlich Unsinn. Deshalb findet er immer eine Bibelstelle (Joh. 14, 23-29), die deutlich macht, dass die Gemeinde entscheiden muss. Seinen 75. Geburtstag feierte der genussfreudige Katholik mit seinen Tegernseer Gebirgsschützen, und zwar ganz in Tracht, grinsend mit Zigarillo im Mund: ein Einzigartiger, vom Denken beseelt."
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| BÜSTE IN DER MICHAELSKIRCHE
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Gedenktafel
in der Kreuzkapelle |
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Gedenktafel unter der Kanzel in der Michaelskirche
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Gedenktafel in Altomünster |
