DAS JAHR
IN DER SEEGER PFARRKIRCHE
ST. ULRICH




EINE SEITE VON THEODOR FREY



Die Seeger Kirche ist bildmächtig, hoffnungsgestimmt und heiter. Und doch finden sich Momente, in der einfache Formen uns zu einer meditativen Einkehr einladen. Hier oben ein Detail aus dem Hauptaltaraufbau und unten Details aus dem Himmel des Chorfreskos, der Seitenwand und den Bankreihen.


1. FASTENSONNTAG IM JAHRESKREIS (A)

Jesus fastete vierzig Tage und wurde 
in Versuchung geführt
 
(Mt 4, 1-11)

In jener Zeit 1wurde Jesus vom Geist in die Wüste geführt; dort sollte er vom Teufel in Versuchung geführt werden. 2Als er vierzig Tage und vierzig Nächte gefastet hatte, bekam er Hunger. 3Da trat der Versucher an ihn heran und sagte: Wenn du Gottes Sohn bist, so befiehl, dass aus diesen Steinen Brot wird. 4Er aber antwortete: In der Schrift heißt es: Der Mensch lebt nicht nur von Brot, sondern von jedem Wort, das aus Gottes Mund kommt. 5Darauf nahm ihn der Teufel mit sich in die Heilige Stadt, stellte ihn oben auf den Tempel 6und sagte zu ihm: Wenn du Gottes Sohn bist, so stürz dich hinab; denn es heißt in der Schrift: Seinen Engeln befiehlt er, dich auf ihren Händen zu tragen, damit dein Fuß nicht an einen Stein stößt. 7Jesus antwortete ihm: In der Schrift heißt es auch: Du sollst den Herrn, deinen Gott, nicht auf die Probe stellen. 8Wieder nahm ihn der Teufel mit sich und führte ihn auf einen sehr hohen Berg; er zeigte ihm alle Reiche der Welt mit ihrer Pracht 9und sagte zu ihm: Das alles will ich dir geben, wenn du dich vor mir niederwirfst und mich anbetest. 10Da sagte Jesus zu ihm: Weg mit dir, Satan! Denn in der Schrift steht: Vor dem Herrn, deinem Gott, sollst du dich niederwerfen und ihm allein dienen. 11Darauf ließ der Teufel von ihm ab, und es kamen Engel und dienten ihm.

Amseln Grün schreibt über die Art mit Verwirrungen, dem diabolos, der alles durcheinander wirft, umzugehen ist.  Die  Versuchung die Steine zu Brot werden zu lassen, ist ein Hinweis, dass wir alles konsumieren wollen. Wir wollen selbst das Heilige konsumieren. Alles muss erklärt werden, alles in das Licht der Öffentlichkeit gezogen werden. Aber es gibt "Heiliges", das dem Zugriff entzogen ist und heilige Bilder und Worte, die uns wahrhaft nähren.

 

 

 

WEITUNGEN

 . . . er zeigte ihm alle Reiche der Welt mit ihrer Pracht und sagte zu ihm: Das alles will ich dir geben, wenn du dich vor mir niederwirfst und mich anbetest. Da sagte Jesus zu ihm: Weg mit dir, Satan! Denn in der Schrift steht: Vor dem Herrn, deinem Gott, sollst du dich niederwerfen und ihm allein dienen. 

 

ÜBERBLICK             I             NÄCHSTER SONNTAG             I               VORHERGEHENDER SONNTAG

 

EIGENE ZEICHNUNGEN ZUR THEMATIK

Zwei Ausschnitte aus der Zeichnung: 
"Du solltst deinen Gott nicht auf die Probe stellen"  (TAM) 

 



 

ÜBERBLICK             I              NÄCHSTER SONNTAG             I               VORHERGEHENDER SONNTAG