| VOM
OFFENEN GEHEIMNIS |
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4 Symphonien in 12 Sätzen |
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Prolog
I 1. Symphonie I 2.
Symphonie I 3. Symphonie
I 4. Symphonie I Epilog |
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Im Anfang liegt, was auch mich bedingt, liegt bereits was mich fragen läßt, warum ist Etwas und nicht vielmehr Nichts. Diese Frage stellt Alles in Frage, auch Zeit und Raum. Sie führt mich an die Grenze des Sagbaren. Darüber hinaus ist mein Sagen nichts, auch wenn ich Alles in Worte fassen möchte. An der Grenze trifft das Schweigen, das mir alles in Fülle zu sagen vermag, auf mein Hören, das schweigend sich der Leere öffnet. Geschenkt wird mir das Hören der Frage nach dem Etwas; meine erste Antwort ist die stumme Entgegennahme dieses Geschenks. Das Unsagbare vom Sagbaren geschieden wird im Anfang. Was war vor dem Anfang ? Warum überhaupt ein Anfang ? Fragen, die vermessen die Grenze zu überschreiten versuchen, doch daß wir sie stellen können, zeigt die Größe unserer Art, die Großartigkeit des Menschen. Aber muß nicht viel Größeres in dem liegen, das uns diese Fragen stellen läßt ? Seit dem Anfang wird Zeit und Raum im Sein gehalten, entfalten sich die Elemente, in den Beziehungen zueinander, werden aus den Bewegungen jeden Augenblick neu die Gestalten. War im Anfang alles in sich vollkommen, so war noch nicht das Werden des Anderen, war noch nicht die Freiheit im Geschaffenen, war noch nicht die Gestaltwerdung durch das Geschaffene. Das Werden bringt zur Entfaltung, was im Ruhenden immer war, bringt das Grenzenlose auch zu uns, entgrenzt auch uns. Erst im Werden können die gestaltgewordenen Möglichkeiten des Seins, in die sich entfaltende Einheit aufgenommen werden. Entfaltet sich mit dem Werden in Zeit und Raum auch das, was unsere Begrenztheiten ins Grenzenlose überschreitet ? Entfaltet sich mit der Vielfalt des Seins auch das ganz Andere ? Das Werden der Gestalt ist für uns so viel weiter als weit und zugleich so viel näher als nah. Es ist die Zeit, wir versuchen sie zu fassen in den Zahlen. Es ist der Raum, wir versuchen ihn zu umgreifen im Maß der Symbole. Die Verbundenheit von Zeit und Raum findet sich gespiegelt in den Zahlensymbolen. Mit ihnen lassen sich die Elemente des Seins bezeichnen. Ihre Beziehungen zueinander geben die Möglichkeit das Sein zu ordnen. Ihre Zuordnungen in der Zeit zeigen die Bewegungen im Werden zu den Gestalten. Mit den vier Grundkategorien, den Elementen, Beziehungen, Bewegungen und Gestalten, lassen sich in der Zusammenschau Wege weisen vom Nicht - Mehr zum Noch - Nicht, von der Gestalt, die Freiheit bereits gebunden hat, zur Gestalt, in der mögliche Freiheit noch gebunden wird. In allem was ist, ist Zahl und Maß. Die Zahlen finden gibt Ordnung. Im Maß geben ist bereits Erkennen. Mit den Zahlensymbolen versuche ich die Struktur des Seins nachzubilden, versuche ich das Sein zu öffnen. Sie sind mir Orientierungszeichen, damit ich mich nicht verliere im Einzelnen. Mit ihnen sollen die Gestalten, die vom Anfang her kommen und sich auf das Ende hin entwickeln, gehalten werden, Gestalten, die im Anfang das Ende schon umfassen und im Ende den Anfang nicht verlieren. In vier Symphonien wage ich das Experiment. Sie werden komponiert aus den 3 Grundelementen: Einheit, Dualität, Ich. Diese werden 4-fach zueinander in Beziehung gesetzt, um sich damit 12-fach zu entfalten. Die 12-fache Entfaltung wird gespiegelt in 12 Seinsbereichen, um damit in 144 Themen aufzuscheinen. Das Ganze des Sagbaren wird gehalten im Unsagbaren, symbolisiert durch die Nichtzahl O, die als Prolog vor den Anfang, und der Nichtzahl Unendlich, die als Epilog nach dem Ende gesetzt wird. Die Gestalten die sich uns zeigen, werden damit eingebunden in die gestaltlose Gestalt vor und nach dem Sein. Das Ganze ist als ein Gerüst, als Netzwerk, zu begreifen, das auch den Sonnenzyklus mit seinem 12- fachen Rhythmus der 12 Monate, die 2 x 12 Stunden des Tages und der Nacht, wie auch die Symbolzahl für das Unendliche, 144 (12 x 12), aufgreift. Die Gestalten sind durchdrungen vom Rhythmus, der die 3 mit der 4 verbindet. Aus diesen Zahlen ergibt sich multipliziert wiederum die Zahl 12, addiert die Zahl 7. Mit der 7 wird auch der Wochenrhythmus mit 7 Tagen, der Mondzyklus mit 4 x 7 Tagen (28 =1+2+3+4+5+6+7) und der Lebensrhythmus, mit dem jeweiligen Vielfachen von 7, in die Gestalten aufgenommen. 84 (3 x 28) kann dann als Symbolzahl für ein langes Erdenleben dienen. |
