ORTS - 

ERKUNDUNGEN                            2

IM SÜDWESTEN
DEUTSCHLANDS

VON THEODOR ALBERTUS MAGNUS FREY


7
TAGE


21 STATIONEN

O Brüstchen weiß, wie Ei und Kreide,
O pralles Brüstchen, blank wie Seide,
O Brüstchen, das der Rose Pracht
Und alle Schönheit schamrot macht.
O Brüstchen fest: Nur Brüstchen? Nein,
Ein Kügelchen von Elfenbein,
Auf dessen Mitte sanft gespitzt
Ein Kirschlein, eine Beere sitzt,
Die niemand schmeckte, niemand sah,
Und trotzdem, wett ich, ist sie da. 

. . .

Aus de "Blasons anatomiqes du corps feminin", die - von Wilhelm Killmayer wundervoll, zart vertont - im Ulmer Konzert "EROS" zu hören waren.

 

I

1

SCHEPPACH - ALLERHEILIGENKIRCHE - PFARRKIRCHE 

2

GÜNZBURG - STADT UND FRAUENKIRCHE

3

ULM - STADT

4

ULM - KONZERT IM STADTHAUS / EROS

II

5

ULM - MÜNSTER

6

SCHWÄBISCH GMÜND - STADT

7

SCHWÄBISCH GMÜND - KIRCHEN

III

8

MARBACH - LITERATURMUSEUM

9

LUDWIGSBURG - SCHLOSS UND STADT

10

STUTTGART - STADT - LIEDERHALLE / ELIAS

IV

11

BRUCHSAL

12

HEIDELBERG

13

SPEYER - STADT

V

14

SPEYER- DOM

15

WORMS - DOM

16

WORMS - STADT /JÜDISCHER FRIEDHOF

VI

16

BAD - KREUZNACH - BRETZENHEIM

VII

18

MAINZ - STADT

19

MAINZ - STEPHANSKIRCHE

20

MAINZ - KIRCHEN MIT ENDERLE FRESKEN

21

FRANKFURT - STADT

 

II/5    ULM - MÜNSTER




II/6   SCHWÄBISCH GMÜND - STADT

  Fassade der spätromanischen Johanneskirche, die zwischen 1220 und 1250 erbaut wurde.

 

II/7   SCHWÄBISCH GMÜND - HEILIG -KREUZ- MÜNSTER

  Heilig-Kreuz- Münster, die älteste süddeutsche Hallenkirche aus der Zeit der Gotik, erbaut zwischen 1315 und 1521. Die Familie Parler, allen voran Heinrich und Peter Parler, waren maßgeblich am Bau des Heilig-Kreuz- Münster. Johann Michael Maucher baute 1688 die Orgelempore und den Orgelprospekt. Damit besitzt das Münster ein Meisterwerk barocker Kunst, das sich harmonisch in den gotischen Bau einfügt.

  Heinrich Parler der Ältere war wohl schon um 1350 Werkmeister am Heiligkreuzmünster in Schwäbisch Gmünd. Wahrscheinlich stammen von ihm der 1352 begonnene Hallenumgangschor, der eines der Fanale deutscher spätgotischer Architektur darstellt und die Umwandlung der basilikalen Ursprungskonzeption in eine Halle. Dieser blockhaft vereinfachte Hallenchor gilt als Gründungsbau der Parler-Architektur. Vermutete, aber nicht gesicherte Werke sind der Chor der Frauenkirche in Nürnberg, der Chor des Augsburger Doms und der Entwurf für das Ulmer Münster.

 Peter Parler (* 1330 oder 1333 in  Gmünd (bis 1934 hieß die Stadt amtlich Gmünd), † 1399 in Prag) war einer der größten Dombaumeister des Mittelalters.  Er ist der herausragende Repräsentant der Parler. Der bedeutende Bildhauer und Architekt begründete mit seiner Prager Dombauhütte die berühmte »Parlerschule«, die bis weit ins 15. Jh. hinein die spätgotische Architektur beeinflusste.  Seine Wanderjahre führten ihn wohl nach Köln.  Im Alter von 23 (1353 oder 1356) wird er zur Vollendung des von Baumeister Mathias von Arras begonnenen Veitsdoms nach Prag geholt. 

Peter Parlers Nachname leitet sich von der Berufsbezeichnung ab. Ein „parlerius“ oder „parlerus“, später Parlier, bezeichnete einen Meister des Bauhandwerks, den „Sprecher“ der Bauhütte (vgl. parlieren, Parlament), was sich bis heute in dem Wort Polier erhalten hat.


  Die mittleren Figuren des Stammbaum-Christi- oder Sippenaltars von 1520 mit einer figurenreichen Darstellung der Wurzel Jesse


Der Mond in sechs Feldern mit sieben Sternen

 

 SCHWÄBISCH GMÜND - AUGUSTINUSKIRCHE

  Das Deckenfresko schildert  Szenen aus dem Leben des hl. Augustinus und stammen von Johann Anwander aus Lauingen a. d. Donau und seinem Gehilfen Franz Ferdinand Dent. Die Stukkaturen sind aus der Wessobrunner Schule.

