HILLA BOOS, GEB. LOCHBIHLER

1929



2009

 

Nur eine Rose als Stütze

Ich richte mir ein Zimmer ein in der Luft
unter den Akrobaten und Vögeln:
mein Bett auf dem Trapez des Gefühls
wie ein Nest im Wind
auf der äußersten Spitze des Zweigs.

Ich kaufe mir eine Decke aus der zartesten Wolle
der sanftgescheitelten Schafe die
im Mondlicht
wie schimmernde Wolken
über die feste Erde ziehen.

Ich schließe die Augen und hülle mich ein
in das Vlies der verläßlichen Tiere.
Ich will den Sand unter den kleinen Hufen spüren
und das Klicken des Riegels hören,
der die Stalltür am Abend schließt.

Aber ich liege in Vogelfedern, hoch ins Leere gewiegt.
Mir schwindelt. Ich schlafe nicht ein.
Meine Hand
greift nach einem Halt und findet
nur eine Rose als Stütze."

Hilde Domin (1909-2006)

 

 

 

DIE BEIDEN SCHWESTERN IN IHREN SELBSTGESCHNEIDERTEN FESTTAGSGEWÄNDERN

AUF DEM BALKON IHRES ELTERNHAUSES

 

HILLA (OBEN RECHTS) MIT MEINER MUTTER (OBEN LINKS)

MEINE OMA ANNA (UNTEN RECHTS) MIT IHREM ZWEITEN MANN GEORG VETTER (UNTEN LINKS)

IM GARTEN MEINES ELTERNHAUSES

 

ANTON - LENI - HILLA - ROSA

 

 

HILLA, DIE ZWEITE VON LINKS  - CA. 3-4 JAHRE

RECHTS NEBEN IHR, IHRE SCHWESTER LENI

LINKS JÖRG RESI, RECHTS RINDERLES RESI UND VEFI

S

JULI 1929 - HILLA - 10 JAHRE  ALT (GANZ RECHTS) VOR DEM ELTERNHAUS

ANTON LOCHBIHLER (54 JAHRE) -  ROSA LOCHBIHLER (44 JAHRE) MIT IHREM JÜNGSTEN SERAPHIN

DANEBEN MEINE MUTTER LENI (17 JAHRE) 

Tante Hilla erzählte mir, dass das Vorhäuschen zum Winter hin, wegen des Westwindes und Schnees aufgestellt wurde.
Im Frühling wurde es dann wieder abgebaut.

 

DIE LOCHBIHLERS - KRESZENTIA - SCHWESTER VON ANTON, KRESZENTIA ? - HILLA - ANTON - SERAPHIN - ROSA - LENI

IM SCHAUFENSTER DIE MODELLHÜTE MEINER MUTTER LENI

 

HILLA, LENI UND SOLDATEN

 

ALS ROTKREUZ - SCHWESTER (1942-1945) - WOHL VOR DEM PFRONTENER KRANKENHAUS
Hilla hat in Pfronten gewohnt im Jungmädellager Pension-Eckart.

Bei Kriegsende (1945) wurde sie mit ihren Kolleginnen und Ärzten auf einem Lastwagen 
in ein Lager (Pferdestall) nach Ulm gebracht. Der Weg führte über die "Dohle", dem Übergang über die
Wertach bei Haslach. Damals hatte sie noch keine Ahnung, dass sie ihr Schicksal später
nach Haslach, dem Ort in unmittelbarer Nähe, verschlagen würde. Sie erinnerte sich noch daran, 
dass sie von einem Soldaten eine weiße Decke bekam. An Flucht dachte sie nicht, 
denn man musste ja zusammenhalten.
Von Ulm wurde sie mit einem Lastwagen weiter transportiert. 
Keiner wusste wohin der Weg führen würde. Hilla erkannte dann aber die Gegend, in der
sie als Hausmädchen ihre
frühe Jugend (1932/1933) im Hauhalt der Familie Eichele in München-
Obermenzing, Waldhornstraße 11, verbrachte und von dort oft Ausflüge in die Umgebung 
mit den Kinder der Eicheles (Wilma *1913, Annemarie "Annemirl" *1911 und Walter) unternahm.
So war ihr auch Dachau nicht unbekannt, wohin sie transportiert wurden um die Schrecknisse
dieses Ortes kennen zu lernen.

 

VON LINKS: HILLA - ROSA - WENDELIN - KRESZENTIA - ANTON - LENI - ANNA - MAGNUS

 

HILLA MIT GEORG BOOS

 

 

 

MIT ROSA, INGE, ANNELIESE UND ROSMARIE

Mit Thomas Frey

 

"DIE HEITERE"

Ihre Namenspatronin: Hilaria von Augsburg - Gedenktag 12. August
† im August 304 (?) in Augsburg

Hilaria war nach der Legende die königliche Mutter der  Afra. Sie wurde, als ihre Dienerinnen den Leichnam der Afra gefunden und in einen Sarg gelegt hatten, mit diesem und ihrem Bruder, dem Bischof Dionysius, in ihrem Haus eingeschlossen. Die vom Richter ausgesandten Soldaten zündeten es an, und alle erlitten das Martyrium des Feuertodes.

Hilaria soll eine Kapelle gebaut haben, die ab 565 als Wallfahrtsstätte bezeugt ist und an deren Stelle heute das 1012 gegründete Benediktinerstift St. Ulrich und Afra steht.

 

 



DEINE LIEBE 
GIBT MIR 
DIE KRAFT 
ZUM LEBEN

DEINE WAHRHEIT 
GIBT MIR
DEN MUT 
ZUM VERZEIHEN

DEINE SCHÖNHEIT 
GIBT MIT
DIE FREUDE 
DER HOFFNUNG

 

 

DAS GRAB IN SEEG/ALLGÄU