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Von der Einheit zum Ich Die Einheit Die Eins In der Einheit spiegelt sich das Bedingungslose im Erfahrbaren wider. Doch die Einheit ist stets gefährdet, nicht zu fassen, und war schon verloren, als sie im Anfang ins Sein geworfen worden war. Im ersten Augenblick, wurde aus der Einfalt, die weder ist noch nicht ist, das Nicht - Nichts, das Ewige wird, wird im Etwas. Von da an sucht das Verlorene das Vollkommene wiederzufinden, das sich lückenlos Ergänzende, das alle Grenzen Sprengende, das sich bedingungslos Erfüllende. Es wird das Sein gesucht, das den Raum und die Zeit nicht zu beachten braucht. Die Symbole der Einheit sind der Kreis oder die Kugel. Wir wissen nicht den Anfang und das Ende des Kreises, doch wo wir den Weg auch beginnen, er führt uns immer zum Anfang zurück. Anfang und Ende sind verbunden im Kreis. Unendlich viele Kreisschalen können in der gleichen Mitte ihren Halt finden. Und ist die Kugel nur unendlich groß, so ist jeder ihrer Raumpunkte zugleich allgegenwärtiger Mittelpunkt. Die Einheit des ersten Seins bildet, mit dem Ursprung von Allem, die erste entfaltete Gestalt. Wo können wir diese Gestalt der Einheit in unserem Dasein entdecken ? Wo ist diese Einfalt, diese so vollkommene Form des Kreises, durchlässig zu uns hin ? Wie können wir durchlässig werden für das Geheimnis der Einheit ? Wann können wir hinein hören in die Stille des Einen ? Wo zeigt sich der Abglanz des Lichts aus dem Urgrund ? Wie die Einheit verschwindet, wenn ich sie zu fassen versuche, so verliert sich auch die Zeit zwischen dem Nicht - Mehr und dem Noch - Nicht. Aber im geglückten Augenblick ist die Einheit des Anfangs zu erahnen, scheint der Mythos des Paradieses auf. Dann sind wir mehr als nur Erinnerung, und mehr als nur Hoffnung. In der Stille zwischen den Tönen, in der Leere zwischen den Formen, in den Träumen zwischen dem Wachen, kann die Grenze erfahrbar werden. Gelänge es das Dazwischen zuzulassen, sich in das Dazwischen fallen zu lassen, die Grenzen zur Einheit öffneten sich und uns könnte geschenkt werden, was längst verloren geglaubt. Erkennbar ist für uns, daß alles mit Allem verbunden ist, daß im Geflecht des Seins bereits geringste Veränderungen, die Richtung im Ganzen beeinflussen, daß die Wirklichkeit offen ist für unendliche Möglichkeiten. Und daß dies für uns erfahrbar ist, gibt bereits Werte für unser Sein, auch wenn uns Maß und Ziel des Ganzen noch verschlossen bleiben. Die Gestalt der Einheit ist im Werden. |
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Die Dualität Die Zwei Im Dasein ist Spaltung, mit dem Licht war auch der Schatten, war Weiß und Schwarz. Die Zeit teilt. Die Einheit wird zum Noch - Nicht und Nicht - Mehr. Die Eins wird weiter gezählt. Es gibt die Eins und die Zwei, das Wenn und das Dann, das Entweder - Oder das An und das Aus, das Ja und das Nein, das Werden und Vergehen. Die Einheit ist in den Raum der Möglichkeiten, in die Zeit der Notwendigkeiten, in den Rahmen der Entfaltung gelangt. Die Freiheit beginnt ihren Weg durch das Sein. Angelegt in der ersten Trennung ist schon die zweite, und in jedem der Teile sind die Möglichkeiten der eigenen Entfaltungen mitgegeben, in einem Gegeneinander, in einem Miteinander. Die in die Materie eingeschriebenen Gesetze beginnen ihre Wirkungen zu entfalten, drängen in immer neue Gestalten hinein, die stets mehr sind als nur die Summe ihrer Teile. Die Einheit wirkt in und durch ihre Entfaltungen und sucht sich immer neu zu finden. Die Dualitäten, sie gehören zum Atem, zum Puls des Seins, zum Willen zum Leben, zur Ordnung des Lebendigen. Chaos quillt hervor, aber stets auch neue Ordnungen. Ein wechselseitiges Durchdringen, in dem das Lebendige gefaßt und das Gefaßte lebendig bleiben kann. Ordnung und Chaos entstanden ohne uns, wie auch Chaos und Ordnung ohne uns zerfällt; aber daß dies für uns staunend erfahrbar wird, ist das nicht Wunder genug ? Leben wurde möglich, getriebenes Sein, bis sich Leben entwickelte, das selber den Trieb kennt. Passives wurde um Aktives erweitert, so daß aus der geschehenen Entfaltung, Entfaltung wurde, die mit gestaltet. Aber was ist denn aktiv, was ist denn passiv ? Ich vermeine es zu wissen, doch ich beginne mit dieser Frage in mir selbst, wo die Ursprünge zum Handeln oft geheimnisvoll im Dunkeln bleiben. Dann aber kann, was für mich aktiv erscheint, durch das in der Vergangenheit oder Zukunft Verborgene mir bereits auferlegt sein. Im Sein ist der Prozeß verankert, der zwischen aktiv und passiv vermittelt, der wechselseitig stets neu erkundet, wie aus den Notwendigkeiten Möglichkeiten werden können. Doch alle Möglichkeiten sind vielfach begrenzt, werden aus den Gesetzen des Daseins nicht entlassen. Damit ist in jeder Entfaltung notwendig auch Trennung, in jedem Gewinn und Zuwachs stets auch Verlust und Mangel. Es ist ein Werden und Vergehen im Atem der geschaffenen Zeit. |
