DAS JAHR
IN DER SEEGER PFARRKIRCHE
ST. ULRICH


EINE SEITE VON THEODOR FREY

 



Ausschnitte aus dem Fresko von J. B. Enderle
"Judit rettet Israel"

6. SONNTAG IM JAHRESKREIS (A)


Du sollst nicht töten 
(Mt 5, 20-22a  27-28  33-34a  37)


In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: 20Darum sage ich euch: und Pharisäer, werdet ihr nicht in das Himmelreich kommen. 21Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt worden ist: Du sollst nicht töten; wer aber jemand tötet, soll dem Gericht verfallen sein. 22aIch aber sage euch: Jeder, der seinem Bruder auch nur zürnt, soll dem Gericht verfallen sein. 27Ihr habt gehört, dass gesagt worden ist: Du sollst nicht die Ehe brechen. 28Ich aber sage euch: Wer eine Frau auch nur lüstern ansieht, hat in seinem Herzen schon Ehebruch mit ihr begangen. 33Ihr habt gehört. dass zu den Alten gesagt worden ist: Du sollst keinen Meineid schwören, und: Du sollst halten, was du dem Herrn geschworen hast. 34aIch aber sage euch: Schwört überhaupt nicht. 37Euer Ja sein ein Ja, euer Nein ein Nein; alles andere stammt vom Bösen.

 

DAS 5. GEBOT

Hier steht das Gebot für die Tötung eines Mitmenschen durch den Einzelnen. Das hebräische "rasach" (= töten) meinte ursprünglich nur ungesetzliches, willkürliches Töten. Das Gebot schloss also das Töten im Krieg oder die durch die Gemeinschaft angeordnete Tötung, wie die Todesstrafe, aus. Später erweiterte sich die Bedeutung auf alles, was sich gegen menschliches Leben richtet. Dazu gehört aktuell auch die Diskussion um das vorgeburtliche Leben bzw. und den Umgang in der Forschung mit Embryonen.

 

 

 

WEITUNGEN


Ausschnitt aus einer Predigt 
von Jörg Sieger, Pfarrer in Bruchsal



Sein "Ja" ist "Ja", sein "Nein" ein "Nein",
so wie es eigentlich soll sein,
nach dem, was Jesus uns erklärt,
und seinen Jüngern hat gelehrt.

Bei Menschen ist das nie so klar:
Ist’s Lug, ist’s falsch oder ist’s wahr?
Hat man mir da nur schmeicheln wollen?
Klang das nicht etwas zu geschwollen?
Regierte da Diplomatie?
Vieles erfahre ich ja nie.

Und wenn mir jemand etwas sagt,
dann ist’s oft gut, wenn man sich fragt,
ob er da nicht hat übertrieben,
bei all dem, wie er sich beschrieben.
Denn oft regiert ja das Bestreben
sich selber nur den Schein zu geben,
als wär‘ ich besser als ich bin.

Mein Tun hat oft ja nur den Sinn,
vieles ganz einfach zu verbergen,
damit die anderen nicht merken,
wo ich ganz große Fehler hab.

 

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EIGENE ZEICHNUNGEN ZUR THEMATIK

Ausschnitte aus der Zeichnung: Et in terra bellum (TAM) 


 

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