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GLYPTOTHEK IN MÜNCHEN ÜBERBLICK I ANTIKE I KLASSIZISMUS SEINE SEITE MIT BILDERN VON THEODOR FREY
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GLYPTOTHEK
Die dreizehn rechteckigen, quadratischen oder runden Säle sind um einen Innenhof angeordnet, das Vestibül im Mittelbau überragt die Säle an Höhe. Vor dem Vestibül befindet sich die Säulenvorhalle mit zwölf ionischen Säulen. Die darüber liegende Giebelgruppe von Johann Martin von Wagner stellt Athena als Beschützerin der plastischen Künste dar. Die Außenwände sind mit sich in Nischen befindenden Skulpturen geschmückt, während sich die Fenster zum Innenhof hin öffnen. Die Skulpturen stellen mythische oder geschichtliche Repräsentanten der Künste dar, an der Vorderseite zum Königsplatz hin sind es Dädalos, Prometheus, Hadrian, Perikles, Phidias und Hephaistos. An der westlichen und östlichen Seite des Gebäudes sind es Bildhauer der Renaissance und der Entstehungszeit der Glyptothek (darunter Bertel Thorvaldsen und Antonio Canova), deren Werke früher im Saal der Neueren ausgestellt waren und später in die Neue Pinakothek verbracht wurden. Nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wurde 1947 mit der Wiederherstellung begonnen, 1972 erfolgte die Wiedereröffnung. . . . Die 1820 bis 1830 durch Peter Cornelius ausgeführten bedeutenden Fresken Die Götter Griechenlands wurden im zweiten Weltkrieg zerstört und nicht wiederhergestellt. Es sind nur vereinzelte Fragmente erhalten und die Nationalgalerie in Berlin besitzt die Kartons. Der 1864 von Klenze im Innenhof errichtete Assyrische Saal wurde nach dem Krieg ebenfalls nicht wieder hergestellt, die acht assyrischen Reliefs und der babylonische Löwe befinden sich heute in der Ägyptischen Staatssammlung. Die im Innenhof aufgestellte große Säule stammt aus dem früheren Vestibül des gegenüberliegenden im Inneren modern wieder aufgebauten Gebäudes der Antikensammlung. Quelle:
Wikipedia
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DER
APOLLO
VON TENEA UND
DIE aus der Kunstgeschichte von Wilhelm Hausenstein (S. 35)
Diese Figuren entstehen in einer Epoche knappster und beherrschtester ritterlicher Haltung; sie entstehen in einer Epoche, die nicht nur der Kunst, sondern auch dem unmittelbaren Leben selbst die Würde des straffen Auftritts anweist - jene Würde, die auch im Leben selbst eine Bekundung aristokratischen Wesens, eine geschlossene Erscheinung liebt. "
Aus dem Buch von Wilhelm Hausenstein - Liebe zu München - 1929 - S. 180 ff. "Griechenland tritt in dieser Gestalt aus der Feierlichkeit ägyptischer Überlieferung hervor. . . . Die großartige ja stilbildende Befangenheit ägyptischer Bildnerei fängt in dem frühen griechischen Marmor an, sich leise zu lösen. Die Kolossalität ägyptischen Bildens nimmt in dem griechischen Bildner, der das Erbe des Nil trägt, menschliche, lebensgroße, ja schier intime Maße an. Apollon von Tenea ist von irdischer Statur. Die ägyptische Form zerbricht wie die Mächtigkeit einer einfachen Schale - und siehe: es scheint hervor ein griechischer Kern von zarterer, von mehr empfindsamer, von innigerer Bildung. Wunderbarer Augenblick des Übergangs; ein psychologischer Augenblick der Weltgeschichte des künstlerischen und des sittlichen Geistes. " |
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FRESKO
VON PETER VON CORNELIUS DER
UNTERGANG TROJAS (1825-26) Im Zentrum des Bildes sitzt Hekabe, die Frau des Priamos, umgeben von ihren Töchtern. Auf ihrem rechten Knie liegt der Kopf der ohnmächtigen Andromache, der Witwe Hektors. Sie hält noch in der Hand den Arm ihres Sohnes Astyananx. Helena
klammert sich an eine Säule. Im Hintergrund steht die Seherin Kassandra
und spricht den Fluch über das Haus der Atriden aus. Agamemnon, Sohn
des Atreus, versucht vergeblich, sie daran zu hindern. |
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