BOGENHAUSENER FRIEDHOF            


    
DIE GRABSTÄTTEN IM NORDÖSTLICHEN TEIL        1

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EINE SEITE VON THEODOR FREY

 

  
   URNENGRÄBER
  IN DER NORDÖSTLICHEN ECKE DES FRIEDHOFS     

 


  PEPS VALENCI
  




 
(1892 - ? )


  Urnengrab Nr.     


   

  


Peps Valenci , Tanzlehrer, Choreograph und Ballettmeister hat 60- bis 70.000 Münchnern und Münchnerinnen die Kunst des Tanzens beigebracht. Seine Tanzschule war wohl die renommierteste und zugleich die konservativste. Nach eigener Aussage will Valenci „Beatles, Gammler und Langhaarige nicht haben". — Dürfen die Mädchen Hosen tragen? — „Im Winter gestatte ich es."






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  LEO CHRISTIAN
  WAGNER
  



 
(1920  - 2009 )


  Urnengrab Nr.     


   

  

Aus seiner Arbeit: 

“Die mir von Ihnen zur Restaurierung übergebenen zwei Gemälde von A.v. Jawlensky, Öl auf Malpappe beidseitig bemalt wurden von mir gespalten und auf eine neue Pappe übertragen. Jawlensky verwendete als Malgrund schon immer die einfache Strohpappe, genauso wie Kandinsky und Gabriele Münter. Die Gemälde sind meines Erachtens aus der Murnauer Zeit um 1908 und sind in einem einwandfreien Zustand. Auf dem Bild “Tisch mit roter Decke und Krug“ befindet sich unten rechts die obere Hälfte der Signatur. Eventuell wurde das Bild vom Künstler selbst abgeschnitten. Die Rückseite dieses Bildes “Häuser“ ist unten rechts mit “A.J.“ monogrammiert. 

Hochachtungsvoll, Wagner, Leo.“

 

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  JOSEPH BREITBACH
  



 
(1903  - 1980 )

 
Urnengrab Nr. U 4

zum Bild des Urnengrabes


WEITERES

   Der Wallstein Verlag, Göttingen eröffnet 2006 die Werkausgabe mit dem Roman "Die Wandlung der Susanne Dasseldorf" und mit Briefen und Dokumenten zu diesem Roman.

   Der reich bebilderte Begleitband enthält bisher unbekanntes Material zu Leben und Werk Breitbachs, der zeitlebens nur wenig von sich selbst preisgab. Erstmals werden mehr als 100 unzensierte Briefe des Autors an seinen Jugendfreund Alexander Mohr abgedruckt und Akten aus Archiven ausgewertet, die die Hintergründe des Romans erhellen und durch Parallelen als Quelle zur Biographie und zum Werk Breitbachs eine Sensation sind.

   Eintrag bei Wikipedia

  

Geboren 20. September 1903 in Ehrenbreitstein/Koblenz
gestorben 9.Mai 1980 in München (seinem zweiten Wohnsitz seit 1961 neben Paris)

Joseph-Breitbach-Preis


"Joseph Breitbach liebte die Literatur - und kannte das Leben. Er stand der Kommunistischen Partei nahe und entfernte sich wieder von ihr, verließ Deutschland, nachdem die Nazis seine Schriften auf die Ehrenliste der verbotenen Bücher gesetzt hatten, gab 1937 in Paris seinen deutschen Pass zurück, schloss sich für die "Dauer des Krieges" der Fremdenlegion an und engagierte sich in der Rèsistance, wartete als Staatenloser bis 1945 auf seine Einbürgerung in Frankreich und führte danach, begünstigt durch ein beträchtliches Vermögen, die Existenz eines von Anpassungsdruck freien "homme de lettres".

Breitbach war ein literarischer Magnet. ..Er traf alle bedeutenden europäischen Autoren - und jeder kannte ihn. Politisch verhielt sich Breitbach oft inkorrekt - und hatte eine diebische Freude dabei. Er konnte mit Widerspruch, nicht aber mit Unlauterkeit leben. In der Regel hing er sein Mäntelchen gegen den Wind - auf die Gefahr sich hin, sich in den Stürmen der Zeit zu erkälten. Auf die Frage, welches Werk der Weltliteratur er selbst gerne geschrieben hätte, würde er, der als seine Lieblingsbeschäftigung "das Entlarven" nannte, wohl Molières Tartuffe gewählt haben.

Der "civis Rhenanomosellanus", wie er sich selbst nannte, war von einer Kultur fasziniert, in der Weinhändler Gesundheitsminister wurden, Kardinäle an den Konjunktiv glaubten, in politischen Kommuniquès, damit jeder sie sofort verstand, die Fabeln La Fontaines zitiert wurden, und ein großer Kenner Hölderlins, Pierre Bertaux, als sei es die selbstverständlichste Sache der Welt, Chef der Suretè werden konnte. In Breitbachs 1978 gesammelten Feuilletons kann man diese Faszination heute nacherleben.

Joseph Breibach war ein Mittler zwischen Erbfeinden, französischer Freund und deutscher Schriftsteller zugleich, Kerneuropa in einer Person."

Wolf Lepenies in der SZ zum 100. Geburtstag

 

Stationen u.a.: Lehre als Verlagskaufmann. Schriftsteller. Journalist. Zeitweise Mitglied in der KP. Lebt seit 1929 in Frankreich. 1933 Verbot seiner Bücher in Deutschland. 1937 gibt er seinen deutschen Pass ab. 1939 Internierung in Frankreich. Arbeitet für den französischen Geheimdienst und hat Verbindung zur . 1945 erhält er die französische Staatsbürgerschaft. Ab 1961 wieder Wohnsitz in Deutschland. 1963 ausgedehnte USA-Reise. 1966 finanziert er die Gründung  von  "Quinzaine Littéraire". 1980 Herzoperation in Paris. Die Vaduzer Breitbach-Stiftung vergibt seit 1998 die z.Z. höchstdotierte Auszeichnung für deutschsprachige Schriftsteller, den Joseph-Breitbach-Preis.

Arbeitsgebiete: Erzählung, Drama, Roman, Kritik

Auszeichnungen/Ehrungen/Preise (Auswahl): Bundesverdienstkreuz (1962). 
Prix Combat (1965). Grosses Bundesverdienstkreuz (1969). Goethe-Medaille (1975). Grosses Verdienstkreuz mit Stern der BRDeutschland (1979).
- Seit 1966 Mitglied in der Bayerischen Akademie.

November 1966

„Ohne Zweifel hat man niemals einen Schriftsteller gesehen, der sich so viel Mühe gegeben hat, andere Autoren bekannt zu machen.“ 

Joseph Breitbach lud an zwei Abenden jeweils drei Dutzend seiner Bekannten in das Münchner Volkstheater ein, weil er von dem Stück „Der starke Stamm“ von Marieluise Fleißer so begeistert war. Zuvor hatte er bereits allen Fleißers Buch „Avantgarde“ (1963) geschickt.


Quelle:

Joseph Breitbach und Ernst Robert Curtius.
Eine Momentaufnahme aus derHeidelberger Bibliotheks- und Geistesgeschichte von Achim Bonte

 

 

 

 

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  WINFRIED BÜHLER
  




 
(1929 - 2010 )


 Grab Nr. 147    


   

  

 

Klassischer Philologe

Im Zentrum seiner Forschung standen die Griechische Mythologie und Parömiographie [Sprichwörterforschung].

 








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