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BOGENHAUSENER FRIEDHOF |
DIE GRABSTÄTTEN IM SÜDWESTLICHEN TEIL |
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Johann von Lamont (1805-1879) |
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Grab Nr. 1
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Eines der
ältesten Gräber ist das des Astronomen und studierten Theologen Lamont,
der ab 1827 mehr als fünfzig Jahre an der Sternwarte
in Bogenhausen tätig war. 1852 wurde er deren Direktor und
Universitätsprofessor. Er bestimmte die Maße des Uranus, verzeichnete
Beobachtungen an 8000 Sternen und beschäftigte sich mit der Erforschung
des Erdmagnetismus.
Wie
sich die beiden Portraits doch gleichen! Quelle: Universitätssternwarte München |
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Rolf Rieffert (1919 - 2004) |
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Grab Nr. 2 zum Bild des Grabmals Inschrift am Kreuz
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Grab Nr. 3 zum Bild des Grabmals
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Georg
IV. Schneider
(1900 - 1991)
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Liesl Karlstadt (12.12.1892 - 27.7.1960) und ihre Schwester Amalie |
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Grab Nr. 4 |
Ausschnitt einer Zeichnung von Michael Mathias Prechtl Liesl Karlstadt wurde 1892 in München-Schwabing als Elisabeth Wellano geboren. Als fünftes von neun Kindern eines Bäckers italienischer Abstammung wächst sie in bescheidenen Verhältnissen auf. Nach dem Besuch der Volksschule arbeitet sie zunächst als Verkäuferin bei Hermann Tietz, dem späteren Hertie, bevor sie mit 17 Jahren zu den Münchner Volkssängern und von da zur Volksbühne und zum Kabarett kommt. Sie beherrscht eine Reihe von Musikinstrumenten. Schon mit 20 fungiert sie als Soubrette und sang im Chor. Erst durch die Begegnung mit Karl Valentin im Jahre 1911 wird ihre humoristische und musikalische Begabung wirkungsvoll gefördert. Er schreibt schon bald kurze Szenen für sie. So wie Valentin nicht ohne sie als abendliche Spielpartnerin denkbar ist, so wird Liesl Karlstadt für Valentin die unentbehrliche Interpretin seines spezifischen Humors, seit sie gemeinsam im Jahre 1911 von Kathi Kobus engagiert, in deren Münchener "Simplizissimus-Kabarett" aufgetreten sind. Sie wird nicht nur die engste Partnerin Karl Valentins, sondern verfasst auch viele Dialoge und Sketche und wirkt neben ihm in zahlreichen Filmen mit. 1930 nimmt sie Schauspielunterricht. Ihre eigentlichen Erfolge erzielte sie mit Valentin an den Münchener Kammerspielen und am Volkstheater. Später holt sie auch der Rundfunk. So erfolgreich ihre Arbeit ist, so schwierig ist Arbeit und Leben mit dem zur Hypochondrie neigenden Komiker, zumal Liesl Karlstadt auch noch die Geliebte des Familienvaters Valentin ist. Als er dann ihr ganzes Vermögen in ein zweifelhaftes Museumsprojekt steckt und damit pleite geht, fällt sie in eine tiefe Krise. An einem Morgen im April 1935 weiß Liesl Karlstadt einfach keinen Ausweg mehr. Sie stürzt sich in die Isar. Zu lange hat sie die Rolle der immer Heiteren und Gutgelaunten gespielt. Im Leben und auf der Bühne. Der Selbstmordversuch mißlingt. Die beliebte Schauspielerin wird in eine Klinik eingewiesen. Die Diagnose: Nicht die vielen Rollenwechsel seien ausschlaggebend für ihre Krankheit, sondern die zu enge Bindung an ihren Bühnenpartner, Karl Valentin, der seit Jahren all ihre Energie in Anspruch nimmt.
Nach dem Tod von Karl Valentin (1948) und dem unwiderruflichen Ende
einer großen Zweisamkeit bleibt Liesl Karlstadt weiterhin populär.
Jetzt kommt sie erst richtig zum Theaterspielen: die resche
"Kleine Verwandte" oder die naive Frau Neusiegl in der
"Medaille". Auch in zahlreichen Filmen wirkt sie mit
("Das doppelte Lottchen", die "Die Dame in
Schwarz" (1951), "Die Trappfamilie" (1956)). Im
Rundfunk ist sie gleichfalls zu hören als schlagfertige Chefin der
berühmten "Familie Brandl", die 200 Fortsetzungen erlebt. Am 27. Juli 1960 stirbt Liesl Karlstadt an einer Gehirnblutung in Garmisch-Partenkirchen.
