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Menschliches Leben, Zeitverlauf, zudem auch künstlerische Form: alles das wird überhaupt erst vorstellbar, erkennbar, wenn sich irgend etwas geregelt wiederholt. Nur: Kann es in Wirklichkeit reine Wiederholungen überhaupt geben? ‘Niemand steigt zweimal in denselben Fluß’, befand schon ein alter Grieche ebenso unwiderleglich wie banal. [...] Je länger man Musik hört und über sie nachdenkt, desto klarer wird dem Gefühl wie dem Verstand, daß es eine identische Wiederholung nicht geben kann. Kehrt derselbe Charakter wieder, dann ist es nicht mehr ganz derselbe! Zeit verging. Neuheit verging. Das zweite Mal müßte die Tongestalt, um lebendig zu wirken, entweder eine Spur dringlicher oder eben ein wenig schwächer erklingen, als beim ersten mal. [...] [Gott] verspricht reumütig: ‘Solange die Erde steht, soll nicht aufhören Same und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht.’ (Ungeheuerlich, wie rhythmisch, wie vokal-bewußt musikalisch Luther das übersetzt hat bis hin zur Kadenz ‘Tag und Nacht’). Kaiser Joachim, Die Wiederholung in SZ Nr. 48/1996
"Ich schlage vor, alle Gedanken oder Handlungen als rational zu bezeichnen, die das adäquate Funktionieren und Wachstum des Ganzen, von dem sie einen Teil bilden, fördern, und als irrational alles, was dazu tendiert, das Ganze zu schwächen oder zu zerstören. Es ist klar, daß nur die empirische Analyse eines Systems zeigen kann, was daran rational beziehungsweise irrational ist." Und
dazu seine Anmerkungen: |
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Unsere
Sache ist es, den Funken des Lichts festzuhalten, der aus dem Leben überall da hervorbricht, wo die Ewigkeit die Zeit berührt. Friedrich Schiller |