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Das Ich Die Drei Wieviel Teilung und Entfaltung, bis der Mensch war, der sich seines Ichs bewußt wurde. Das Licht des Ursprungs fand seinen Widerschein im Element des Ichs, im Ich der Dreiheit, von Empfinden, Tun und Denken. Eine neue Gestalt, eine neue Ordnung, in der die Elemente der Einheit und Dualität nicht ausgelöscht sondern gebunden wurden und sich stets neu binden. Das Ich ist geworden, ohne selbst Einfluß auf die Gesetze des Werdens zu erlangen, es ist im Dasein, ohne gefragt worden zu sein, es ist ein Ergebnis der Prozesse des Daseins, des passiven Geschehens des Seins. Doch dem Ich sind Möglichkeiten der Entfaltung zugewachsen. Es kann etwas über die Gesetze des Werdens, etwas über sich selbst, etwas über seine Beziehungen und Bewegungen in der Gestaltwerdung. aussagen. Ich, weniger als ein Lächeln lang in der Zeit, ist im Dasein ein winziger Samen auf der Erde, ein ungleich noch viel Kleineres im denkbaren Raum, ein Nichts vor dem Geheimnis vor und nach dem Sein. Und doch ist alles was ist, doch nur in, mit und durch mein Ich, Sein für mich. Das Zahlensymbol des Dreiecks fügt dem geteilten Kreis ein Drittes hinzu, verläßt die Harmonie des Kreises, verliert die einfache Gegensätzlichkeit des geteilten Einen und findet sich in der Verbundenheit und Getrenntheit von Tun, Empfinden und Denken wieder. Drei Seiten, wie im Dreieck miteinander verbunden, und keine darf fehlen, keine darf dominieren, soll das Ich nicht verloren gehen. Das farblose, alles in sich bergende Licht es wird im Dreieck in Farben zerlegt, in das Blau des Empfindens, dem Dunkel nah, in das Rot des Tuns, dem Dasein eingefleischt, in das Gelb des Denkens, ein Widerschein des Lichts. In jeder Farbe schwingen die anderen mit, aus ihrem Zueinander, ihren Mischungen, ihrem Gegeneinander, wird das Bild des Ichs gestaltet, die Gestalt, die ich im Sehen bin. Ein Zusammenspiel, in dem sich mit dem Licht auch der Schatten zeigt, ein Zusammenklang, der mir aber auch die Gestalt der Einheit vor der Dualität erfahrbar macht. Rot, die Farbe des Tun und Lassen, des Augenblicks, sie verlangt Entscheidungen an der Schwelle von den Erinnerungen des Nicht - mehr zu den Verheißungen des Noch - nicht. Rot tritt heraus aus dem Blau, das dem tiefen Raum der gewordenen Empfindungen verhaftet ist. Rot nimmt das Gelb auf, das aus den weiten Räumen des werdenden Denkens entgegenkommt. Auch Töne sind durch ein dreifaches, Höhe, Stärke und Dauer. Aus ihnen wird im Erklingen und Verklingen, im zu- und miteinander eine Gestalt, die sich von Augenblick zu Augenblick neu entfaltet, eine Gestalt des Seins, die ich im Hören bin. Im Ich ist Empfangen und Geben. Es ist Empfinden, das uns entgegenkommt. und Empfinden, das wir, aus unserem Wollen geboren, weiter geben. Es ist Tun als unsere Gabe im Handeln und Tun, das uns geschieht. Es ist Denken als unser Nach- und Vordenken in die Gestalten unseres Seins hinein. In der Freiheit und Bedingtheit des Empfangens, in der Möglichkeit und Notwendigkeit des Gebens, ist das Ich eingebunden. Aber wo findet sich der Plan für die Zuordnung der Seiten des Ichs, wo ist der Schlüssel für den Zusammenklang der Zeichen, was ist es, der die Musik des Ichs immer neu zu öffnen vermag? Wie kann das Empfinden den Einklang mit dem Denken, wie das Denken seinen Ausdruck im Tun finden ? Und wie kann aufgeschlossen werden, wie das Denken geprägt wird von meiner erfahrenen aktiven und passiven Leiblichkeit ? Es ist Suchen und Finden des geschaffenen Fragen, die aus dem Gewordenen uns als Gewordene, Gestalten suchen lassen, die eingebunden bleiben in das Ganze. |
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Vom
Suchen zum Finden Tun, Empfinden und Denken ein Viertes, etwas, das die drei Seiten des Elements Ich zu binden vermag, das Orientierung gibt in einem Anderen. Kenn ich auch die Seiten des Ichs, fehlt doch das, was sie zueinander binden könnte.