Die Totenmaske aus dem Valentinmusäum
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Markl - Braun |
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Grab Nr. 5/6 zum Bild des Grabmals
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Hugo von Seeliger (1805-1879) |
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Grab Nr. 7 zum
Bild des Grabmals
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Foto © Salvatore Amura Der in Österreichisch-Schlesien geborene Hugo v. Seeliger (1849-1924) wurde 1882 neuer Direktor der Sternwarte. Obwohl er sich schon in jungen Jahren als Leiter der deutschen Venusexpedition zu den Auckland-Inseln (1874) hervorgetan hatte und auch in München durchaus selbst beobachtete, lagen seine Interessen eindeutig im theoretischen Bereich. Mit seinen Arbeiten auf den Gebieten der Stellarstatistik, Fehlertheorie, Himmelsmechanik, Theorie der Novae und der Photometrie staubförmiger Massen wurde er mit Sicherheit zum bedeutendsten deutschen Astronomen seiner Zeit. Auch wenn einige seiner Überlegungen modernen Erkenntnissen nicht mehr standhalten, ist es sein Verdienst, grundlegende Probleme erkannt und die Voraussetzungen späterer Entwicklungen geschaffen zu haben. Er führte im Laufe seiner 42-jährigen Dienstzeit die Münchener Sternwarte nun auch auf astronomischem Gebiet zur Weltgeltung. Unter seinen zahlreichen Schülern waren auch solche aus Amerika. Der bedeutendste von allen wurde Karl Schwarzschild, der 1898 bei ihm promovierte. Wie Lamont erfuhr auch Seeliger schon zu Lebzeiten hohe Ehrungen, wurde in den Adelsstand erhoben und war Mitglied zahlreicher Akademien und gelehrter Gesellschaften. Neben seiner Lehr-und Forschungstätigkeit bekleidete er von 1883 bis 1896 das Amt des Schriftführers der Astronomischen Gesellschaft, war für 25 Jahre (1896 - 1921) deren Vorsitzender und leitete von 1919 bis 1924 als deren Präsident die Geschicke der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Nach seinem Tode im Jahre 1924 gab die Stadt München einer Strasse in Bogenhausen seinen Namen und die Astronomen benannten einen Mondkrater von 8 km Durchmesser nach ihm. Quelle: Universitätssternwarte München |
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Grab Nr. 8 zum Bild des Grabmals
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Aus:
Deutsche Bundesbank Monatsbericht
März 1998 Der
Zentralbankrat vor fünfzig Jahren "Die in den einzelnen Zonen von deutscher Seite vertretenen Standpunkte zur Frage einer gesamt(west)deutschen Notenbankorganisation ähnelten denen der jeweiligen Besatzungsmacht, ohne sich aber mit diesen ganz zu decken. Zwar hat kein deutsches Parlament damals über die künftige Notenbankorganisation abgestimmt. Aber zwei Sachverständigengremien, die ein breites Meinungsspektrum repräsentierten, haben das Gesetz zur Errichtung der Bank deutscher Länder im Vorfeld ausgiebig mitdiskutiert: die bei der Verwaltung für Finanzen eingerichtete und von Ludwig Erhard geleitete Sonderstelle Geld und Kredit (in Bad Homburg) und die Sachverständigen-Kommission Länder Union Bankª beim Währungsausschuß des bizonalen Wirtschaftsrats. In beiden Gremien saßen Zentralisten und Dezentralisten: in der Sonderstelle zum Beispiel der Münchner Stadtkämmerer Erwin Hielscher als Zentralist und der spätere Landeszentralbankpräsident von Württemberg- Baden Otto Pfleiderer als Dezentralist, in der Sachverständigen- Kommission als ZentralistWilhelm Vocke und als Dezentralist der Landeszentralbank- präsident von Bayern Max Grasmann."
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Grab Nr. 9 zum Bild des Grabmals
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Otto Schedl (1912 - 1995) |
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Grab Nr. 10 zum Bild des Grabmals
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Dr. Otto Schedl wurde am 10.12.1912 in Sinzing bei Regensburg geboren.
Nach dem Besuch der Oberrealschule studierte er Philosophie, Literatur und
Kunstgeschichte. 1941 promovierte er zum Dr. phil. Nach der
Kriegsdienstzeit bzw. seiner Entlassung aus der Kriegsgefangenschaft war
er von 1948 - 1957 Landrat des Landkreises Neumarkt/Opf. Er beteiligte
sich am Aufbau der CSU und war einer ihrer ersten Generalsekretäre.
Mitglied des Bayerischen Landtags war Dr. Otto Schedl von 1950 - 1974.
