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Geboren am
7.10.1919 in Aislingen/Dillingen an der Donau
zu
einer Zeichnung seiner Eltern . . .
1928
Übersiedlung der Familie in den Passionsspielort Waal
bei
Buchloe;
Erste Rolle
"als Judbue", palmenschwingend unds Nagelkistle"
tragend".

Mit 10
Jahren in der Volksschule Waal
1932 Erste
große Rolle als den 12-jährigen Jesusknaben bei den
Muttergottespielen
1934 - 1939
Lehre beim Kirchenmaler
Hartmann in Buchloe
Eine
der ersten Schnitzarbeiten mit dem Taschenmesser aus dieser Zeit.
Im Gewand des zentralen Engels ist
auf das Kreuz bereits vorausverwiesen.
Gleichzeitig zeigt sich hier seine Wurzel im süddeutschen Rokoko.
Gloria
in excelsis Deo,
et in terra pax hominibus bonae voluntatis
-
„Ehre
sei Gott in den Höhen und
Friede auf Erden unter den Menschen,
an denen Gott
Wohlgefallen hat.“
Die
Gloriasequenz zeigt bereits hier seine Lebenseinstellung an.
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Die
Waaler Passions- und Heiligenspiele zählen zu den ältesten Spielen in
Bayerisch-Schwaben und stammen aus der Zeit der furchtbaren Pestjahre um
1626.
Das älteste Dokument ist ein handgeschriebener Text aus dem Jahre
1791. Spieldauer war in etwa 7 1/2 Stunden.
Weitere
bekannte Bürger dieser Gegend:
Peter
Dörfler - Schriftsteller

Sein
Grabmal auf dem Friedhof der Winthirkirche München - Neuhausen
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Benedicta
Riepp - Ordensgründerin
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Hubert
von Herkomer - Portraitmaler
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Danach Meisterschule
für Wandmalerei und Studium an der Akademie der
Bildenden Kunst
in München bei den Professoren Gruber (?) und Hermann
Kaspar
1941 (nach
Sommersemester) Einberufung zur Wehrmacht;
Meldet sich
freiwillig zum Sanitätsdienst;
"So war
(nicht nur) gesichert, dass ich auf keinen Menschen schießen
musste"
Stationiert nahe
Berlin; Gasthörer an der Hochschule für Bildende Künste bei
Professor Wilhelm
Tank
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Seine
Lehrer |
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Chorfenster
in St. Markus München
von Hermann Kaspar
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Hermann
Kaspar (1904 - 1986)
- Mosaikfries
für den Kongreßsaal des Deutschen Museums in München. 1937
richtete er den Festumzug „Tag der Deutschen Kunst“ aus.
Im Jahre 1938 erhält er von Albert Speer den Auftrag zur Gestaltung
der Mosaiken, Fussböden, Friese und Intarsien der Neuen
Reichskanzlei. Im gleichen Jahr erhält er eine Professur an der Münchner
Kunstakademie. Im Jahre 1945 wird er zunächst von der Akademie
entlassen, da er mit zur Kulturprominenz des Dritten Reiches gezählt
wird, später jedoch wieder eingestellt.
Zu seinen späteren Werken zählen u.a. die Ausgestaltung des
Rathauses der Stadt Aschaffenburg und die Decken der
Wallfahrtskirche in Beratzhauen. Zahlreiche bekannte Künstler (Lunau,
Kissel, Kreil, Sedlmayr, Barth, Schleinkofer, Greiner, Kobel u.a.)
studierten bei ihm.
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Anatomie-Zeichnungen
von Wilhelm Tank
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Wilhelm
Tank (1888 - 1967)
Tank veröffentlichte
1932 "Anatomie des Menschen" und 1938 "Anatomie der
Tiere". Mit seinen plastischen Arbeiten war er auf zahlreichen
großen Ausstellungen vertreten.
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Künstler
die Otto Kobel schätzte:
Vor
allem Rembrandt,
aber auch Gauguin,
Franz Marc und Matisse.
(Quelle:
Fanny Kobel)
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Zwei Beispiel seiner
Auseinandersetzung mit der Moderne |
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Ende März 1945
verwundet in Ostpreußen; Sechs Monate in amerikanischer
Kriegsgefangenschaft
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Die
Erlebnisse und Empfindungen der Kriegszeit und
Gefangenschaft findet ihren Ausdruck in einer Vielzahl von
Portraits und Szenen. Die Bilder zeigen vorwiegend eine dunkle
Farbgebung.

Auf
der Flucht (1944) - Aquarell auf Karton
Die
Thematik wurde von Kobel nochmals aufgenommen in der Gestaltung
der Heimkehrerkapelle
auf Seeleuten.
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Das
Thema der Flucht fand aber auch seinen Niederschlag in solch innigen
Krippenszenen aus den sechziger Jahren. Jahre, in denen er selbst
nach Auseinandersetzungen über die künstlerische Weiterentwicklung der
Waaler Passionsspiele eine neue Heimat suchte und in Luimoos bei Seeg
dann fand.
 Die
Bandbreite seiner Gestaltungsmöglichkeiten zeigt dieses Bild der Ruhe
auf der Flucht.