die Mitte des Daseins, das spürt, daß die Mitte des Seins woanders ist. Diese Mitte wird gesucht im Einen, das dem Ich den Zugang zum Urgrund und Zielgrund seiner Dreiheit erhoffen läßt. des eigenen Ichs entstanden in unzähligen Entfaltungsprozessen Erfahrungen einer ursprünglichen Einheit. Angestoßen durch die Triebe, werden, im Sehen, Hören, Spüren, Schmecken und Riechen, im Not - wendenden Tun des Daseins und im denkenden Ordnen, Gestalten der Einheit immer neu gesucht.
so zeigt sich auch der Weg zur innersten Weite.
den Klang, das Wort, das Licht, die uns aus der Mitte entgegenkommen. Das Zusammenfallen des Getrennten wird uns angekündigt. ist die Hoffnung verankert, im Strudel des Daseins nicht verloren zu gehen.
werden Darstellungen in Gestik, in Bildern, in Tönen. Es werden Sprachen, als Gestalten, die wir im Denken sind. Und auch im fortwährenden Experimentieren, in den Regeln der Wenn - Dann Beziehungen, geschieht ein stetiges Eindringen in die gesuchte Gestalt.
das Nicht - Verfügbare, das uns Bedingende in uns nach und geben ihm Namen, Namen, die das Unauslöschliche bannen, das Unfaßbare festhalten möchten, Namen, die unsere Sprachen dafür kennen. Ich gebe ihm den Namen, der mir in meiner Sprache überliefert wurde: Gott.
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Spaltung die Spaltung, den Verlust der Einheit, das Ja und das Nein. Es begegnet uns das immer Doppelgesichtige im Sein in allem was ist und was wir sind.
das ungefragte Ja zum Leben, das erste Einatmen. Jedes Ja wird aber immer erst wieder lebendig durch ein Nein, das Ausatmen. Der Urzyklus wird auch in uns geschlossen. Doch jedes neue Ja gleicht nicht dem Vergangenen, denn es kennt das Nein, den Tod.
das von einer der Seiten des Ichs ausgeht, wird von den Ja und Nein Entscheidungen der anderen Seiten mit bedingt.
dieser Zusammenhänge können wir uns als Einheit empfinden. Doch was wir als Ursache, was wir als Wirkung meinen zu kennen, ist immer abhängig von der Zufälligkeit des Beginns unseres Suchens.
den wahren Zusammenhängen, der Gestalt, die alles mit aufnimmt; aber in unserer Verzweiflung, das Wahre zu verfehlen, finden wir oft nur Gründe, mit denen wir meinen unsere erlebte Vergangenheit und unsere erhoffte Zukunft im Jetzt rechtfertigen zu können.
beim Versuch uns zu finden, doch jedes Verlieren gibt schon den Anstoß zu neuem Finden, zum Finden einer veränderten Gestalt.
die Seiten des Empfindens und Denkens beschädigt werden; aber auch in jedem Nicht-Tun kann Empfinden verloren gehen. Im Nicht-Empfinden kann Denken entschwinden, wie mit jedem Denken auch Tun versäumt werden kann.
stets gegenwärtig. Es ist die Frage nach seinem Sinn, seinem Wann, Warum, Wozu und Wohin, die uns drängt unserem Leben Gestalt zu geben. Tod und Leben, sind aufeinander bezogen im Ich.
was im Prozeß des Lebens und Sterbens uns Halt geben kann, wie zu fassen, was uns hoffen läßt, das jeder Tod immer wieder nur ein Vorletztes ist ?
verloren in den Tod hinein, in der Zeit des Seins lebendig im Werden des Gestalt, aber erst im Sein ohne Zeit, Tod und Leben verlierend, werden wir erfüllt in das Unermeßlichen hinein.
dieser Tod - bewußten Zeit.
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Vom
Finden daß mich das Sein angeht, daß es sich an mich richtet, daß ich verletzbar und beglückbar bin.
schenkt sich, gibt sich hin, berührt und durchdringt damit auch meine Seiten des Ichs. Im Du werde ich angesprochen, wird die Dreiheit meines Ichs Sechsfach durchbrochen.
von Ich und Du verdoppeln die Dreiheit zur sechseckigen Gestalt. Die Farben, die Töne des Ichs mischen und verbinden sich, das Klangbild des Lebens entsteht. Die Symphonie erklingt im miteinander.
in dem sich Blau und Rot durchdringen, gibt dem Empfinden ein Wollen, damit daraus die Tat entsteht, wie auch aus dem Tun das Empfinden immer wieder neue Anstöße erfährt.
blüht auf aus dem Blau des Empfindens und wird zusammen mit dem Gelb des lichten Denkens zur Hoffung, daß sich Sinn zeigen kann in immer neuem Werden.