Nach über 13jähriger Tätigkeit als Ressortminister für Wirtschaft und
Verkehr war Dr. Otto Schedl vom 8.12.1970 bis zum Ausscheiden aus dem
Kabinett am 22.2.1972 Bayerischer Staatsminister der Finanzen. In der Zeit
vom 11.3.1969 bis zum 22.2.1972 war er zugleich auch Vertreter des
Bayerischen Ministerpräsidenten. |
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Grab Nr. 11 zum Bild des Grabmals
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Fritz Cammerer (1882 - 1963)
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Grab Nr. 12 zum Bild des Grabmals
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Reiffenstuel Hans (1894 - 1980) |
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Grab Nr. 13
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Reiffenstuel,
Hans Kunsthistorisches
Studium in München bei Heinrich Wölfflin Aus der "Bayerische Staatszeitung" vom 7. Dezember 2001"Unter dem Ausstellungsraum im "Hans-Reiffenstuel-Haus" in Pfarrkirchen lagern etwa 1600 Werke, die fast alle im nahen Obergaiching entstanden. Nach diesem Künstler, der in den zwanziger Jahren des 20. Jhs Rottaler Bäuerinnen porträtierte als Metapher für die Einheit von Mensch und Natur, ist das Kulturzentrum der Stadt Pfarrkirchen benannt. Der
archivierte und wohltemperiert vorgehalte Fundus ist so reichhaltig,
dass auch im Bürgermeisterbüro und im Raum der Mutter-Kind-Gruppe im Reiffenstuhl-
Haus Werke hängen. |
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Grab Nr. 15 zum Bild des Grabmals
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Grab Nr. 16 zum Bild des Grabmals
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Blumenschein - Oberbauer - Ettmayr |
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Grab Nr. 17 zum Bild des Grabmals
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Prälat
Max Blumenschein Ratzinger Kaplanzeit in der Pfarrei Heilig Blut begann 1951mit einer "Ausleihe". Er wurde nach Moosach weitergeschickt. ... Nach vier Wochen endlich Bogenhausen "Prälat Blumenschein war ein Original, aber auch ein herausragender Seelsorger, der mit seiner schlichten Gläubigkeit die vorwiegend intellektuellen Mitglieder seiner Pfarrei mehr beeindruckte als er es mit intellektuellen Reden gekonnt hätte." "Die Jugend in Bogenhausen war ungemein aktiv. Die Pfadfinder, die Pfarrjugend und die Heliand-Gruppe beschlagnahmten mich sofort. Sie hatten das alte Leichenhaus von St. Georg als Jugendheim ausgebaut - und wenn man sich's heute auch nicht mehr vorstellen kann: es war schön!" Ratzingers Tageslauf war reichlich ausgefüllt. Sechs bis sieben Beichthören, sieben Uhr Messe, um acht Uhr Unterrichtsbeginn - denn Ratzinger war zugleich Religionslehrer an der Gebeleschule am Herkomerplatz. Es ergab sich auch, dass er am Sonntag bei der Frühmesse und beim Kindergottesdienst predigen musste: "Was ich eigentlich nicht beabsichtigte: Die Erwachsenen fühlten sich von den Kinderpredigten oft mehr angesprochen als von den Ansprachen, die ich für die sorgfältig präpariert hatte."
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Grab Nr. 18 zum Bild des Grabmals
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1929 verließ der Gründungsdirektor
resigniert das Haus, um einem Ruf nach Berlin als "Leiter
der königlichen Porzellanmanufaktur" zu folgen. In seiner
Abschiedsrede teilte er der erregten Presse, die erneut den
"Niedergang Münchens als Kunststadt" beschwor, mit:
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Grab Nr. 19 zum Bild des Grabmals
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Grab Nr. 20 zum Bild des Grabmals
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Günther Rid (1929 - 1992) |
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Grab Nr. 21 zum Bild des Grabmals
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Quelle: Firmengeschichte der Firma Betten Rid
"1916 gründete
Rosa Zaininger, die Großmutter des heutigen Inhabers, in der Schwabinger
Theresienstrasse ein Bettengeschäft. |
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Hans Schweikart (1895 - 1975) |
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Grab Nr. 22 zum Bild des Grabmals
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Hans
Schweikart
"Hans Schweikart (1895-1975), langjähriger Intendant der Münchner Kammerspiele, Schauspieler, Regisseur und Autor, war Schüler und Absolvent der Marie-Seebach-Schule, kam über verschiedene Provinzbühnen jung zu Max Reinhardt und 1923 nach München an die Münchner Kammerspiele. München wurde für den gebürtigen Berliner zu seiner zweiten Heimat. Er war in der bayerischen Metropole in großen, verantwortlichen künstlerischen Positionen tätig: Oberspielleiter am Residenztheater, Produktionschef der Bavaria-Filmkunst und von 1947 bis 1963 Intendant der Kammerspiele. Nachdem er 1963 in den Ruhestand trat und die Leitung an August Everding abgab, gastierte er als Schauspieler und Regisseur in Berlin, Hamburg, München und Wien. " Quelle:
ZDF-Theaterkanal Hans Schweikart starb am 1. Dezember 1975 im Alter von 80 Jahren in München - am selben Tag, an dem er mit der Inszenierung von Harold Pinters „Niemandsland“ beginnen wollte...
