| MUSICA VIVA |
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SCHTSCHEDRIN SHCHEDRIN |
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KARL AMADEUS HARTMANN (1905 – 1963) |
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16. 1. 2005 in
der Philharmonie unter Ingo Metzmacher neben dem Konzert für
Klavier und Orchester Nr. 1 von Bela Bartok und dem Konzert für
Klavier und Bläser von Igor Strawinsky die 2. und 6. Symphonie
von Karl Amadeus Hartmann. Unter
dem Titel "Dem Ohr voraus" |
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Henze:
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Hartmann mit
Nono und Maderna |
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BACHMANN MIT HENZE |
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Zum 70. Geburtstag
von Hildburg Heider im NDR |
Rodiòn Schtschedrin verbrachte Kindheit und Jugend unter Stalin und machte Karriere
im Sowjetstaat als Pianist, Organist und Komponist, bis er Anfang der 90er Jahre
nach München übersiedelte. Von 1973 bis zur Ausreise in den Westen war er
Vorsitzender des russsichen Komponistenverbands, einer alternativen Organisation
zum regimekonformen sowjetischen Verband, in der Nachfolge von Dmitri Schostakowitsch. |
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"Beethovens
Heiligenstädter Testament"
Symphonisches Fragment für
Orchester Uraufführung am 18./19.12.2008 in
der Philharmonie am Gasteig München " . . . ach wie wär es möglich daß ich dann die / Schwäche eines Sinnes angeben sollte; der bej mir in / einem vollkommenern Grade als bej andern sein sollte, / einen Sinn denn ich einst in der größten Vollkommenheit / besaß, in einer Vollkommenheit, wie ihn wenige von / meinem Fache gewiß haben noch gehabt haben – o ich / kann es nicht, drum verzeiht,] wenn ihr mich da zurück- / weichen sehen werdet, wo ich mich gerne unter euch mischte / doppelt wehe thut mir mein unglück, indem ich dabej verkannt / werden muß, für mich darf Erholung in Menschlicher Gesell- / schaft, feinere Unterredungen, wechselseitige Ergießun- / gen nicht statt haben, ganz allein fast nur so viel / als es die höchste Notwendigkeit fodert, darf ich mich in gesell- / schaft, einlassen, wie ein Verbannter muß ich leben, . . ."
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"Die modernen Komponisten müssen heute für den ersten Teil des Konzertes komponieren, solange das Publikum noch einigermaßen geduldig zuhört. Eine Aufführung nach der Pause kann manchmal folgenschwer sein. In diesem Fall erklingt zuerst die Symphonie von Karol Szymanowski. Danach kommt mein neues Werk, und nach der Pause wird die 'Eroica' von Beethoven gespielt. Und gerade diese Nachbarschaft hat mir die Richtung für meine Komposition gezeigt – hin zu einem Kontrast und zur Vorbereitung des Werkes nach der Pause. Es ist natürlich nicht einfach, einen solchen Titan wie Beethoven als musikalischen Nachbarn zu haben." (Rodion Schtschedrin) |
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2003/2004 DER
SOHN DES ZIMMERMANNS
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Talk
am 29. 3. 2011 im Gasteig zum "Raum zwischen den Tönen" -
von links
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In der Stille zwischen den Tönen, in der Leere zwischen den Formen, in den Träumen zwischen dem Wachen, kann die Grenze erfahrbar werden. Gelänge es das Dazwischen zuzulassen, sich in das Dazwischen fallen zu lassen, die Grenzen zur Einheit öffneten sich und uns könnte geschenkt werden, was längst verloren geglaubt. Erkennbar ist für uns, daß alles mit Allem verbunden ist, daß im Geflecht des Seins bereits geringste Veränderungen, die Richtung im Ganzen beeinflussen, daß die Wirklichkeit offen ist für unendliche Möglichkeiten. Und daß dies für uns erfahrbar ist, gibt bereits Werte für unser Sein, auch wenn uns Maß und Ziel des Ganzen noch verschlossen bleiben. Die Gestalt der Einheit ist im Werden.
