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In der Rede Theodor Waigels vor dem Deutscher Bundestag am 30. Juni 1994 in Berlin [12. Wahlperiode — 238. Sitzung] kommen aus meiner Sicht mehrere Grundelemente seines Denkens zum Ausdruck: seine Verankerung im christlichen Glauben, sein Eintreten für den demokratischen Rechts- und Sozialstaat, seine Rückbindung auf elementare Werte- und Normen, seine Absage an den Kollektivismus und Totalitarismus sein Respekt für den politischen Gegner, sein Sinn für Humor auch in ernster Auseinandersetzung und sein Bemühen die Ordnung der Dinge zu erkennen.
Hier einige kurze Auschnitte:
"Im Bewußtsein ihrer Verantwortung vor Gott und den Menschen haben die Frauen und Männer des Parlamentarischen Rates im Jahre 1949 das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland geschaffen. Vieles hat sich seither gewandelt. Geblieben aber ist für uns, die wir dieses Grundgesetz den Notwendigkeiten des ganzen Deutschland anzupassen haben, dieser über den Tag und über Parteien hinausreichende Rahmen der Verantwortung. Das Grundgesetz steht für 45 Jahre Frieden und für die Rückkehr in die internationale Völkergemeinschaft. Das Grundgesetz steht für 45 Jahre wehrhaften Rechtsstaat und stabile parlamentarische Demokratie, für inneren Frieden und soziale Sicherheit. Das Grundgesetz steht vor allem aber für die deutsche Einheit, die uns die Geschichte — nicht nur in diesem Jahrhundert — so lange versagt hat. Lassen Sie mich Ihnen, Herr Dr. Vogel, nun auch ein Wort des Respektes sagen: und zwar zum einen für diese bewegende Rede, aber auch für die politische Lebensleistung, sicher über viele Gegensätze hinweg. Sie haben sich und anderen das Leben nicht leichtgemacht. Aber weil Sie es sich selber nicht leichtgemacht haben, haben auch die anderen das leichter hinnehmen können. Sie haben heute zum Ausdruck gebracht, was auch
einer Ihrer Gegenspieler, Franz Josef Strauß, einmal gesagt hat: Notfalls müssen die Bayern die letzten
Preußen sein. Was Sie am Schluß als Resümee dargestellt haben, hat mich erinnert an den Schlußsatz einer Betrachtung als Antwort auf eine Demokratieenquete der UNO im Jahre 1949, wo Joseph Bernhart über „Philosophische Aspekte der demokratischen Krise" schrieb und mit dem Satz schloß, der für uns alle gilt: Es gilt, die Ordnung der Dinge zu erkennen und sich selbst in Ordnung zu bringen. Ich danke Ihnen jedenfalls für das, was Sie getan haben, dafür, wie Sie es getan haben, und auch für die Rede heute. Alles Gute für die Zukunft! .
. . Mit dem Grundgesetz zog der freie Teil der deutschen Nation die Lehren aus der Geschichte. Es war dies eine Entscheidung für die politische Freiheit und gegen den Totalitarismus, für den Rechtsstaat und gegen eine kollektivistische Wirtschaftsordnung ."
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Theodor Waigel hat in meiner Heimatgemeinde Seeg im Ostallgäu auch seine Heimat gefunden. Deshalb möchte ich auf meinen Seiten auf Aspekte seines Lebens und Denkens aufmerksam machen, die mich berühren. Theodor Waigel ist in Einrichtungen tätig, die zeigen, wie sehr er sich seiner schwäbischen und bayerischen Herkunft verbunden fühlt: Arthur-Maximilian-Miller-Stiftung, Augsburg, Mitglied des Stiftungsbeirates Joseph-Bernhart-Gesellschaft e.V., Türkheim, Protektor Katholische Akademie Bayern, München, Mitglied des Bildungsausschusses
In Seeg lebte der Bildhauer und Maler Otto Kobel, der Werke von Arthur Maximilian Miller zur Aufführung brachte.
von Arthur
Maximilian Miller (1974) Hier mehr über Otto Kobel auf meinen Seiten . . .
Hier meine Eindrücke von der WIEDERERÖFFNUNG
AM 2. DEZEMBER 2007 UND
ZU MEINEN SEITEN ÜBER DIE SEEGER KIRCHE. HIER
ZU MEINEN SEITEN ÜBER EUGEN BISER . . .