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Seemüller - Wimmer |
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Grab Nr. 23 zum Bild des Grabmals
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Aus
der Leseprobe "Superfrauen „14 Bücher auf einer
CD-ROM"
„Maria Wimmer kam am 27. Januar 1911 als Tochter des Baurats Max Wimmer und seiner Frau Helene, geborene Friedrich, in Dresden zur Welt. ... 1930 gab Maria Wimmer ihr Debüt als Marei in dem Stück „Florian Geyer" von Gerhart Hauptmann (1862–1946) am Stadttheater in Stettin (Pommern), wo sie bis 1933 spielte. Ihr Partner auf der Bühne war der als Gast auftretende große deutsche Schauspieler Heinrich George (1893–1946). Der Autor Hauptmann beglückwünschte Maria nach der Aufführung seines Werkes. Von 1934 bis 1937 arbeitete Maria Wimmer an den „Städtischen Bühnen Frankfurt am Main", von 1937 bis 1947 am „Deutschen Schauspielhaus Hamburg", 1948/1949 am „Münchner Residenztheater" und von 1949 bis 1952 an den „Münchner Kammerspielen". [In den Kammerspielen war sie 1983/84 in Gertude Stein Gertrude Stein von Marty Martin, 1989/90 in Regina Madre von Manilio Santanelli und 1991/92 in Nur wir von Ulla Berkéwicz zu erleben]. Der künstlerische Durchbruch gelang ihr 1949 an den „Münchner Kammerspielen" als Laura in dem Stück „Der Vater" des schwedischen Dichters August Strindberg (1849–1912). 1950 heiratete Marie Wimmer den gleichaltrigen Rechtsanwalt Dr. jur. Otto Seemüller (1911–1987). Die glückliche Ehe des Paares blieb kinderlos. 1967 erhielt Maria Wimmer für zehn Jahre als hervorragendste Vertreterin der deutschen Schauspielkunst den „Tilla-Durieux-Schmuck", 1970 zusammen mit Bernhard Minetti (1905–1998) den „Kulturpreis des Deutschen Gewerkschafts-Bundes", 1973 den Orden „Pour le mérite für Wissenschaft und Künste" und 1974 das „Große Bundesverdienstkreuz mit Stern" (1974). In der „Süddeutschen Zeitung" wurde Maria Wimmer am 27. Januar 1994 von C. Bernd Sucher mit folgenden Worten gewürdigt: „Die Menschen, die sie spielt, erwachen zu Leben durch ihre Hände und durch ihre Stimme. Sie wird die ,Callas des Wortes‘ genannt, weil sie in einer Aufführung von kalter Brillanz, einer sehr äußerlichen Präzision, sekundenschnell wechseln kann zu den innigsten, den zärtlichsten Tönen: Maria Wimmer ist ein Orchester! Ihre Monolog-Abende, ihre Lesungen sind Sternstunden des deutschsprachigen Theaters." Maria Wimmer beherrschte außer ihrer Heimatsprache auch Französisch, Englisch und Italienisch. Als ihr Hobby gab sie das Kochen an. Am 4. Januar 1996 starb Maria Wimmer im Alter von 84 Jahren in Bühlerhöhe (Baden-Württemberg). Maria Wimmer, der es vergönnt gewesen ist, 65 Jahre lang in ihrem Beruf höchst erfolgreich tätig zu sein, verfügte, dass der Großteil ihres Nachlasses in eine Stiftung übergeht. Zweck dieser Stiftung ist es, die Kunst und Kultur zu fördern und in finanzielle Not geratene Schauspieler zu unterstützen. Der gesamte künstlerische Nachlass von Maria Wimmer – Bilder, Kritiken, Tonmaterial und Briefe – befindet sich im Archiv der „Akademie der Künste" in Berlin.“
Thomas
Wimmer (SPD) gewann mit 58,3%
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Max Dietl (1914 - 1991) |
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Grab Nr. 24 zum Bild des Grabmals |
Der legendäre Münchner Prominentenschneider Max Dietl hat das Unternehmen in den 50er Jahren gegründet. Als 26-jähriger Betriebswirtschaftsstudent (nach einer Banklehre) hat sein Sohn 1991 nach dem Tod seines Vaters das Geschäft übernommen.