Tun und Lassen mit dem in erfüllter Leere sich selbst vergessenden Denkens, wird Orange, die Symbolfarbe, die auszudrücken vermag, wie eng Körper und Geist aufeinander angewiesen sind. sie bindet die Seiten des Ichs enger aneinander und näher zur Mitte hin. In ihrer Farbigkeit erscheint die Sehnsucht nach der heilenden Einheit von Körper, Seele und Geist.
kann das Ich den Weg finden, der den Verlust der Einheit für Augenblicke in Lust vergessen macht. So wird in der Vereinigung von Ich und Du das Werden im Sein bezeugt, und in der Verschmelzung von Ich und Du neues Leben, neues Werden gezeugt.
begegne ich mir selbst, im Du erfahre Ich das Andere, wie auch das mir Gleiche. Erst in dieser unablässigen Erfahrung der Begegnung wird der Mensch zum Individuum und die Menschen zur Gattung.
finde ich mich, erhalte ich durch den Ruf des Du meinen Namen.
entsteht eine Gestalt, die mehr ist als nur die Zuordnung der Elemente. Vom Du her wird mir der Sinn im Dasein eröffnet. Im sechseckigen Stern blinkt das Licht des Ursprungs.
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Vom Licht zur Antwort im Menschsein doch wo sie zu finden ist, kann von den Seiten des Ichs allein nicht erkannt werden. Gehe ich nur von einer Seite aus, werde ich in die Irre geleitet, gehe ich alleine, fehlen mir die Kräfte für den Weg.
Wir, suchen nach dem Empfinden, das uns aus der Mitte entgegenkommt, dem Handeln in Gelassenheit, das die Bewegung zur Mitte anstößt, dem Denken, das den Weg zur Mitte zeigt. die Vielfarbigkeit des Daseins und ahnen, daß sich bereits im gebrochenen Licht unseres Daseins, ein strahlendes, wärmendes, heilendes Licht zeigen kann.
aus der gesuchten und gefundenen Mitte ihrer Dreiheit heraus, dieses Licht geoffenbart. Sie geben uns Maß.
ins Dasein gekommen. In ihnen leuchtet das Licht.
Mit ihnen werden wir in das Licht hinein genommen, das die Nacht unseres
Todes erhellt. Erleuchteter, Licht vom Lichte, Lichtkünder. Gottessohn vor und nach der Zeit Menschensohn in der Zeit, Offenbarer im Geist durch die Zeiten hindurch.
mich annimmt wie ich zu sein vermag, wird es heller, ein heilendes Licht kommt mir entgegen.
finden uns dann in einer Gestalt, die das Licht aus der Mitte erhellt.
drehen sich um die Achse der Mitte. Außen als besinnungsloses, rasendes Drehen, Innen als Schweben in gedehnter Zeit, im Innersten als zeitlose Ruhe, die alle Unruhe hält.
aus unserem dreifachen Menschsein heraus geworden; aus dem Empfinden, daß wir nicht aus uns selbst geworden sind, aus dem Handeln im Dasein, das uns Freiheit schenkt und Verantwortung fordert, aus unserem Denken, das immer wieder in Grenzen festhalten will, was sich erst im Loslassen entfalten kann.
zieht das Unsagbare immer wieder zum Sagbaren herab, entfaltet damit Gott als Einheit, als Vielheit, als Vater, Sohn und Geist.
wird im Gefäß des Sagbaren gesammelt. Ohne das Gefäß zerfließt sein Inhalt, aber ohne es immer wieder neu zu füllen, vertrocknet das Kostbare und auch das Gefäß erstarrt, zerspringt.
Nachfüllen und reifen lassen, wird der Glaube lebendig bleiben. So wird jeder Augenblick zum Experiment eines immer neuen Scheiterns aber auch zur Hoffnung eines immer neuen Gelingens. im wahren Denken, im empfundenen Schönen, im Tun des Guten und können es nur finden im Zusammenklang, im Dazwischensein, im Unausdenklichen.
für die Beziehungen, die im Geheimnis des Seins verborgen sind und doch unsere Dasein umfangen, und nennen dies Beten. Damit versuchen wir immer wieder auf das Innerste im Innen, auf das Äußerste im Außen, auf das Schweigen und Lachen an den Grenzen des Seins zu hören.
