ELEMENTE

/


Gelb   Rot   Blau


RAUM



Franz Marc
Wassily Kandinsky
Vincent van Gogh



 

 

 

 

 

 

 

Eigene Werke (TAM)

 

BEWEGUNGEN

 

 

BEZIEHUNGEN

 

 

GESTALTEN

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  
Absturz der Farben (TAM)

 Fr
 

Franz Marc - Kämpfende Formen

 
 

 
 Träumerische Improvisation - Wassily Kandinsky

































Bei seinen Arbeiten ging Kandinsky von drei Grundfarben und deren Mischungen aus: Gelb, Blau und Rot, außerdem Grün, Orange und Violett. Diese ordnete er zu den Gegensatzpaaren Gelb und Blau, Rot und Grün, Orange und Violett und stellte ihnen Weiß und Schwarz zur Seite. Farben besaßen für ihn energetische Qualitäten, assoziative Inhalte, ferner seelisch-emotionale und abstrakte Bedeutungen und fanden in bestimmten Linien und Formen, aber auch in den Klangwerten von Musikinstrumenten ihre Entsprechungen. Nach Kandinsky entwickeln Farben ihre energetischen Eigenschaften im Dialog mit ihrer Gegenfarbe. So finden sich Wärme und Kälte, Bewegung zum und fort vom Betrachter im Gegensatzpaar Gelb und Blau als Träger von Unruhe und Ruhe einerseits, den Verdichtungen des Körperlich-Irdischen und des Geistig-Himmlischen andererseits. Rot übernimmt die Vermittlung von Energie, Streben, Entschlossenheit, Freude und Triumph. Grün beharrt in einer absoluten Bewegungslosigkeit. Orange strahlt Gesundheit und Selbstvertrauen in die eigenen Kräfte aus, violett Krankheit, Erlöschung und Trauer. Weiß symbolisiert Anfang und Geburt, Schwarz den Tod. Diese vielschichtigen Bedeutungen entfalten Farben in Kandinskys Kunsttheorie erst in Verbindung mit Linien und Formen, die ebenfalls mit bestimmten Vorstellungen verknüpft sind. Dabei können sie in ihrem Gehalt verstärkt oder gehemmt werden wie in der Kombination von Gelb und Dreieck und von Blau und Kreis oder in der von Rot und Kreis: „ Ein hell grellroter Kreis wirkt nicht mehr als Ruhe. Da stößt die Farbe die psychische Wirkung der Form um.“ (Zimmermann, Reinhard : Die Kunsttheorie von Wassily Kandinsky, 2 Bd., Berlin 2002)

1910 schrieb er seine Abhandlung „über das Geistige in der Kunst“. In ihr reflektiert er synästhetisch-abstrakte Form- und Farbvorstellungen. In der Wahl gegenstandsfreier Figurationen und Farben sah er die Möglichkeit, ‚Seelenvibrationen’, ‚innere Impulse’ oder ‚innere Klänge’ auf eine Malfläche zu projizieren mit dem Ziel, ähnlich wie in der Musik beim Betrachter ebenfalls ‚innere Erlebnisse’ oder ‚innere Klänge’ auszulösen. Dieser sollte in einem Bild die Transformation einer Stimmung und nicht die pure Nachahmung der Wirklichkeit entdecken. Für Kandinsky ‚klang’ die Welt durch Farbe, Form und Linie. Seine Zweifel an der materialistischen Ausrichtung der Gesellschaft und deren vermeintliche Rationalität bestärktem ihn in dem Wusch, ‚die ganze Welt, so wie sie ist, ohne gegenständliche Interpretation hören zu können.“

Aus Katalog des Germanischen Nationalmuseums: Aquarelle von Dürer bis Macke – In den hellsten Farben 2003/2004

Ausschnitt aus dem Werk  "Der gute Samariter" (nach Delacroix) von 1980

 

zurück