| L ICH T | |||||||||||||||||||||||||||||||||
| "Und
Gott sprach: Es werde Licht! Und es ward Licht. Und Gott sah, daß das
Licht gut war."
Ohne Licht kein Leben. Der wichtigste Vorgang auf Erden ist die Photosynthese. Ihr verdanken wir den Sauerstoff zum Atmen und unsere Energiespeicher. Licht schafft Leben, Dunkelheit bedeutet Tod. Goethe soll am Sterbebett gerufen haben: Mehr Licht!" Thomas Bernhard bezweifelte dies. Seine Version: "Mehr nicht."
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| Genesis | |||||||||||||||||||||||||||||||||
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Die
beiden lieben |
Mögen
nicht ohne einander sein. |
Wie
eins ins andre sich verliert, |
Manch
buntes Kind sich ausgebiert, |
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| Im
eignen Auge
schaue mit Lust, |
Was
Plato von Anbeginn gewußt; |
Denn
das ist der Natur Gehalt, |
Daß
außen gilt was innen galt. |
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Blau macht ein Loch im Bild. Es scheint immer zurückzuweichen. Blau ist die Farbe des Himmels, je tiefer es ist, umso metapyhsischer wirkt es. Blau ist eine kalte Farbe, wirkt eher fern. Mit Blau verbindet man auch keinen Geschmack, es hat immer etwas kaltes, kühles, feuchtes. Gleichzeitig lässt sich auf diese Farbe auch eine gewisse Sehnsucht übertragen. Deshalb ist sie in der Wirkung positiv und wird zu Werbezwecken oft verwendet. Blau
ist die Farbe des Empfindens. |
Licht entscheidet über Stimmungen. Es kann jede Gemütslage beschreiben und erzeugen. Jede Farbe übt auf uns eine psychologische Wirkung aus. Dabei ist Licht nichts anderes als elektromagnetische Wellen. Das menschliche Auge kann nur einen winzigen Teil des gesamten Wellenspektrums wahrnehmen, Wellenlängen zwischen 400 und 700 Nanometer. Dass wir dieses winzige Farbspektrum zwischen violettblau und rot überhaupt sehen können, verdanken wir drei Sehzellentypen in der Netzhaut des Auges, die jeweils für Strahlen verschiedener Wellenlängen- bereiche zuständig sind. Farben entstehen also durch Licht - und erst im Gehirn. |
Rot als Farbe des Blutes steht für Leben, Dynamik, aber auch für den Tod. Doch immer hat sie etwas intensives, Kräftiges, manchmal auch Agressives. Es ist eine eher laute Farbe und übt auf das Auge den größten Reiz aus. Je heller das Rot wird, desto mehr tritt das Erregende zugunsten von Wärme und Freude zurück. "Besonders in den hellen Tönen ist Rot heiter, freudig und jung" schreibt Max Keller, der Lichtgestalter der Münchner Kammerspiele. Ins Pupurne gehend nehme es eher eine väterliche - getragene, würdige Note an. Rot ist die Farbe des Tuns und Lassens.
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"Ich hoffe, immer noch etwas zu entdecken, die Liebe zweier Liebender durch eine Vermählung zweier Komplementärfarben auszudrücken, durch ihre Mischung und ihre Entgegensetzung, durch die geheimnisvolle Vibrationen verwandter Töne ... [zu den Farben . . .] Die
Hoffnung
durch einen
Stern auszudrücken, die Sehnsucht
einer Seele durch einen strahlenden Sonnenuntergang." Hier ein weiterer Brieftext über Farben an seinen Bruder . . .
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