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Entzweiung
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Die Antwort im Menschsein gefundenes Wissen um das werdende Sein, sagt mir im Gewissen das Sollen. Ich soll mich vom Geheimnis annehmen lassen, wie ich auch das andere Du annehmen soll, wie mein eigenes Ich, in allen seinen Seiten.
von Zeit und Raum, im Freiheitsraum der Möglichkeiten, suchen wir Antworten auf das Wort aus der Mitte.
der vom dreifaltigen Licht des Einen im dreifachen Ichsein jedes Menschen entzündet wird.
der seinen Sinn erst entfalten kann, wenn er im Aufleuchten wieder auf die Einheit zurückstrahlt.
wird in der Menschheit in allen Mischungen entfaltet, mit allen Aufhellungen im Weiß, mit allen Schattierungen im Schwarz. die im Einzelnen uns gefangen nimmt und in der Zusammenschau verwirrt. Daraus wird stets Wissen und Nichtwissen um das was ist, Empfinden und Nichtempfinden in dem was ist, Tun und Lassen, für das was sein soll. das Schön und Häßlich, das Gut und Bös. Es ist in allen Wissenschaften, Künsten und Politiken.
begrenzt durch die Bindungen im Dasein, nach den Möglichkeiten, die Sinn geben für das Ich, das Ich und das Du, das Wir, Sinn für das was war, Sinn für das was sein soll. kriecht die Angst den Sinn zu verfehlen, die verzweifelt Erkenntnis des Ungenügens. unsere Ängste, die Urangst vor dem Tod, stoßen Erkenntnisse, Änderungen, Neuerungen an. der Ängste des Anderen, der Anderen, zeigen sich Wege unser Ich zu entgrenzen, um dann gemeinsam Sinnwege gehen zu können. für das Suchen der Antworten des Alltags, Antworten, die im Hier und Jetzt gegeben werden müssen im Blick auf das Gewordene und Kommende, in der Hoffnung der werdenden Gestalt damit Fülle zu verleihen.
im Licht der Vernunft, das die Seiten des Ichs aneinander bindet und im Gedächtnis des Seins bewahrt. finden die Dreiecke die Gestalten von Pyramiden oder sich vielfach durchdringender Dreiecke. Es werden Zeichen zu Bildern, Töne zu Symphonien, es werden Regeln zu Ordnungen, Gedanken zu Systemen, und in allem wird unser Dasein und mit ihm unser Sein gestaltet. das Maß für das was sein soll ? wird nicht verloren sein, wenn es in der Mitte gehalten wird. Was wir tun und lassen wird sein, wenn es zur Mitte führt. Was wir empfinden wird weiterwirken, wenn es von der Mitte gespeist wird. werden für jeden von uns andere sein, schon deshalb, da bereits der Beginn des Suchens, der Beginn des Weges, für jeden woanders liegt. Aber der Sog zur Mitte ist für jeden von uns der Gleiche, da die entfaltete Gestalt nur eine Mitte kennt. habe Ehrfurcht vor dem Leben in seiner ganzen Fülle und achte die unterschiedlichen Wege, die bisher gegangen worden sind. Denn welche Schuld liegt im Zerstören von dem, was die Fülle des Seins noch zu weiten vermag. als ein Gewordener, der für sein so sein immer wieder nach Gründen zu seiner Rechtfertigung sucht. Denn welche Schuld liegt in der Unwahrhaftigkeit, die die Fülle des Seins verengt. daß in dein Urteilen und Entscheiden immer auch deine Ängste und Hoffnungen eingehen. Denn welche Schuld liegt darin, die Wege der Anderen mit Vorurteilen zuzuschütten.
daß jedes Verletzen und verletzt werden den Weg verdunkelt, daß jede erfahrene und geschenkte Zuneigung aber Wegzeichen geben. Denn welche Schuld liegt darin, Andere in finsteren Nacht auf den Weg zu schicken.
auf das, was all deine Seiten wirklich bedürfen, um sich gegenseitig befruchten zu können. Erkenne, daß der abgewogene Verzicht bei einer Seite deines Ichs, den anderen Seiten an Fülle zuwachsen kann. den Schwächeren Möglichkeiten zu eröffnen, um ihre Ängste mit Hoffnungen zu vertreiben. Denn welche Schuld liegt darin, daß auch durch dich Möglichkeiten des Seins zerstört werden.
des Zukünftigen in dein Handeln ein. Wäge die Folgen ab und verzichte im Zweifel. Denn welche Schuld liegt im Tun, daß die Folgen nicht zu bändigen vermag. wenn du in wissender und gewissenhafter Prüfung überzeugt bist, daß du in Ordnungen eingebunden wirst, die dem Dasein die Fülle berauben.
deine Verantwortung für die Freiheit des Anderen. Denn welche Schuld liegt darin, geschehen zu lassen, daß in der Unterdrückung das Werden des Seins geknechtet wird. daß alles im Teil Richtige, im Ganzen doch die Richtung verfehlen kann. Wisse um die Fülle von Wahrheiten in jedem Du, doch vergiß nicht, diese im Dialog an das Geheimnis der Mitte zu binden. und sei es mit den Anderen und dann erst sei Jude, Buddhist, Christ, Muslim ... Löse dich von deinen Bildern, die das Geheimnis festhalten möchten. Denn welche Schuld liegt darin, wenn aus den Bildern Waffen geschmiedet werden.
das rechte Reden und Schweigen vor dem Geheimnis, das uns immer mehr sagt, als wir es für möglich halten. Suche in der dir geschenkten Freiheit nach Antworten in den Möglichkeitsräumen, nach dem, das uns in den Verschiedenheiten die Einheit öffnet. Suche nach den Beziehungen und Bewegungen im Sein, die wir, in der umfassenden Gestalt des offenen Geheimnisses, als die große Liebe erfahren dürfen.
kreuzt sich das vergangene Werden mit der entgegenkommenden Fülle. So ändert sich In jedem Augenblick das Sollen, da sich auch das Sein stets verändert , aber es bleibt stets auch gleich in seiner Orientierung am immer Gleichen des uns Entgegenkommenden.