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Max - Mack - Grassl |
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Grab Nr. 25 zum Bild des Grabmals
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Grab Nr. 26 zum Bild des Grabmals
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Karl Doerfler |
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Grab Nr. 27 zum Bild des Grabmals
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Keine Laudatio ... vielmehr Schlaglichter, Erinnerungen zweier Zeitzeugen ... zum 100. Geburtstag Kirchenrat Karl Doerflers am 25. Februar 2006
"An einem Sonntagmorgen im Jahre 1953, kurz vor Beginn des Gottesdienstes, hielt ein Herr, mit dem Fahrrad kommend, vor der Dreieinigkeitskirche an, stieg ab und schaute sich neugierig um, ging in die Kirche hinein und setzte sich auf die hinterste Bank. Nach Ende des Gottesdienstes verschwand er ebenso unauffällig, wie er gekommen war. Es war Pfarrer Karl Doerfler, der vom Landeskirchenrat dazu ausersehen war, die Nachfolge von Pfarrer Friedrich Bauer als Gemeindepfarrer anzutreten. Am 15. September 1953 wurde er in sein Amt eingeführt. Mit unglaublicher Energie ging Doerfler an die Arbeit. Es war eine Zeit des Aufbruchs. Die schweren Kriegs- und Nachkriegsjahre waren vorüber, und auch in der Kirche ging es aufwärts. Es standen wieder mehr Mittel zur Verfügung. So konnten 1954 neue Glocken gegossen werden. Im folgenden Jahr wurde der Gemeindesaal eingeweiht. Die Kirche erhielt eine neue Heizung. Einige Jahre später konnte für die Jugendarbeit die Hütte am Wendelstein erworben werden. Drei neue Gemeinden mit eigenen Kirchen entstanden auf dem ehemaligen Gebiet der Dreieinigkeitskirche. Die äußerlichen Fortschritte waren Ausdruck eines regen geistlichen Lebens auf allen Ebenen der Gemeinde. Das deutlichste Zeichen war die übervolle Kirche bei den sonntäglichen Gottesdiensten. Es fällt schwer, in Worte zu fassen, was der Kern der Bogenhauser Jahre von Karl Doerfler war: Doerflers Temperament, seine Warmherzigkeit, seine tiefe und demütige Gläubigkeit, seine Liebe zur Gemeinde und zum Herrn der Kirche. 13 Jahre war Pfarrer Doerfler – inzwischen zum Kirchenrat ernannt – der treue und aufopfernde Hirte seiner Herde. Die Belastungen waren groß, und am 31. Dezember 1966 musste er aus gesundheitlichen Gründen in den Ruhestand treten."
Dr. Albrecht von Wachter, Vertrauensmann des Kirchenvorstand
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Friedrich Meyer (1915 - 1993) |
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Grab Nr. 28 zum Bild des Grabmals
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Friedrich Meyer-Gergs (* 1915 in Bremen, † 1993 in München) Pseudonym Bert Oltmann, war ein Komponist, Arrangeur und Bandleader. Er entdeckte nach dem 2. Weltkrieg die drei Last-Brüder Robert, Werner und Hans und engagierte sie für das neu zu gründende Tanz- und Unterhaltungsorchester des Senders Bremen.
Quelle: Kulturverein Deggendorf
" 'Wenn du einen tüchtigen
Manager gehabt hättest, wärest du der deutsche Cole Porter!”, sagte
Leonhard Berstein einmal zu ihm. So bekannt wurde Friedrich Meyer zwar
nie, aber als Schöpfer der “Opern auf Bayrisch” wird er doch im Gedächtnis
bleiben.“Gezeugt in London - geboren in Bremen am 5. März 1915"
pflegte er Auskunft zu geben, wenn man ihn nach seiner Herkunft fragte.
1930 begann er seine Musikerlaufbahn mit mäßigem Erfolg als Geiger. Nach
einigen Bühnenwanderjahren kam er über Leipzig nach Berlin ans Theater
am Schiffbauerdamm, wo er auch Johannes Heesters begleitete. Jetzt nahm er
Schallplatten mit den Stars der Zeit auf. |
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Grab Nr. 29 zum Bild des Grabmals
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Grab Nr. 30 zum Bild des Grabmals
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Grab Nr. 31 zum Bild des Grabmals
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Egmont "Monti" Lüftner (1931 - 2009) ehemals Grab von Rudolf Kempe . . . |
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Grab Nr. 32 zum Bild des Grabmals
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Rudolf Kempe (1910 - 1976) |
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Grab Nr. 32 zum Bild des Grabmals Grabstelle aufgelöst 2007 |
Geboren:
14. Juni 1910 Gestorben:
12. Mai 1976
Cordula Kempe zur Verlegung der Grabstelle
"Aufgrund der sehr engen Verbindung meines Mannes mit England habe ich seit 1985 einen Wohnsitz hier, der nun mein permanentes Zuhause geworden ist. Im Moment bin ich dabei, an mein Haus in Stratford-upon-Avon - das seit 1986 die Basis der von englischen Musikern gegründeten Rudolf Kempe Society ist - einen Anbau zu machen, der das gesamte Archiv meines Mannes sowie auch mein eigenes beherbergen wird. Sobald in diesem Zusammenhang auch der Garten neu gestaltet ist, wird das Grab dort einen würdigen Platz haben.
Diese
Entscheidungen sind über lange Zeit gereift. Ich weiß, dass mein
Mann sich hier wohler gefühlt hätte, als er es - zumal nach
dem Verlust seiner Dresdner Heimat - in Deutschland konnte."