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PETER MICHAEL HAMEL (*1947 IN MÜNCHEM)
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URAUFFÜHRUNG AM 19.1.2009 IM KLEINEN KONZERTSAAL IM GASTEIG ES
SPIELTE ROGER WOODWARD
DAZU SAGTE HAMEL: "Im
Januar 1992 wurde meine Frau Monika und ich von der Nachricht
überrascht, daß unser drittes Kind unterwegs sei, errechnetes
Geburtsdatum '92. In diesen neun Monaten habe ich die Schwangerschaft
und das werdende Leben in einer Art Tagebuch von Klavierstücken
begleitet. |
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| UNSUK
CHIN
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EUROPÄISCHE
ERSTAUFFÜHRUNG AM 2.3.2009 DIRIGENT: KENT NAGANO Hier eine gute Beschreibung des Werks . . . „In dieser durchkomponierten 20minütigen Partitur versucht Chin die Empfindung von Licht zu transportieren (‘rocana’ bedeutet im Sanskrit ‘Raum aus Licht’). Der Ansatz mag schlicht erscheinen, aber das Stück ist ein Kracher. Es beginnt mit einer knorrigen, klappernden Explosion – so etwas wie ein ‘Urknällchen’. Es schließt sich ein Muster aus Hintergrundklängen an, immerfort köchelnd und auf unheimliche Weise ruhig und alles durchdringend. Doch im Verlauf des ganzen Werkes ereignen sich Energie-Schocks: emporschnellende Linien, bedrohliche zwölftonartige Themen durchbohren das stille Summen im Hintergrund, Ausbrüche von klagendem Blech und metallischen Streichern kommen einem entgegen wie musikalische Flammenwerfer. Man könnte das Stück eine Antwort auf Ives’ Unanswered Question nennen.“ (Anthony Tommasini, New York Times, 10.03.2008) |
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TAN DUN *1957 in Si Mao, Provinz Hunan, China In
seinen Kompositionen verknüpft er klassische und moderne
Musikelemente und verbindet asiatische mit europäischen
Musikrichtungen.
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MARCO POLO |
"THE GATE: Orchestral Theatre IV" |
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„Es gibt heute einen schrecklichen Mangel an Liebe. Die Rettung dieser drei Frauen schien mir eine wichtige symbolische Aufgabe.“ Die drei Frauen befinden sich an dem Tor zu Paradies oder Verdammnis. In einer Art imaginärem Gerichtssaal wird entschieden, welche Zukunft ihnen nach ihrem Freitod aus Liebe bevorsteht. Die Herausforderung bestand darin, die musikalischen Traditionen dieser so verschiedenen Kulturkreise zu einer einheitlichen Handschrift zu verbinden, ohne den Charakter der jeweiligen stilistischen Ebenen zu nivellieren. „In meinen Augen ist alle Musik – ob fernöstlich oder westlich –eins.“ So
benutzt er kompositorisch für alle drei
Geschichten zwar das gleiche thematische Ausgangsmaterial,
entwickelt es aber je nach Charakter der Figur
individuell. |
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| GI(Y)A
KAN(T)CHELI
(*1935
in Tiflis) DIXI URAUFFÜHRUNG |
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JANIS XENAKIS 1922–2001 |
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Anastenaria basiert auf einer festgelegten Folge von acht Tönen. Die Folge dieser Werte stellt eine Fibonacci-Reihe dar, bei der jedes Glied gleich der Summe der vorangegangenen Glieder ist [1,2,3,5,8,13,....144]. Ferner tendiert diese Reihe zu einer geometrischen Progression, deren Wurzel gleich ø (siehe Bild oben) ist, wobei ø die Goldene Zahl oder der Goldene Schnitt darstellt, der in der Architektur seit der Antike angewandt wird. Die Pyramiden, der Parthenon, die Hagia Sophia, die Palazzi der italienischen Renaissance wurden nach dem dem goldenen Schnitt entworfen. Ähnlich wie in Messiaens Mode de valeurs et d'intensités sind die acht (und nicht zwölf) Tonhöhen in bezug auf ihre Dauern in verschiedenen Lagen fixiert, nicht jedoch zugleich ihre Lautstärken und Anschlagformen.
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