Dazwischen-Sein, nie im Ganzen verlassen, nie im Ganzen daheim. das Sein zu verlassen, kann sich der Sinn als Ganzes zeigen, die Fülle seiner
ganzen Gestalt.
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Von
der Erlösung zur Fülle des Seins im Werden immer offen, ereignet sich immer neu, wächst auch in unser Ich hinein, und findet darin die Laute und Töne für seine Symphonie. meinen wir das Mögliche zu wissen, aber die Möglichkeiten, die der Gestalt die ganze Fülle erst verleihen, sind für uns unvorhersehbar, nur als Hauch erahnbar.
die Hoffnung auf Lösung unseres Seins, allen Seins, aus seinen Dualitäten in ein Anderes hinein, ein Öffnen zum Geheimnis hin, ein Werden des Anderen, auch durch uns.
im Werden der Gestalt das Wirkliche. Wird die Eins (die Einheit), mit der Zwei (der Dualität), der Drei (dem Ich) und der Vier (dem Ich, das die Mitte sucht) zusammen gezählt, ergibt sich die Symbolzahl Zehn.
verliert unsere Dreiheit des Ichs den Bezug zum Sein in Raum und Zeit, aber das im Seinsbezug Gewordene und Gewonnene bleibt solange in den Möglichkeiten des Daseins, bis es endgültig im Geheimnis ankommt und mit ihm die letzte Wirklichkeit bildet.
das Trennende bereits im Dasein zu binden und zu umgreifen, geben uns, trotz aller Zweifel, einen ersten Halt, geben uns Beständigkeit und Bestätigung im Werden. Das Ich kann sich mit dem Du loslösen aus dem betäubenden Drehen in der Zeit, um der Klarheit der Mitte entgegen zu fallen. Hier geschieht bereits ein Ent-werden in weitendes Sein.
eine winzige Episode, so wäre doch alles Sein ein Anderes ohne die uns geschenkte Freiheit.
Tun und Lassen ist im Sein verankert, nimmt Anteil an der Entfaltung zur Fülle, gestaltet mit.
lösen sich die Seiten des Ichs, um sich im Glanz von Silber und Gold, in der Zusammenschau einzulösen. Dies wird mir geschehen, wenn dafür in meinem Hoffen, Wollen und Tun Verbindungen geknüpft wurden, die die Kraft enthielten sich weiter zu entfalten, bis Raum und Zeit das Sein verlassen. Dann erst erfährt unsere Freiheit ihr letztes Wozu. Dort erst vereinigen sich Liebe und Gerechtigkeit und bringen sich der Wahrheit dar.
ist letztendlich keine Lösung aus dem Sein möglich, wir und alles bedarf der Loslösung in ein Anderes durch Erlösung.
gewinnt eine letzte Fülle, mißbrauchte Worte gewinnen ihren vollen Klang. Hier hebt der Jubel an. Die Farben glänzen auf zum Entschwinden in der Zeit, die kalten Schatten lösen sich im Glanz des heilenden Lichts. Diese Lösung aus dem Sein in das Geheimnis hinein, sie geschieht überall im ganzen Universum, in ungeahnten Formen, in unsagbaren Weisen, in unausdenkbaren Wesen.
von Allem wird, in der Symphonie des Seins, das Geheimnis Gestalt.
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Gericht wird das Sein zur Fülle des Einen entgrenzt oder zum Nichts des Vielen verengt. Ein letztes Werden hin zur Erlösung oder Verdammnis. Ein letztes Wort an das geschenkte Sein, dem das Sein nur wortlos mit letzter Hingabe zu antworten vermag.
wird im Ende erfüllt. im Licht der Gestalt des einen Ganzen. Das Geheimnis des Lebens, des Weges und der Wahrheit wird geöffnet. das in der geschenkten Freiheit Verlorene, das im geforderten Sollen Zerstörte. Wir schauen das von uns Zurückgeschenkte, Geglückte, vom Geheimnis angenommene. Alles Erfahrene, Gedachte, Getane holt uns ein. Werden wir gerichtet ? Richten wir uns selbst ? in das Geheimnis hinein, das bis Zuletzt grenzenlos offen ist für alles Gewordene ? Verlieren wir uns selbst, mit dem, was durch uns im Werden verloren wurde ? Werden wir zusammen mit dem Raum und der Zeit dann endgültig ins Nichts des ewigen Dunkels geworfen oder erhellt in einem neuen Werden und in diesem Werden dem zeitlos Gleichen gleich?
wird zum Nichts, wir erblinden, doch alles Licht wird im reinen Licht der vollendeten Einheit aufgefangen, wir schauen. Noch- Nicht und Nicht- Mehr wird zum Augenblick der Ewigkeit. Der Name, mit dem wir gerufen wurden, wird bewahrt im Innersten des offenen Geheimnisses; dies bleibt uns im Sein als letztes Hoffen, als letzte Gnade, als letzte Gabe. Hier stockt der Atem der Zeit. Hier ist Geber und Gabe eins, Tiefe und Höhe eins, Innen und Außen eins. alle Dualitäten nicht verloren sondern eingewoben in das geöffnete Geheimnis. Die Bewegung aus dem Ursprung wird durch den Endsprung in die Zeitlosigkeit vollendet. in die Wahrheit des immerwährenden Erinnerns, aber auch ein Ausklingen und Erblinden ins Nichts des immerwährenden Vergessens.
