DAS OFFENE GEHEIMNIS IM MENSCHSEIN

theodor  frey

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Symbole

Menschsein

 

 

 

 

 

1

Eins

Die Einheit seines Ursprungs

Der bedingte Mensch in seiner Grundfrage

Nicht-Nichts

2

Zwei

Die Dualitäten im Werden und Vergehen

Gegensätze

Werden

Vergehen

3

Drei

Die Dreieinheit seiner Gestalt im ICH

Das gewordene Geschöpf Mensch

Denken

Tun

Empfinden

4

Vier

Die Suchbewegung zur Einheit

Mitte und Maß

Suchen

5

Fünf

Der Zweifel am Finden

Zweifeln

6

Sechs

Das Glück des Findens

Finden

7

Sieben

Das Hoffen auf Bleibendes

Hoffen

8

Acht

Die Freiheiten der Gestaltwerdung zwischen Lieben und Hassen

Hassen

Lieben

9

Neun

Die Aufgabe der richtigen Wahl

Sollen

10

Zehn

Die Verwandlung des Gewählten in Bleibendes

relative Unsterblichkeit im individuellen Gedächtnis

Verwandeln

11

Elf

Das Auslöschen des Gestaltzerstörenden -
Das Entwerden des Gestaltgebenden

Auslöschen

Entwerden


12

Zwölf

Die Zusammenführung zum Sein in Allem

Alles Sein




Der bedingte Mensch in seiner Grundfage

"Im Anfang liegt, was auch mich bedingt,
liegt bereits was mich fragen läßt,
warum ist Etwas und nicht vielmehr Nichts.
Diese Frage stellt Alles in Frage, auch Zeit und Raum.
Sie führt mich an die Grenze des Sagbaren."
Theodor Frey - Vom offenen Geheimnis - Prolog 





Gegensätze

Ein - Aus

Einatmen - Ausatmen (Atem)

Ja - Nein

Schlag - Schlagpause (Herz)

Ladung - Entladung (Gehirn)

innere Erfahrungen - äußere Erfahrungen

Dynamik - Statik

Bewegung - Gestalt

Beziehung - Struktur



Die Gegensatzreihen nach Romano Guardini

 

Akt - Bau

Fülle - Form

Einzelheit - Ganzheit

Produktion - Disposition

Ursprünglichkeit - Regel

Immanenz - Transzendenz

Ähnlichkeit - Besonderung

Zusammenhang - Gliederung

Romano Guardini - Der Gegensatz - Versuche einer Philosophie des lebendig Konkreten - S. 113

 





Das gewordene Geschöpf Mensch

"Wieviel Teilung und Entfaltung, bis der Mensch war, 
der sich seines Ichs bewußt wurde.
Das Licht des Ursprungs fand seinen Widerschein im Element des Ichs, 
im Ich der Dreiheit, von Empfinden, Tun und Denken.
Eine neue Gestalt, eine neue Ordnung, 
in der die Elemente der Einheit und Dualität nicht ausgelöscht
sondern gebunden wurden und sich stets neu binden.

Das Ich ist geworden, ohne selbst Einfluß auf die 
Gesetze des Werdens zu erlangen.
Es ist im Dasein, ohne gefragt worden zu sein,
es ist ein Ergebnis der Prozesse des Daseins, 
des passiven Geschehens des Seins.

Doch dem Ich sind Möglichkeiten der Entfaltung zugewachsen.
Es kann etwas über die Gesetze des Werdens, etwas über sich selbst,
etwas über seine Beziehungen und Bewegungen 
in der Gestaltwerdung aussagen.

Ich, weniger als ein Lächeln lang in der Zeit, 
im Dasein ein winziger Samen auf der Erde,
ein ungleich noch viel Kleineres im denkbaren Raum, 
ein Nichts vor dem Geheimnis 
vor und nach dem Sein.

Und doch ist alles was ist, doch nur in, mit und durch mein Ich, 
Sein für mich.

Das Zahlensymbol des Dreiecks fügt dem geteilten Kreis ein Drittes hinzu,
verläßt die Harmonie des Kreises, verliert die 
einfache Gegensätzlichkeit des geteilten Einen
und findet sich in der Verbundenheit und Getrenntheit
von Tun, Empfinden und Denken wieder.

Drei Seiten, wie im Dreieck miteinander verbunden, und keine darf fehlen,
keine darf dominieren, soll das Ich nicht verloren gehen.

Das farblose, alles in sich bergende Licht, 
es wird im Dreieck in Farben zerlegt,
in das Blau des Empfindens, dem Dunkel nah,
in das Rot des Tuns, dem Dasein eingefleischt,
in das Gelb des Denkens, ein Widerschein des Lichts.