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Rainer Werner Fassbinder ( 1945 in Bad Wörishofen -1982 in München) |
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Grab
Nr. 33
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Zeichnung TAM (Ölkreide - zum Tode von Fassbinder entstanden 1982)
Hanna Schygulla auf dem Set zu "Die Ehe der Maria Braun" Mir
scheint, bei allen Leuten, die mit Rainer gearbeitet haben, überwiegt,
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Dieß(ss) Wilhelm - Behrens |
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Grab Nr. 34 zum Bild des Grabmals
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1884-1957 (Seit den 20er Jahren verwendet Diess die Schreibung mit "ss")
Im ersten Weltkrieg mehrfach verwundet und hoch ausgezeichnet. 1918 Heirat mit Elisabeth Gerson und Tätigkeit als Anwalt. "1933 war alles zu Ende. Meine Frau (wir hatten inzwischen drei Kinder) erwies sich, obzwar katholisch und aus einer christlichen Familie, als jüdischer Mischling. Meine Stellung als Anwalt (als solche) blieb unangetastet bis 1944. Da sollte ich zur Organisation Todt abgestellt werden; ich zog aber vor, auf mein 1925 erworbenes kleines Bauernhöfl (Michelbauernhof auf der Eck) bei Tegernsee zu gehen, die Praxis in München nicht etwa aufzugeben, aber zunächst einmal praktisch nicht auszuüben, und den Hof mit meiner Frau und der älteren Tochter Liselotte selbst zu bewirtschaften. Während in München die Flieger auch meine Sachen zum großen Teil (die Kanzlei ganz) vernichteten, arbeitete ich auf der Eck: Holzschlagen, Mistfahren, Ackern usw.; meine Frau: Küche und Stall; meine Tochter: Milchwirtschaft - herrlich war das. Niemand kümmerte sich mehr um uns - die Müdigkeit am Abend jeden Arbeitstages kannte nur die Sorge ums Wetter." 1945 Ministerialrat im Bayerischen Justizministerium, dann Versetzung zur Generaldirektion der Bayerischen Staatstheater. Nebenbei Honorarprofessor an der Uni München für Urheber- und Erfinderrecht, Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste und Vorsitzender des Landesvereins für Heimatpflege. 1952 zieht er nach München-Denning in die Berberstraße 18. Die Kinder: (von W. Diess im Jahre 1954) Liselotte-Marie, technische Physikerin mit der Diplomprüfung der Münchener Technischen Hochschule, ist verheiratet mit dem Chemiker Dr. Helmut Behrens, und hat drei Kinder. Johannes, lebt in Long Island, Werbeleiter einer kanadischen Flugzeuggesellschaft (er hat, zwischen die Zeiten geraten, schwere Jahre hinter sich; er ist verheiratet, hat einen Sohn); Ursula, Bildhauerin, Schülerin von Wackerle, ist verheiratet mit dem Eisenbahnbeamten Hans Kemser in Garmisch, zwei Kinder.
Er starb am 13. September 1957 in München nach kurzer Krankheit. Und dazwischen war ein bewegtes Leben.
Wilhelm Diess, Jurist und hoher bayerischer Beamter, war ein Genie der Stegreifgeschichte – der eigentlichen Urform des Erzählens. Seine ungekünstelten, doch kunstvollen Geschichten, gegen deren schriftliche Fixierung er sich zunächst gesträubt hat, zählen in ihrer epischen Kraft, gelassenen Heiterkeit und Lebensklugheit zum Kernbestand der altbayerischen Literatur. Sie führen, wie Harald Grill formuliert hat, „über das beispielhaft Bairische weit hinaus ins Existentielle, ohne dabei ihren Wurzelgrund zu verleugnen“. Die Erzählung „Der kleine Stall“ - ein Meisterstück tierpsychologischer Beobachtung - führt auf den kleinen Bauernhof nahe dem Tegernsee, wohin sich Diess beim Machtantritt der Nazis zurückgezogen hatte. "Diess war ein Meister der unsentimentalen, von wohlwollendem Humor getragenen Schilderung alltäglicher Ereignisse, die in ihren schlichten, exemplarischen Wahrheiten über den regionalen Rahmen hinausweisen, in dem sie so fest verankert scheinen." Lexikon der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur seit 1945 - Dietz-Rüdiger Moser
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Helmut Behrens, (1919 - 2000) verstorben am 4. März 2000 im Alter von 85 Jahren Schwiegersohn von Wilhelm Dieß
Würdigung von Wolfgang Beck
"Helmut Behrens, geboren am 30. Mai 1915 in Elsfleth, war 30 Jahre an der Technischen Hochschule München tätig. Nach dem Abitur in Oldenburg begann er im Sommersemester 1933 sein Chemiestudium in Freiburg im Alter von 17 Jahren, wechselte aber wegen der beginnenden großen nationalsozialistischen Tendenzen in Freiburg schon zum Wintersemester an die TH München, die damals noch nicht unter so starkem ideologischem Druck stand. 1940 wurde er bei Walter Hieber mit einer Arbeit über Metallcarbonyle an der TH München promoviert. Ebenfalls 1940 heiratete er Liselotte-Marie Diess, die Tochter des Rechtsanwalts und Schriftstellers Wilhelm Diess. Einem Antrag auf Genehmigung der Eheschließung mit Liselotte Diess, die nach damaliger Terminologie »Vierteljüdin« war, wurde nicht entsprochen. Daraufhin musste Behrens seine Assistenten-Stelle aufgeben. Hieber besorgte seinem geschätzten Mitarbeiter einen Angestelltenvertrag aus Drittmitteln. Nach dem Krieg hat sich Behrens 1948 - unter schwierigsten Verhältnissen und durch die Kriegswirren verzögert - habilitiert; er wurde 1960 außerordentlicher Professor an der TH München und folgte 1962 einem Ruf als ordentlicher Professor und Vorstand des Instituts für Anorganische