 

III/8   MARBACH - LITERATURMUSEUM


Erinnerung an die Akropolis ?








Zunächst eine sehr anregenden und informativen Führung durch das Museum, bei der vor allem die konzeptionelle Seite dargestellt wurde. Hier Enzensberger "Poesieautomaten"

Danach betrachteten wir auch die aktuelle Ausstellung »Das geheime Deutschland. Eine Ausgrabung« .

Im Ankündigungstext wird dazu ausgeführt: 

"Helden aus Holz und Götter aus Gips: Stefan George hat die Welt nicht nur einige schmale Gedichtbände zu verdanken, sondern auch ein Arsenal von weit über zweihundert Porträtskulpturen. Geschaffen, große Einzelne zu verewigen, unterdrücken sie nur mühsam das Gesetz der Serialität. Ein petrifizierter Dichterstaat auf fragwürdigem Kunstniveau, so sieht eine der sonderbarsten Erbschaften aus, die aus dem Kreis um George auf die Nachwelt gekommen ist. Ein Meer von steinernen Köpfen, das eher an die Terrakotta-Armee des chinesischen Kaisers als an eine elitäre Gemeinschaft von Lyrikern und Humanisten des 20. Jahrhunderts denken lässt: Darin fand der George-Kreis einen Ausdruck, der ihm – neben Lyrik, Philosophie und Historie – gültig und verbindlich schien.

Weil diese Botschaft an die Nachgeborenen noch befremdlicher wirkte als die sonstigen Geheimzeichen des Kreises, weil sie geradezu aggressiv gegen die Denk- und Sehgewohnheiten der Moderne verstieß, deshalb musste sie bis heute ein Dasein im Schatten fristen. Erstmalig unternimmt diese Ausstellung den Versuch, das Phänomen der wundersamen Vermehrung der Köpfe im George-Kreis sichtbar und begreifbar zu machen. Was sahen die Schönen und Hochbegabten um jenen Mann, den sie »den Meister« nannten, in diesen feierlich-strengen Werken? Was verbanden sie mit einer Kunst zwischen Archaik und Surrealismus? Nirgends wirkt das Phänomen des George-Kreises erratischer als in seiner plastischen Hinterlassenschaft.

Die Ausstellung schlägt den historischen Bogen vom späten Kaiserreich bis weit über Georges Tod im Jahr 1933. Die Monumente und Dokumente, die sie zeigt – viele davon zum ersten Mal – erhellen den Weg einer bedeutenden Gruppe von Künstlern und Intellektuellen vom ästhetischen ins politische Abseits. Dennoch urteilt diese Ausstellung nicht, sie plädiert nicht einmal. Sie versucht, dem Erstaunen einen Namen zu geben, das noch immer den befällt, der dieses rätselhafte Beinhaus der ästhetischen Moderne betritt."



 




  SCHILLER

FRIEDRICH SCHILLER

Schillers Geburtshaus
Schillers Geburtshaus in Marbach

III/9   LUDWIGSBURG - SCHLOSS UND STADT

 

III/10   STUTTGART  STADT - LIEDERHALLE / ELIAS

FELIX MENDELSSOHN-BARTHOLDY


  
    Elias op. 70    


Simona Saturová, Sopran
Lioba Braun, Alt
Woo-Kyung Kim, Tenor
Thomas Quasthoff, Bass
Gächinger Kantorei und 
Bach-Collegium Stuttgart
Helmuth Rilling, Leitung


Dazu schreibt die Eßlinger Zeitung:

"Selten treffen sich Inspiration und Ausführung auf einem solch hohen Niveau wie bei Rillings „Elias“-Interpretation."

"Der berechtigte Jubel im Beethovensaal kannte keine Grenzen, doch ebenso Anteil am Erfolg hatte die Gächinger Kantorei, der Rilling eine hoch differenzierte Ausdruckszeichnung abverlangte, die er auf dynamischer Gespanntheit und Tempovariabilität gründete."

"Zu der atemraubenden Darstellung der Elias-Figur [Thomas Quasthoff] und der Chöre fügten sich die übrigen, nicht minder eindrucksvollen Vokalisten Simona Saturova, Lioba Braun und Wook-yung
Kim.


Wook-yung Kim, der mich besonders ansprach, singt am 26./29.07.2008
bei den Münchner Opernfestspiele in
Salome von  Richard Strauss

IV/11   BRUCHSAL


Das Bruchsaler Barockschloss mit einem Treppenhaus, das von Balthasar Neumann entworfen wurde (Grundsteinlegung 1722).

Altarauszug der Peterskirche,
auch ein Werk von Balthasar Neumann.

 

 

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