In jeder Farbe schwingen die anderen mit, aus ihrem 
Zueinander, ihren Mischungen, ihrem Gegeneinander, 
wird das Bild des Ichs gestaltet, 
die Gestalt, die ich im Sehen bin.
Ein Zusammenspiel, in dem sich mit dem Licht auch der Schatten zeigt,
ein Zusammenklang, der mir aber auch die 
Gestalt der Einheit vor der Dualität
erfahrbar macht.

Rot, die Farbe des Tun und Lassen, des Augenblicks,
sie verlangt Entscheidungen an der Schwelle von den 
Erinnerungen des Nicht - mehr
zu den Verheißungen des Noch - nicht.
Rot tritt heraus aus dem Blau, das dem tiefen Raum der 
gewordenen Empfindungen verhaftet ist.
Rot nimmt das Gelb auf, das aus den weiten Räumen 
des werdenden Denkens entgegenkommt.

Auch Töne sind durch ein dreifaches, Höhe, Stärke und Dauer.
Aus ihnen wird im Erklingen und Verklingen, 
im zu- und miteinander eine Gestalt,
die sich von Augenblick zu Augenblick neu entfaltet,
eine Gestalt des Seins, die ich im Hören bin.

Im Ich ist Empfangen und Geben. Es ist Empfinden, 
das uns entgegenkommt, und Empfinden, 
das wir, aus unserem Wollen geboren, weiter geben.
Es ist Tun als unsere Gabe im Handeln und Tun, das uns geschieht.
Es ist Denken als unser Nach- und Vordenken in die 
Gestalten unseres Seins hinein.

In der Freiheit und Bedingtheit des Empfangens, 
in der Möglichkeit und Notwendigkeit 
des Gebens, ist das Ich eingebunden.

Aber wo findet sich der Plan für die Zuordnung der Seiten des Ichs,
wo ist der Schlüssel für den Zusammenklang der Zeichen,
was ist es, der die Musik des Ichs immer neu zu öffnen vermag?

Wie kann das Empfinden den Einklang mit dem Denken,
wie das Denken seinen Ausdruck im Tun finden ?
Und wie kann aufgeschlossen werden, wie das Denken geprägt wird
von meiner erfahrenen aktiven und passiven Leiblichkeit ?

Fragen, die aus dem Gewordenen uns als Gewordene, 
Gestalten suchen lassen,  die eingebunden bleiben in das Ganze.

Es ist Suchen und Finden in den Dimensionen 
des geschaffenen Raumes. 

Theodor Frey - Vom offenen Geheimnis - I. Symphonie 3. Satz 




Mitte und Maß




relative Unsterblichkeit im individuellen Gedächtnis

"Es ist die Eigenart des Menschen, mit seinem Gedächtnis größere Zeiträume zusammenschauen zu können. Damit ist er das Wesen, das in seinen freien Entscheidungen etwas aus sich machen muss, etwas, das sich lohnt, für alle Ewigkeit gespeichert zu werden. Er ist also ein Wesen, das nicht allein in der physikalischen Zeit lebt, in der jeder Moment vergehen muss, damit ein neuer Moment erscheinen kann. In der physikalischen Zeit ist nur eine Art von Gedächtnis möglich: Indem zum Beispiel das Licht im Weltall, um von einem Stern zu uns zu kommen, Milliarden von Jahren braucht, sehen wir in ihm das, was sich vor Milliarden von Jahren ereignet hat. Wir sehen also im Sternenlicht eine Entwicklung von Milliarden von Jahren, aber eben doch ohne eine eigentliche Speicherung, die dem Gedächtnis des Menschen eigen ist. Im Gedächtnis des Menschen ist in jedem Augenblick gleichsam die ganze frühere Geschichte dieses Menschen enthalten. Es geht nichts vom Leben verloren. Jede entscheidende Handlung geschieht vielmehr mit allem, was der Mensch bisher aus sich mit oder gegen die Gnade Gottes gemacht hat. Seine Vergangenheit lässt er nicht hinter sich, sondern nimmt sie mit durch die Gegenwart hindurch in die Zukunft.  . . . der eigentliche Kern des Lebens ist die DNS-Doppelhelix, in der alles gespeichert ist, was zur Bildung des Lebewesens erforderlich ist. Das Leben beruht also von vorneherein darauf, dass das in einem Lebewesen Erreichte durch die biologische Weitergabe eine Art relative Unsterblichkeit in der so gespeicherten Information bekommt. Dies gipfelt dann beim Menschen durch sein geistiges Dasein in Verstand und Freiheit in seiner individuellen Unsterblichkeit. "

Prof. emer. Otto Schärpf SJ - Physiker in Grenoble und München in: Jesuiten 2011/1 - S. 10 f. 


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Unsere Sache ist es, den Funken des Lichts festzuhalten, 
der aus dem Leben überall da hervorbricht, 
wo die Ewigkeit die Zeit berührt.

Friedrich Schiller

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