"Wichtig
ist, durch die pädagogisch-politische Arbeit der Einrichtung, zentrale
Wertorientierungen wie Menschenwürde, Menschenrechte, Meinungsfreiheit
und Demokratie im Sinne einer gegenwarts- und zukunftsorientierten
Demokratie-, Bürger- und Menschenrechtserziehung zu vermitteln. Es soll
dadurch für heutigen Rechtsradikalismus, politische Unterdrückung,
totalitäre Tendenzen, Menschenrechtsverletzungen, ethnisch motivierte
Verfolgungen und genozidale Ereignisse sensibilisiert werden." Quelle: Das NS-Dokumentationszentrum München. Ein historisch-politischer Lernort für die Zukunft |
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Gefunden - Theodor Waigel zum 70. Geburtstag Renate Schmidt, EX-SPD Landesvorsitzende in Bayern " Obwohl in einer anderen Partei, ist Theo Waigel ein sympathischer Mensch. Ich erinnere mich, dass er mich damals, als ich SPD-Landesvorsitzende wurde, zu einem Antrittsbesuch empfing, was für ziemliches Aufsehen sorgte. Er machte überhaupt viele Dinge, die eigentlich ganz normal waren - nur nicht in der CSU." Quelle:
Münchner Merkur 22. 4. 2009 "Zu seinem 70. Geburtstag . . . lässt sich Waigel wieder einmal vernehmen, vorsichtig zwar, wie es seine Art ist, aber deutlich. Die Bundestagswahl im Herbst könne 'zu einer neuen Konstellation führen', glaubt er und findet das gar nicht nicht schlecht: 'Das wäre für die Demokratie belebend.' Die 'neue Konstellation', die Waigel andeutet, sind Dreierbündnisse, und darauf soll in seinen Augen auch die Union eingerichtet sein, indem sie sich einer Zusammenarbeit mit den Grünen öffnet. 'Da soll man keine allzu großen Berührungsängste haben'. . . . Drei Dinge zählt Waigel selbst zu seinen Verdiensten: dass er die CSU nach dem Tod von Strauß zusammengehalten hat, seinen Beitrag zur deutschen Einheit, vor allem der Überleitungsvertrag, der den Abzug der sowjetischen Truppen regelte; und die Einführung des Euro. Das war nicht leicht, denn der größte Widerstand kam aus seiner eigenen Partei. . . . Er
pflegt Kontakte über die Parteigrenzen hinweg. Zu dem früheren
SPD-Vorsitzenden Hans-Jochen Vogel etwa habe er 'ein zunehmend gutes
Verhältnis'." |
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Es gibt in der Nähe von Nesselwang eine Hütte, die Kappler Alm. Man erreicht sie, indem man von Nesselwang über einen schönen Kreuzweg bis zu einer Barockkirche (Maria Trost) geht und dann nochmals durch den Wald wandert. Oder man nimmt den Weg durch eine Schlucht (Höllschlucht), wo man dann diretissima zum Gipfel kommt. Und da kann ich mich an ein Erlebnis erinnern im Jahr 1990, als ich fast jeden Sonntag schon nachmittags wieder nach Bonn fliegen musste, um Gespräche zur Deutschen Einheit zu führen. Unter der Woche reichte die Zeit nicht aus, um auch längerfristige Projekte und Strategien zu besprechen. Das war natürlich schon hart, bereits am Sonntagnachmittag wieder weg zu gehen, von daheim. Da haben an diesem Vormittag Irene und ich die Tour gemacht; es war ein traumhafter Spätsommertag. Es waren nicht mehr viele Menschen auf dem Weg. Man hörte noch das Läuten der Glocken von den Almkühen. Eine unglaublich schöne, ruhige, abgeklärte Stimmung. Eine halbe Stunde, da habe ich mich unter das Gipfelkreuz ins Gras gelegt und mich entspannt. Ich fragte mich: Warum tust du dir den ganzen Stress eigentlich an? Warum bleibst du jetzt nicht hier? Warum trinkst du jetzt nicht noch ein Weizenbier? Warum bestellst du dir jetzt nicht einen Wurstsalat? Und da überkam mich die Sehnsucht: Wenn ich jetzt ein Stück Papier und einen Bleistift hätte, dann würde ich darauf schreiben: "Lieber Helmut, sei mir bitte nicht bös`. Aber ich bin auf der Kappler Alm geblieben. Hier ist es schöner als in Bonn. Grüße bitte die anderen. Es war eine schöne Zeit. Dein Theo." Theo
Waigel "Ich schenke ihm eine Einladung im Frühsommer auf eine Allgäuer Alpe."
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"Ich werde den Weg auf und ab laufen, auf und ab», freute sich Waigel über ein für ihn «ganz besonderes Geschenk". Meist bekommt man so etwas erst nach seinem Tod, warf er ein. . . . Doch nicht nur mit dem nach ihm benannten 'Dr.-Theo-Waigel-Weg' hatten sich die Seeger bei ihrem wohl berühmtesten Einwohner bedankt. In der Pfarrkirche St. Ulrich hatte ihn zuvor der Tölzer Knabenchor unter Leitung von Professor Gerhard Schmidt-Gaden überrascht, der zu seinen Ehren ein Konzert gab. " Quelle: Allgäuer Zeitung vom 27. 4. 2009
Beginn des Weges am Eingang des Dorfangers |
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