DAS JAHR
IN DER SEEGER PFARRKIRCHE
ST. ULRICH


EINE SEITE VON THEODOR FREY


Kanzel der Kirche

mit den vier Kirchenvätern und dem hl. Ulrich

 

 

 



Das Fresko über der Westempore (Begegnung zwischen Abigajil und David) zeigt eine Dienerin, mit den Gaben (wohl Brot und Wein) auf dem Kopf tragend.  Brot und Salz sind auch heute noch symbolische Gaben, die eine Hausgemeinschaft festigen sollen

5. SONNTAG IM JAHRESKREIS (A)

Euer Licht soll vor den Menschen leuchten
(Mt 5, 13 -16)

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: 13Ihr seid das Salz der Erde. Wenn das Salz seinen Geschmack verliert, womit kann man es wieder salzig machen? Es taugt zu nichts mehr; es wird weggeworfen und von den Leuten zertreten. 14 Ihr seid das Licht der Welt. Eine Stadt, die auf dem Berg liegt, kann nicht verborgen bleiben. 15 Man zündet auch nicht ein Licht an und stülpt ein Gefäß darüber, sondern man stellt es auf den Leuchter; dann leuchtet es allen im Haus.16 So soll euer Licht vor den Menschen leuchten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.


Aus der Wand tritt der Kanzelkorb in einer Sechseckform hervor. An ihm sind die vier abendländischen Kirchenväter (Augustinus, Hieronymus, Gregor der Große und Ambrosius) und der hl. Ulrich als die Verkünder des Glaubens angebracht. Die gedachte Vervollständigung zu einem Zwölfeck müsste in die Wand hinein erfolgen. Das nach außen gekehrte Sagbare und das nach innen gekehrte Unsagbare bilden erst die volle, die wahre Gestalt.


AUCH SEEG KANN DIE STADT SEIN, DIE AUF DEM BERGE LIEGT UND LEUCHTET !  (Aufnahme am 3.2.2008 um 8 Uhr)

 

 

WEITUNGEN

Wohnt aller Humanität der Religion eine totalitäre Versuchung inne?

Dazu hat der Soziologe Ulrich Beck in einem ZEITARTIKEL Thesen entwickelt, auf die in CHRIST IN DER GEGENWART eingegangen wird. Die Soziologin Tina Stein meint: "Es sei eine Legende, dass Religion kriegerisch und autoritär sein müsse. Zwar kann man Kreuzzüge, Inquisition und manche gewalttätige Mission nicht entschuldigen. Doch . . . gerade Judentum und Christentum sind davon überzeugt, dass der Glaube an Gott auf dessen Gnade und damit auf einer freien Herzensentscheidung des Einzelnen beruht.  ... Allerdings hat es eine 'unfassbar lange Zeit' gebraucht, bis sich diese Erkenntnis durchsetzte, 'dass um der inneren Freiheit willen ein Zustand äußerer Freiheit notwendig ist, der von einer irdischen Macht garantiert werden muss. Mit der äußeren Freiheit ist das Recht gemeint, einen Glauben zu haben, abzulegen oder zu wechseln.' "

 

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EIGENE ZEICHNUNGEN ZUR THEMATIK

Ausschnitte aus den Zeichnungen: "Das Licht aus der Mitte" (TAM) 




 

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