Taufszene
am linken Seitenaltar von
Johann Baptist Enderle (Ausschnitt)
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2.
SONNTAG IM JAHRESKREIS (A)
Ich
sah, dass der Geist vom Himmel herabkam wie eine Taube (Joh
1, 29-34)
29
Am Tag darauf sah er Jesus auf
sich zukommen und sagte: Seht, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt
hinwegnimmt. 30
Er ist es, von dem ich gesagt habe: Nach mir kommt ein Mann, der mir
voraus ist, weil er vor mir war. 31
Auch ich kannte ihn nicht; aber ich bin gekommen und taufe mit Wasser,
um Israel mit ihm bekanntzumachen.
32
Und Johannes bezeugte: Ich sah, dass der Geist vom Himmel herabkam wie
eine Taube und auf ihm blieb. 33
Auch ich kannte ihn nicht; aber er, der mich gesandt hat, mit Wasser zu
taufen, er hat mir gesagt: Auf wen du den Geist herabkommen siehst und
auf wem er bleibt, der ist es, der mit dem Heiligen Geist tauft. 34
Das habe ich gesehen und ich bezeuge: Er ist der Sohn Gottes.
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Über
einen Gnadenstrahl, der von Gott Vater als dem Herrscher des
Universums (Zepter) ausgeht und über den Heiligen Geist die
Hand des Johannes erreicht, wird das Taufwasser über Jesu Haupt ausgegossen. Jesus, vom weißen Tuch umwunden,
das die Reinheit symbolisiert, kreuzt seine Arme und weist damit
bereits auf sein Schicksal, seine Bestimmung hin. Er steht
mit einem Fuß im Wasser, mit dem anderen auf dem Land. Hier
sehe ich einen Bezug auf die Szene in der Apokalypse. In Kapitel
10 steht:
"Ein
Engel kam vom Himmel herab, mit einer Wolke bekleidet und dem
Regenbogen auf dem Haupt und ein Antlitz wie die Sonne und Füße
wie Feuersäulen. Und er hatte ein Buch in seiner Hand, das war
aufgetan. Und er setzte seinen rechten Fuß auf das Meer
und den linken auf die Erde."
Johannes
ist mit rotem Tuch dargestellt, das einen Hinweis auf sein aktives
auch von Zorn geprägtes Denken symbolisiert. Er hält den Stab des Wanderpredigers
in der Hand. Es zeigt in der Kreuzform seine Rolle als
Vorläufer des Gekreuzigten. |
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