Aufbau einer
Existenz als Maler, Kirchenmaler, Bildhauer und Restaurator
in Waal an der Singold
1948 Beitritt zum
neu gegründeten Theaterverein in Waal;
1949 erstmals
Christusdarsteller (des weiteren 1956 - hier
zum Foto als Christusdarsteller - ,
1961, 1976 und 1977);
Verantwortlich
für Probenarbeit, Kostüme, Bühnenbild und -ausstattung,
Plakat,
Textbuch
1953
Trauung mit Franziska Magdalena ("Fanny") geb.
Mayerhofer in
Kaufbeuren,
Kinder: Beate Maria, Ottmar, Gottfried
1961
Eröffnung des neuen Festspielhause (Architekt Max Meinel, Augsburg)
1963
Marienspiel
Zerwürfnis
wegen unterschiedlicher Auffassungen, in welcher Weise die
der Festspiele
weitergeführt werden sollte
1965 Umzug
auf einen alten Bauernhof im Weiler Luimoos,
zwischen Rückholz
und
Seeg
, den er zu einem Ort der Kunst,
Geborgenheit und Arbeit gestaltete.
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Luimoos
ist für mich eigentlich wie ein Traum. "Der Traum geht
zurück in die Gefangenschaft. Da träumte ich in der Nähe der
Berge, in der Nähe von Wasser zu leben. Das hat sich mit
Luimoos erfüllt". |
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Bewirtschaftung
des Bauernhofs im Einklang mit der Natur;
Verstand sich als
"Diener der Schöpfung"; Pflanzte mit seiner Familie eine
Vielzahl
Bäume;
1979
/1997 Franziskusspiel in Waal (Autor Paul Schmidkonz)
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Im Vorgriff auf dieses Spiel, entstand
bereits 1942 dieses Bild
der Vogelpredigt des Heiligen Franziskus - Öl auf Pappe
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1982
Crescentiaspiel von Pius Irl in Kaufbeuren
1984 /1985
Paulusspiel in Waal (Autor Paul Schmidkonz)
"ICH PAULUS
GEFANGENER GOTTES"
Bedeutung des Apostels Paulus
für den Autor Paul Schmidkonz . . . (in
Bearbeitung)
für Eugen Biser . .
. (in Bearbeitung)
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SKIZZE:
"SAULUS, SAULUS, WARUM VERFOLGST DU MICH" |
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SEINE
ZEICHNUNGEN ZUM SPIEL "ICH PAULUS GEFANGENER GOTTES"198
1987 Magnusspiel
von Arthur Maximilian Miller in Füssen
1993 Ulrichspiel
in Waal (Autor Matthias Pöschl und Otto Kobel)
1996 von Papst
Johannes Paul II. mit der Würde eines Ritters vom Orden des
Heiligen Papstes
Sylvester ausgezeichnet
2001 Aufführung
der Neufassung
der "Waaler Passion von 1791"
von Artur Maximilian
Miller (1974)
(Musik von seinem
Bruder Robert Maximilian Miller)
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"Trauerspiehl
beteutet die übergroße Liebe Gottes gegen das menschliche
Geschlecht, vorgestellt durch das Leben, Leyden und Sterben Jesu
Christi. Von einer löblichen Bürgerschaft in Waal. Anno
Commedie 1791."
Die Bühne zeigt drei Ebenen: Die oberste des Paradieses, die
mittlere der Erdenwelt, die untere der Welt Luzifers.
Entsprechend gibt es auch drei sprachliche Ebenen. Christus
spricht Evangelientext in Prosa,. Der Hohe Rat und sonstige
Rollen sprechen in Versen. Das Volk in Mundart.
Dreiteilig ist auch das Spiel:
1. Teil spielt vom Sündenfall. Eröffnet wird das Spiel
von 3 Engeln mit einem Hymnus auf Gott, dem Schöpfer aller
Welt.

Bühnenbildentwurf
Acryl auf Holzfaserplatte 2000
Adam
und Eva unter dem Baum der Erkenntnis hören die Stimme Gottes:
"Von diesem Baum sollt ihr nicht essen. Denn zu der Stunde,
da ihr davon esset, werdet ihr sterben des Todes."
Die Verführbarkeit des Menschen durch den Teufel und die 7
Laster!
Es folgt durch Gottes Barmherzigkeit die Verheißung des Erlösers.
2. Teil die Passion.
3. Teil Die Urständ Christi.
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2002, am 4. Dezember, verstorben |
Der Erzähler, Dramatiker und
Lyriker Arthur Maximilian Miller wurde
1901 als Sohn eines schwäbischen Kaufmanns in Mindelheim geboren. Er
besuchte die Lehrerbildungsanstalten in Lauingen und war ab 1924
Volksschullehrer in Immenstadt/Allgäu. Weil er sich in seiner pädagogischen
und schriftstellerischen Arbeit vom Nationalsozialismus bedroht fühlte,
ließ er sich 1938 nach Kornau versetzen, wo er auch nach seiner
krankheitsbedingten vorzeitigen Pensionierung (1959) als freier
Schriftsteller lebte. Der schwäbische Mundartdichter, der 1992 in
Ottobeuren starb, steht zusammen mit seinem Freund
Peter Dörfler in der Tradition der christlichen
Volksdichtung. Viele seiner Werke behandeln Grundfragen des
Christentums. Zu Millers Hauptwerken zählt der auf mehrjährigem
Quellenstudium beruhende kunsthistorische Roman "Der Herr mit den
drei Ringen", in dem es um Ruppert Nefs, den Baumeister des
Barockklosters Ottobeuren geht. |