EINE SEITE VON THEODOR FREY

  
   BOGENHAUSENER FRIEDHOF             


    
DIE GRABSTÄTTEN IM NORDWESTLICHEN TEIL          2



ZUM FRIEDHOFSPLAN
                        ZUM FRIEDHOF IM ÜBERBLICK

 

 


  Hermann Schwarz
  




 
(1908 -  1995)


   Grab Nr. 71    


  Näheres über Hermann Schwarz

  75 Jahre Rohde & Schwarz
- Eine   Zeitreise  -



Dr. Hermann Schwarz gründete mit seinem Studienfreund Dr. Lothar Rhode 1933 das Unternehmen von Weltgeltung Rhode  Schwarz. 

Ehrendoktor der Universität Jena
Goldene Ehrenmünze der Landeshauptstadt München
Isländischer Konsul für Bayern


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  Felix Burda
  




 
(1967 -  2001)


   Grab Nr. 97    


   



 


Felix Burda, Kunsthistoriker, Sohn des Kunsthistorikers und Verlegers Hubert Burda und Christa Maar (ebenfalls Kunsthistorikerin, Drehbuchautorin und Regisseurin). 

Nach ihm, der an Darmkrebs verstarb, ist die
Felix Burda Stiftung benannt. Sie ist eine Einrichtung zur Förderung der Darmkrebsvorsorge.

 

 

 

 




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  Willy 
 
(Adalbert Friedrich)
  Droemer




   1911 - 2000 


Grab Nr.101   


   



geb. 18.07.1911 [Berlin] - gest. 03.04.2000 [München]

Sein Verlag zählte mit den Knaur-Lexika sowie mit Bestsellern von Autoren wie Johannes Mario Simmel, Erich Kästner, Curd Jürgens und Lilli Palmer zu den weltweit erfolgreichsten Häusern. Droemer hatte in Hamburg Buchhändler gelernt und 1939 den väterlichen Buchverlag in Berlin übernommen. Nach dem Krieg zog der Verlag nach München um und wuchs mit neuen Marketingideen zu einem der grössten europäischen Häuser. 1980 verkaufte Droemer den Verlag an die Holtzbrinck-Gruppe.



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  Benno Romeis
  




 
(1888 -  1971)


   Grab Nr. 102    


  Näheres über Benno Romeis

 



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  Dicknether

    Weißmüller

    Schlegel




   


Grab Nr.105   


  Bild des Grabmals



Auf dem Grabmal sind eingeschnitzt folgende Symbole zu sehen: 


   Das Jerusalemkreuz - hier mehr ...

   Alpha und Omega mit Kreuz

   Die vier Männer im Feuer könnten sich auf die Geschichte 
      der drei Jünglinge im Feuerofen beziehen. 
      Die vierte Person
wäre dann der in der Geschichte erwähnte vierte Mann,
      der aussieht,
"als wäre er ein Sohn der Götter".

      Mir scheint am ehesten die rechte Figur aufgrund der Gesichtszüge 
      und der Gewandung dieser Sohn der Götter zu sein!

Siehe dazu aus dem Buch Daniel - 3. Kapitel, 10

Du hast ein Gebot ergehen lassen, daß alle Menschen niederfallen und das goldene Bild anbeten sollten, wenn sie den Schall der Posaunen, Trompeten, Harfen, Zithern, Flöten, Lauten und aller andern Instrumente hören würden; wer aber nicht niederfiele und anbetete, sollte in den glühenden Ofen geworfen werden. . . .

"Da wurde Nebukadnezar voll Grimm, und der Ausdruck seines Angesichts veränderte sich gegenüber Schadrach, Meschach und Abed-Nego, und er befahl, man sollte den Ofen siebenmal heißer machen, als man sonst zu tun pflegte. Und er befahl den besten Kriegsleuten, die in seinem Heer waren, Schadrach, Meschach und Abed-Nego zu binden und in den glühenden Ofen zu werfen. Da wurden diese Männer in ihren Mänteln, Hosen, Hüten, in ihrer ganzen Kleidung, gebunden und in den glühenden Ofen geworfen. Weil das Gebot des Königs so streng war, schürte man das Feuer im Ofen so sehr, dass die Männer, die Schadrach, Meschach und Abed-Nego hinaufbrachten, von den Feuerflammen getötet wurden. Aber die drei Männer, Schadrach, Meschach und Abed-Nego, fielen hinab in den glühenden Ofen, gebunden wie sie waren. Da entsetzte sich der König Nebukadnezar, fuhr auf und sprach zu seinen Räten:

Haben wir nicht drei Männer gebunden in das Feuer werfen lassen?
Sie antworteten und sprachen zum König: Ja, König. Er antwortete und sprach:
Ich sehe aber vier  Männer frei im Feuer umhergehen, und sie sind unversehrt; und der vierte sieht aus, als wäre er ein Sohn der Götter. Und Nebukadnezar trat vor die Tür des glühenden Ofens und sprach:
Schadrach, Meschach und Abed-Nego, ihr Knechte Gottes des Höchsten, tretet heraus und kommt her!


