Seiten über Gott - Welt - Mensch von Theodor Frey


MACHT   MACHT   MACHT - LOS  ?!

 

Auferweckung - Zeichnung tam


PALMSONNTAG

GRÜNDONNERSTAG

KARFREITAG

KARSAMSTAG

OSTERN


 

ZUM EIGENEN KREUZWEG

 

theodor.a.m.frey@gmx.de 

 Anregungen, Hinweise und 
Reaktionen sind herzlich willkommen




Warum und wozu ist Gott Gott?

Die "eigentlichen Probleme des Christentums - wie auch anderer Religionen - liegen auf dem weiten Feld der Gottesfrage: dass es den Menschen unter den Bedingungen einer wissenschaftlichen zusehends entzauberten, entmythologisierten, aufgeklärten Welt immer schwieriger wird, auf althergebrachte Weise religiös zu sein, Gott zu bitten, zu bekennen, zu loben - oder in Riten und Sakramenten zu feiern. Viele Menschen haben die größte Schwierigkeit damit, dass sich das Rätsel der Welt nicht aus der Welt erklärt - und schon gar nicht aus dem Nichts. Noch größer aber ist für viele die Schwierigkeit, dass auch das Mysterium Gott, die Welt und deren Sinn in den Möglichkeiten unserer Anschauung und Logik nicht wirklich erklärt - und schon gar nicht sich selbst. Warum und wozu ist Gott Gott ?"

Johannes Röser in CiG 12/2013 S. 128 anlässlich der Wahl von Papst Franziskus






PALMSONNTAG



Fundamente




Zwei glänzende Türme
vereint durch unsere
hochfliegenden Hoffnungen
auf starke, unzerstörbare
Fundamente.

ER, der Mittler, 
getragen von einem
schwachen Esel,
schwankende Hoffnungen 
auf eine Einheit von
Schöpfer, Mittler, Geist,
auf das Rettende
im Dunkeln ?

Was schwankt in mir?
Wo taumle ich?
Meine Gewissheiten?
Mein Glaube?

Was läßt mich stürzen?



TAM

“Wenn wir hören, wie Jesus feierlich in Jerusalem einzieht und mit Wort und Handlung seinen Willen offenbart, 
so erwarten wir, Ihn während der nächsten Tage in heftigem Kampfe zu sehen. Aber was tut er eigentlich? Kämpft er? Sicher gibt Er nichts preis. Bis zuletzt hält Er seinen Anspruch aufrecht. Bis zuletzt sogar die Möglichkeit, daß Er gehört werden könne. Immer noch kann das Reich kommen; das Volk kann sich Ihm zuwenden. Er sieht aber auch, daß tatsächlich die Entscheidung gefallen ist, und sein Weg in den Tod führt. Er kämpft nicht, um das Volk auf seine Seite zu bringen, oder dessen Führer zu gewinnen; zieht sich aber auch nicht in eine bloße Bereitschaft zurück, die auf das Schicksal wartet.“ 

(Romano Guardini - Der Herr) 

 

 




GRÜNDONNERSTAG




 


Ort der Verlassenheit


Wir als Gefallene,
Besoffene, Verirrte,
gefangen in Einsamkeit.
Unsere Rede nur Phrase, 
nur Fragment?

Bombardiert von Schlagzeilen,
überschwemmt von Daten,
die wir nicht mehr entschlüsseln,
nur noch einsetzen in ein zerstörtes Bild?

Geblendet vom Glanz der Bilder,
verschlossen, gefangen, 
in der Festung unserer Zimmer.
Beschossen aus allen Kanälen.

Warum dann noch einen 
heiligen Krieg?

Mißbrauch der Symbole,
Verkehrung, Verspottung,
Schändung des Kreuzes!

Wie lassen sich da noch
Archen der Versöhnung 
bauen?

 

TAM


“Unsere Kinder sollen es von uns erfahren und als Vermächtnis in ihr Leben mit hinausnehmen, daß das Gebot “du sollst nicht töten”eine viel tiefere Bedeutung hat, als die Menschen, die uns erzogen, und wir selbst es für wahr gelten ließen. Die Millionen, die töten mußten, weil es so gekommen war, daß Befehl und Notwehr sie dazu gezwungen,  sollen das Furchtbare, was sie dabei durchmachen mußten, auf alle kommenden Geschlechter der Welt bringen, daß keines mehr sich in solches Schicksal begebe. Ehrfurcht vor Menschenleid und Menschenleben, vor dem Kleinsten und Unscheinbarsten sei das eherne Gesetz das hinfort die Welt regiere.“

(Albert Schweitzer, am 1. Dezember 1918) 

 

 




KARFREITAG





Grabgesang und Wiegenlied


Wann singen wir?

Wenn wir nicht mehr sehen, 
was noch helfen könnte.

Mein Gott, mein Gott, 
warum hast du mich verlassen.

Der Abgesang des Zweifels, 
dann Verstummen.

Wann öffnet sich wieder unser Mund?

Wenn wir wieder sehen können,
was uns zum Leben hilft.