Chemie an die Universität Erlangen-Nürnberg. Dort initiierte und leitete er den hoch modernen Neubau der chemischen Fakultät. Behrens hat sich um die TH München in hohem Maß verdient gemacht, so beim Aufrechterhalten des Betriebs des Instituts während der gefährlichen Fliegerangriffe, beim Wiederaufbau des Anorganisch-chemischen Laboratoriums nach dem Krieg, als unbestechlicher und gerechter Referent für die Zulassung der Chemiestudenten und als langjähriger, glänzend organisierender Konservator bei Walter Hieber. Er war bei den Kollegen und in der Verwaltung der TH München hoch angesehen. Die Fakultät verlieh ihm 1990 die goldene Doktorurkunde. An der TH München hat Behrens die Chemie der Metallcarbonyle in flüssigem Ammoniak begründet, und er ist der Pionier auf diesem experimentell sehr schwierigem Gebiet. Aufbauend auf seinen wichtigen Arbeiten, wird diese Technik auch heute noch häufig angewandt und viel zitiert. Mit über 200 Publikationen hat er zum Ansehen der Anorganischen Chemie in Deutschland in hohem Maße beigetragen. Behrens wurde die Ehrendoktorwürde der Universität Rennes verliehen. Unvergessen bleibt die Persönlichkeit Helmut Behrens. Er war ein aufrechter, liberaler, ja tapferer Mann, wie es wohl kaum einen anderen Kollegen gibt, und wir bewundern seine standhafte und mutige Haltung als »Unangepasster« in schwierigen Zeiten während des Dritten Reiches. Helmut Behrens ist immer, wenn er sich für eine gerechte Sache entschieden hat, seinen eigenen, aufrechten Weg gegangen und stand zu seinen Überzeugungen. Zu allen Zeiten hat er die aktuelle Politik sehr kritisch und mit Scharfblick verfolgt. Behrens war ein begeisterter Münchner und hat das Theater und das Konzert in München sehr geliebt; er war ein glühender Verfechter der Liberalitas Bavariae. Mit seiner Autobiographie »Wissenschaft in turbulenter Zeit 1933-1953«, Erinnerungen eines Chemikers an die Technische Hochschule München (s. TUM-Mitteilungen 5-97/98, S. 68) ist Behrens ein großes Werk gelungen. In seinem überaus lesenswertem Buch - wie der Rektor der Universität Erlangen Prof. G. Jasper als Rezensent schrieb: »die Erinnerungen eines sich treu gebliebenen Professors« - hat er die Geschichte der TH und seine Erfahrungen mit den Kollegen während des Dritten Reiches und der schwierigen Nachkriegszeit eindrucksvoll geschildert. Dieses interessante und schöne Buch ist auch eine Zeitgeschichte über das kulturelle Leben in München und über die allgemeine Lage der Hochschulen in der Nazi-Zeit. Das Buch hat Helmut Behrens die hochverdiente Anerkennung und Würdigung eingebracht und wurde von Rezensenten hoch gelobt. Wolfgang Beck
Walter Hieber (rechts) mit seinem langjährigen Vorlesungsassistenten Helmut Behrens. Das Bild entstand während einer Experimentalvorlesung in den ersten Nachkriegsjahren. Quelle: Von Emil Erlenmeyer bis Ernst Otto Fischer von Professor Wolfgang A. Herrmann
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Grab Nr. 35 zum Bild des Grabmals
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Grab Nr. 36 zum Bild des Grabmals
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Grab Nr. 37 zum Bild des Grabmals
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Grab Nr. 38 zum Bild des Grabmals
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Grab Nr. 39 zum Bild des Grabmals
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Grab Nr. 40 zum Bild des Grabmals
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Grab Nr. 41 zum Bild des Grabmals
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Grab Nr. 42 zum Bild des Grabmals
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Grab Nr. 43 zum Bild des Grabmals
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Lob, Alfons, 1900 - 1977 |
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Grab Nr. 44 zum Bild des Grabmals
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Der
Chirurg wurde 1900 in Duisburg geboren und starb 1977 in Murnau
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Grab Nr. 45 zum Bild des Grabmals
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Grab Nr. 46 zum Bild des Grabmals
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Grab Nr. 47 zum Bild des Grabmals
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Grab Nr. 48 zum Bild des Grabmals
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Grab Nr. 49 zum Bild des Grabmals
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Grab Nr. 50 zum Bild des Grabmals
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Strasser - Bauschinger - Schwenk |
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Grab Nr. 51 zum Bild des Grabmals
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Weigmann - Malisch |
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Grab Nr. 52 zum Bild des Grabmals
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Grab Nr. 53 zum Bild des Grabmals
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Grab Nr. 54 zum Bild des Grabmals
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Vater Fritz Unützer senior eröffnete 1945 in München ein Sportmoden-Geschäft und wurde schnell zum Einkleider der Gesellschaft. Sohn Fritz, ein Vetter von Willy Bogner, wird 1967 nach England in die Lehre bei Burberry geschickt.