Da traten Schadrach, Meschach und Abed-Nego heraus aus dem Feuer. Und die Fürsten, Würdenträger, Statthalter und Räte des Königs kamen zusammen und sahen, dass das Feuer den Leibern dieser Männer nichts hatte anhaben können und ihr Haupthaar nicht versengt und ihre Mäntel nicht versehrt waren; ja, man konnte keinen Brand an ihnen riechen. Da fing Nebukadnezar an und sprach:

Gelobt sei der Gott Schadrachs, Meschachs und Abed-Negos, der seinen Engel gesandt und seine Knechte errettet hat, die ihm vertraut und des Königs Gebot nicht gehalten haben, sondern ihren Leib preisgaben; denn sie wollten keinen andern Gott verehren und anbeten als allein ihren Gott! So sei nun dies mein Gebot:
Wer unter allen Völkern und Leuten aus so vielen verschiedenen Sprachen den Gott Schadrachs, Meschachs und Abed-Negos lästert, der soll in Stücke gehauen und sein Haus zu einem Schutthaufen gemacht werden. Denn es gibt keinen andern Gott als den, der so erretten kann.
Und der König gab Schadrach, Meschach und Abed-Nego große Macht im Lande Babel."

 

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  Hans Knappertsbusch 
  




 
(1888 -  1965)


   Grab Nr. 111    


   Über Knappertsbusch . . .





Seine Popularität in München ist legendär. Wenn er am Pult erscheint, einerlei, ob in der Oper oder auf dem Podium, empfängt ihn ein Beifallsorkan, den er, nach einer kurzen kappen Verbeugung, mit dem Zeichen zum ersten Einsatz rücksichtslos abstoppt. Am Schluß der Aufführungen beginnen die Ovationen von neuem; im Konzert erscheint er zwei- oder dreimal, um dafür zu danken, in der Oper fast nie. Dort tönen die Rufe 'Knappertsbusch' noch durchs Haus, wenn er schon im Restaurant der 'Vier Jahreszeiten' sitzt, wo er wegen seiner kulinarischen Kennerschaft ein hochrespektierter Gast ist. Gelegentlich sieht man seine distinguierte Erscheinung promenierend in der Stadt: nie ohne Spazierstock, nie ohne Handschuhe, nie ohne Perle in der aufs korrekteste gebundene Krawatte. Und die breitrandigen Hüte, ehemals Kalabresen genannt, die er trägt, kennt in München sozusagen jedes Kind. ...

Wahrscheinlich ist er der einzige unter den heute lebenden großen Dirigenten [geschrieben 1958 zum 70. Geburtstag], dessen künstlerisches Weltbild vollkommen unerschüttert und gleichsam abgedichtet gegen alle späteren Wandlungen dieses Jahrhunderts geblieben ist, das für ihn dramatisch in Wagner, symphonisch in Bruckner kulminiert.... 

Im übrigen fügt es sich ins Bild der aus schwer zu vereinbarenden, oft geradezu widersprüchlichen Wesenszügen zusammengesetzten Persönlichkeit Knappertsbusch, daß er, obgleich er sich seiner Wirkung aufs Publikum völlig bewußt ist, im Innersten seiner Kunstausübung von einer großartigen, herrenhaften Distanziertheit bleibt. Das hat ihn, dessen größte Stunde doch angesichts der Wagner-Vernarrtheit Hitlers gekommen schien, ein für allemal von den vulgären nazistischen Kunstrummel geschieden...

K. H. Ruppel - Musik unserer Zeit - 

Vor 70 Jahren erschien in den Münchner Neuesten Nachrichten ein Aufruf, in dem sich die "Richard-Wagner-Stadt München" gegen Thomas Mann und seinen Essay "Leiden und Größe Richard Wagners" verwahrte. Der Text ist von einer Bombastik, die etwas Komisches hätte, wäre sie nicht Ausdruck dessen, was sich bald grausig austoben sollte, Das heißt: Komisch ist es nach wie vor, wenn man liest, dass einer wie Mann "kein Recht auf Kritik wertbeständiger deutscher Geistesriesen" habe. Den Protest unterzeichneten Geistesriesen wie Gulbransson, Knappertsbusch und Pfitzner.

Aus SZ 17.10.2003  von Hermann Unterstöger

 

... Generalmusikdirektor Knappertsbusch hat dieses Schreiben der Akademie vorgelegt, und wir haben alle unterschrieben. Jede Zeit hat ihr Nervöses. Warum das herausfordern. Vielleicht ist es jetzt weniger interessant, mit welcher Unterhose Wagner seine Musik machte.  Mir hat es den Magen umgedreht, zu unterschreiben gegen einen Mann mit Frau, die ich kenne und verehre seit 30 Jahren ...

Gulbransson an "Neue Rundschau" (1933)

... Zeichne - unterschreibe nicht ...

Erika Mann an Gulbransson


  Marmorportrait von Hans Wimmer  - 1932



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