Anstimmen des Wiegenlieds
der Hoffnung.


TAM




“Wenn ihr eine gerechte Gesellschaft zu entwickeln sucht, sagen einige, dann ist jedes Mittel recht, wenn es euch nur ans Ziel bringt - es können gewalttätige, es können unwahre Mittel sein. 

Aber wir werden niemals Frieden in der Welt haben, bevor die Menschen überall anerkennen, daß Mittel und Zweck nicht voneinander zu trennen sind; denn die Mittel verkörpern das Ideal im Werden, das Ziel im Entstehen. Man kann gute Ziele nicht mit bösen Mitteln erreichen. Wir müssen friedliche Ziele mit friedlichen Mitteln verfolgen.

Wir haben ein großes Haus geerbt, in dem wir zusammen leben müssen - Schwarze und Weiße, Morgenländer und Abendländer, Juden und Nichtjuden, Katholiken und Protestanten, Moslems und Hindus - eine Familie, die lernen muß, in Frieden miteinander auszukommen.“

(Martin Luther King - Schöpferischer Widerstand)

 

 

 

 

 

KARSAMSTAG






Wann öffnet sich wieder unser Mund?

Wenn wir wieder sehen können,
was uns zum Leben hilft.

Anstimmen des Wiegenlieds
der Hoffnung.


TAM

“Vor dem Widerstand nach außen kommt der Widerstand nach innen: gegen die eigene Unlauterkeit und Feigheit, gegen die Lüge in der Tiefe des Herzens. 

Selbstläuterung zuerst!

Für Lüge, Täuschung oder bloße Taktik ist kein Platz. Am gefährlichsten wäre die Selbsttäuschung, wenn man sich über die eigenen Motive und Antriebe etwas vormacht, sich einbildet, es ginge einem um die gemeinsame Sache, während man in Wirklichkeit die eigene Macht und Geltung sucht.

Herr über die feinen Leidenschaften zu werden, scheint mir weit schwerer als die physische Eroberung der Welt durch Waffengewalt. Ich muß mein Ich auf Null herabsetzen. 
Solange ein Mensch sich nicht freiwillig als letztes seiner Mitgeschöpfe ansieht, gibt es kein Heil für ihn“.


(Mahatma Gandhi)


 

 



 

OSTERN

 



Steck einen
Stern auf 
deinen 
Wanderstecken

Dein Kindsein
liegt dir noch
voraus

Greife 
nach deiner Rose 
über dem
Stacheldraht

Brich auf!
Entgegen kommt
dir dann das Ziel.




theodor frey

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theodor frey

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tam - "Wir Wortsucher" veröffentlicht in "Christ in der Gegenwart"





tam - Hinwärts



PALMSONNTAG


Jesu lebt durch uns Menschen, 
die sich frei für seinen Weg entscheiden.

Er nimmt uns mit durch die Einweihung in
das Geheimnis seines Vaters.

GRÜNDONNERSTAG


Er nimmt uns mit bis zur Grenze, 
da wir uns zerstreuen wollen,
er nimmt uns mit über die Grenze hinaus,
da wir zu Gefäßen seines Leibes werden.

KARFREITAG

Wir haben uns im Abgrund von Trauer 
und Finsternis verloren, ohne aus eigener
Kraft aus ihm herauszufinden.
Gott, Du erfährst in Jesus und mit uns diese
Welt von innen, in all ihren Dimensionen.

Nah sind wir, Herr
nah und greifbar.
Gegriffen schon, Herr,
ineinander verkrallt, als wär
der Leib eines jeden von uns
dein Leib, Herr.

 P.Celan 



KARSAMSTAG

Ich stieg hinab, soweit
das Sein seine Schatten
wirft und rief:
Vater, wo bist du?,
aber ich hörte nur den 
ewigen Sturm, den 
niemand regiert.
Und als ich aufblickte 
zur unermeßlichen
Welt, nach dem
göttlichen Auge,
starrte sie mich mit
einer leeren bodenlosen
Augenhöhle an; und die Ewigkeit lag auf dem Chaos und zernagte es...


Jean Paul












OSTERN



Der tote Menschensohn wird von Gott auferweckt. 
Er handelt, als derjenige, der er für diese Welt ist, als sein Schöpfer. 
Er vollendet sein schöpferisches Tun durch die Erweckung des Toten, der ihn Vater nannte.
Er sendet den Geist des Menschensohnes in
unser Herz hinein.
Damit wird das Geschehen für uns Menschen, für seine Geschöpfe bedeutsam.
Hier liegt die Hoffnung verborgen, daß auch
wir nicht verloren sind und in sein Licht hinein-
genommen werden.





 

 

 


In der Kapelle bei den Pallottinern in Hofstetten:

Walter Habdank: das Siebenschmerzenkreuz





 



OSTERWOCHE

Lamm in der St. Georgs Kirche - München-Bogenhausen


PAPST FRANZISKUS I.

Olivier Messiaen - Der Heilige Franz von Assisi


 

 


 

 

 

 

theodor frey

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