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Die Fülle des Seins sondern ein Sowohl als Auch ist das Maß der Fülle. Sowohl Materie als auch Geist ist in allem Sein. Sie fallen zusammen im reinen Licht und verschwinden doch nicht im Nichts, lösen sich nicht auf in der Unendlichkeit, sondern werden ein Anderes.
bildet aus unendlich vielen Elementen, Innen und Außen, sowohl den Kreis des Anfangs als auch des Endes, sowohl die unentfaltete als auch die entfaltete Einheit . Die Zwölf mit sich selbst vervielfältigt wird damit zum Symbol der Unendlichkeit, zum Kristall, der mit seinen unendlich vielen Ecken funkelt im reinen Licht. In ihm spiegeln sich die unendlichen Möglichkeiten wider und unzählige Punkte lassen Raum und Zeit verschwinden. sie brauchen keine Orientierung mehr, denn sie ist ihnen in der einen Gestalt der Fülle gegeben. Dann kann keine Bewegung, die aus den Dualitäten geboren wurde, dem schattenlosen Geheimnis ein noch so Winziges hinzufügen. Doch schon im Dasein kreuzen sich Tod und Leben, Zeit und Ewigkeit, bis sich alles Kreuzen, in der Gestalt nach und vor der Zeit, in der Einheit des Kreises erschöpft und vollendet. das Dazwischen-sein weitet, sich die Leere zwischen den Formen füllt, werden die Bilder des Seins entschlüsselt und alle Töne und Laute in der Stille hinein genommen. Frage und Antwort treffen und versöhnen sich im Schweigen. findet seine Ruhe, wird mit Allem in der und durch die Mitte gebunden, so daß sich in der Fülle gleicht, was sich im Weg unterschied. kann dem Gegebenen das Sein wieder nehmen, was allein die Möglichkeiten aufheben in eine letzte Notwendigkeit hinein, was allein den Raum und Zeit in ein Anderes wandeln, was allein das Ende mit dem Anfang verbinden, als ein unsagbare Geheimnis, das uns das Sein und uns im Sein diese Hoffnung gab ?
ich bin, der ich sein werde, und ich werde der sein, der ich im Sein werde. Sind diese Worte auch dem Dasein entsprungen, sind sie uns doch zugerufen von der Grenze des unsagbaren Geheimnisses her. Dort wird dieses Verlöschen im erfüllten Schweigen der Allfalt zur Geburt des Lichts im Licht des Lichts.
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Epilog sie bleibt für uns im Sein ans Endliche gebunden, will mehr sagen als möglich ist, will zuviel erdenken, will zuviel empfinden, will überschreiten und scheitert.
zerschlagen wir das Gerüst, nein, auch das ist zuwenig, überlassen wir das Unendliche dem maßlosen Maß, überlassen wir morgen und gestern, das Sein und das Nichts, dem Kommen des immer schon Dagewesenen.
ist für uns immer wieder ein Heute, ein neuer Anfang möglich, ein Anfang, der die Gestalt im Ende mit zu prägen vermag. verliere nicht den Mut im Suchen immer neuen Gestalten, denn die Frage des Anfangs - „Warum ist Etwas und nicht vielmehr Nichts ?“ -, bleibt zwar auch am Ende unseres Fragens ein Geheimnis, aber zwischen der Eins und der Zwölf wurde es uns geschenkt, das Geheimnis um ein Winziges zu öffnen, zu öffnen nicht als gewußte Wirklichkeit, aber doch als erahnte Möglichkeit. und alles, sowohl vom Anfang als auch vom Ende bedingt. So sind wir gehalten in der Ewigkeit. zum Geheimnis hin und von ihm her, in seinem Erspüren, Erleben und Erkennen in allem Sein, wird alles Wirkliche wirklicher, denn das Unsagbare wirkt, wird alles Werden, durch das Werden in neuem Werden erfüllt, wird das Geheimnis auch zu mir hin geöffnet. über das Wunder des Seins, das sich dir öffnet, um von dir angenommen zu werden. Laß es an dir geschehen, laß es dich sehen und hören, dich fühlen und denken. Bewege das Sein durch die Wandlung deiner selbst. wird dann auch in dir Ganz. die Grundstruktur ist einmal durchlaufen. Kehre zum Anfang, zum A zurück, und beginne deine Symphonien zu komponieren, dein Suchen des Ganzen. in den 12 Seinsebenen. Nehme sie immer wieder auf, durchdringe sie horizontal, vertikal und in allen anderen Richtungen, so daß sich das Geheimnis weiter entfalten, erweitern und zum Ganzen, zum großen Kristall, öffnen kann.
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