Maria Unützer ( 6. Juni 1915 - 18. Mai 2006)
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Grab Nr. 55 zum Bild des Grabmals
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Freda Wuesthoff (1896 - 1956)
Aus
der Würdigung von Hubert Olbrich:
Im perversen Rassejargon der Machthaber galt ihre Mutter Marie geb. Weisbach (1875-1961), als »Volljüdin« und die aus »arischer« Partnerschaft hervorgegangene Tochter somit als »Halbjüdin«. Ein berühmter Vater Freda Hoffmann kam am 16. Mai 1896 in Berlin zur Welt. Sie war das erste Kind aus der Ehe des Stadtbaurates Ludwig Hoffmann (1852-1932) und seiner 23 Jahre jüngeren Ehefrau Marie. .
. . Als Stadtbaurat prägte Hoffmann von 1896 bis 1924 die Bauperiode für
die öffentlichen Gebäude der Stadt: Brücken, Brunnen, Badeanstalten,
Denkmäler, Feuerwachen, Krankenhäuser, Kulturbauten (z. B. Märkisches
Museum), Wohngebäude, Schulen und Turnhallen, Verwaltungsbauten sind sein
Werk. Heirat mit Franz Herzfeld Auf [mit Herzfelds jüngstem Sohn Franz (1896-1992] unternommenen Inspektionsreisen... lernten sie einander schätzen, verlobten sich ... und beschlossen, eine zweijährige Ausbildung in Berlin beim Patentanwalt Dr. Julius Ephraim gemeinsam zu absolvieren. Die Hochzeit fand am 22. April 1926 statt. ... Mit Berufsverbot belegt Freda
Herzfeld ... war die erste Patentanwältin
in Deutschland; sie blieb die einzige bis zum Jahre 1950. Die
Ehe, kinderlos, war mit beruflicher Harmonie gesegnet, nicht aber gegen
Eingriffe der Politik gefeit. Ein harter Schlag traf die florierende
Patentanwaltspraxis mit dem nationalsozialistischen Berufsverbot für die
»halbarische« Freda Herzfeld, das strikt untersagte, vor dem Patentamt
und den Gerichten aufzutreten. Sie wurde aus der Liste der Patentanwälte
gestrichen. Zum Glück war ihr Mann als »Vierteljude« davon nicht
betroffen. Aber Vorsicht war geboten. Den Briefkopf der Praxis, in der
seine Frau intern weiter mitarbeiten konnte, veränderte er schrittweise,
auch zur Abgrenzung gegen mögliche Verwechselung mit Juristen dieses
Namens. Die Praxis firmierte zunächst unter Herzfeld-Wuesthoff, später
nur Wuesthoff, dem Mädchennamen der arischen Großmutter väterlicherseits.
. . . Nach dem Krieg wurde in München die gemeinsame Praxis wieder aufgenommen. . .. Freda Wuesthoff, alias Herzfeld-Hoffmann, entfaltete eine rege Vortrags- und Aufklärungsarbeit. Als Physikerin wandte sie sich gegen das Gefahrenpotential der Atomwaffen mit einem »Arbeitsprogramm für den dauernden Frieden« und gründete hierzu einen Freundeskreis von Frauen, dem u. a. Marie-Elisabeth Lüders, Clara von Simson, Elli Heuss-Knapp, Gertrud Bäumer, Agnes von Zahn-Harnack angehörten. Für
die Schulen entwickelte sie ein Konzept zum Friedensunterricht. Für die
Verwirklichung ihrer Idee hat sie buchstäblich bis zum letzten Atemzug
gekämpft. Aktiv in der Frauenbewegung Sie war Mitglied im »Berliner Frauenbund 1945« und inzwischen Vorsitzende der »Kommission für Friedensfragen«, setzte sich für das Recht auf Kriegsdienstverweigerung ein und für die Gleichberechtigung der Frau. .."
Literatur:
Günter Berthold, Freda Wuesthoff, Eine Faszination, Freiburg/Breisgau
1982, 3. Auflage 1984
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