Oberschwaben -Westallgäu                    

Eine Seite von Theodor Frey

Ausschnitt eines Bildes von Werner Specht

Stiefenhofen

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Gasthof Rössle        


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Impressum

GENHOFEN

 
 




























 










































































































































































































 

 

 

 

 

STIEFENHOFEN

 

 







Das Kirchenschiff mit seinen Jugendstilelementen  wurde von Prof. Michael Kurz (1876-1957) in den Jahren 1911/12 gestaltet. Werke von Kurz finden sich auch in der Pfarrkirche Herz Jesu in Augsburg-Pfersee und in der  Abtei Schweiklberg.



















Der spätgotische Chor um 1500, dessen Ausstattungen im dreißigjährigen Krieg verlorenging.


 

 






























































































 

 

 

 

 









Die Glasfenster wurden von August(in) Pacher entworfen und in der Hofglasmalerwerk- stätte J.P. Bockhorni 1911 hergestellt. Werke von Pacher finden sich auch in:








 

 

 

GASTHOF RÖSSLE

 

 

















"Wenn nämlich die Frömmigkeit derjenige Habitus der menschlichen Seele ist, durch den sie alle ihre Spannungen löst, alle ihre Zwiespältigkeiten aufhebt, ihre ganze fatale kosmische Isolation beseitigt, warum sollte dann, so hat man mehr als einmal in der Geschichte des menschlichen Denkens betont, Naturfrömmigkeit nicht genau dasselbe zu leisten imstande sein, was die von den Religionen und Kirchen jeweilig geforderte und vom Menschengeist so oft skeptisch angefochtene Gottesfrömmigkeit leisten zu können vorgibt? Sollte nicht beides am Ende eine und dieselbe Sache sein, weil ja doch im Grunde . . . das Naturgesetz und mit ihm alle natürliche Einheit vollkommen identisch ist mit dem sogenannten göttlichen Willen, und die wunderbare Harmonie des Alls identisch mit dem, was die Religionen und die Mythologien aller Völker und aller Zeiten als die Heiligkeit oder die weltüberlegene Weihe und Stille der religiösen Region betrachtet haben? So hat schon in der Antike die in so mancherlei Hinsicht bewundernswerte Philosophie der Stoa ihre Ethik, in deren Mittelpunkt sie das Ideal des Weisen stellte, auf der naturalistischen Basis einer rein innerweltlichen Seinsvernunft aufgebaut, indem sie die große versöhnende Harmonie der Natur als das Vorbild betrachtete, dem wir Menschen nachzueifern hätten, wenn wir uns von der ewigen Unrast unseres zweigeteilten Willens erlösen wollten. Ohne Zweifel enthält nun auch die Lehre der Stoa von der vorbildlichen Einheit und Harmonie der Natur einen tiefen Wahrheitsgehalt. Die stoische Natur- und Weltfrömmigkeit bedeutet wirklich ein schönes ethisches Ideal, dem wir nach streben sollten, um unser disharmonisches Wesen so zu befrieden, wie die Natur stets befriedet gewesen ist und immer befriedet bleiben wird.
Denn befriedet ist die Natur vom tiefsten Grund ihres Wesens her, wenn man sie genauer auf ihre letzte Einheit hin betrachtet, so sehr auch diejenigen recht haben, die auf die Kehrseite dieser impersonalen Harmonie hinweisen und in grellen Farben den Kampf ausmalen, der auch in der Natur sich austobt im ewigen Wechsel von Werden und Vergehen, im endlosen Widerspiel von Kraft gegen Kraft, von Form gegen Form, Gestalt gegen Gestalt, Lebensdrang gegen Lebensdrang. Befriedet, tiefbefriedet ist trotzalledem die Natur in sich selbst, mitten im blutigsten Existenzkampf ihrer Kräfte und Gestalten. Denn befriedet ist immer ein Wesen, das auf dem Wege seines Wirkens von innen nach außen bis ins Letzte sich selbst treu bleibt und nicht lügt. Das aber ist nun gerade der große Vorzug der Natur gegenüber dem Menschen, daß sie niemals lügt. Ihre strenge Objektivität, ihre bis tief in den Grund ihres Seins hinabreichende Wesenstreue, das eben ist ja doch dasjenige charakteristische Moment, mit dem sie uns nicht bloß immer wieder zu bezaubern vermag, sondern uns auch immer wieder gründlich beschämt, uns, die Treulosen, die zwischen Wahrheit und Lüge stets hin und her Schwankenden, die beinahe ihrer ganzen Essenz nach doppelzüngigen Wesen. Die Objektivität der Natur, das ist der so überaus bestechende kindliche Zug ihrer Einheit, und es ist doch nun einmal so, daß wir alles Kindliche lieben müssen, weil es so schlicht, so einfach, so ehrlich und unverdorben, kurz, weil es so natürlich gesund ist, wie wir zu sagen. pflegen. Dieses Kindliche aber tritt uns gerade in der Natur als ihre ewig unnachahmliche Simplizität entgegen."

 

Peter Wust in seinem Werk: "Die Dialektik des Geistes" - 1928 S. 110 ff.



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