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ZWEI |
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THEODOR ALBERTUS MAGNUS FREY I SEITEN ÜBER GOTT, WELT UND MENSCH I EXPERIMENTE ZUR GESTALTWERDUNG |
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THEODOR
FREY |
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THEMEN DER ZWEI GRUNDTEXT KOMMENTIERUNGEN |
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I. Symphonie 2. Satz Von der Einheit zum Ich DIE DUALITÄT |
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Im Dasein ist Spaltung, mit dem Licht war auch der Schatten, war Weiß und Schwarz. Die Zeit teilt. Die Einheit wird zum Noch - Nicht und Nicht - Mehr. Die Eins wird weiter gezählt. Es gibt die Eins und die Zwei, das Wenn und das Dann, das Entweder - Oder das An und das Aus, das Ja und das Nein, das Werden und Vergehen. Die Einheit ist in den Raum der Möglichkeiten, in die Zeit der Notwendigkeiten, in den Rahmen der Entfaltung gelangt. Die Freiheit beginnt ihren Weg durch das Sein. Angelegt in der ersten Trennung ist schon die zweite, und in jedem der Teile sind die Möglichkeiten der eigenen Entfaltungen mitgegeben, in einem Gegeneinander, in einem Miteinander. Die in die Materie eingeschriebenen Gesetze beginnen ihre Wirkungen zu entfalten, drängen in immer neue Gestalten hinein, die stets mehr sind als nur die Summe ihrer Teile. Die Einheit wirkt in und durch ihre Entfaltungen und sucht sich immer neu zu finden. Die Dualitäten, sie gehören zum Atem, zum Puls des Seins, zum Willen zum Leben, zur Ordnung des Lebendigen. Chaos quillt hervor, aber stets auch neue Ordnungen. Ein wechselseitiges Durchdringen, in dem das Lebendige gefaßt und das Gefaßte lebendig bleiben kann. Ordnung und Chaos entstanden ohne uns, wie auch Chaos und Ordnung ohne uns zerfällt; aber daß dies für uns staunend erfahrbar wird, ist das nicht Wunder genug ? Leben wurde möglich, getriebenes Sein, bis sich Leben entwickelte, das selber den Trieb kennt. Passives wurde um Aktives erweitert, so daß aus der geschehenen Entfaltung, Entfaltung wurde, die mit gestaltet. Aber was ist denn aktiv, was ist denn passiv ? Ich vermeine es zu wissen, doch ich beginne mit dieser Frage in mir selbst, wo die Ursprünge zum Handeln oft geheimnisvoll im Dunkeln bleiben. Dann aber kann, was für mich aktiv erscheint, durch das in der Vergangenheit oder Zukunft Verborgene mir bereits auferlegt sein. Im Sein ist der Prozeß verankert, der zwischen aktiv und passiv vermittelt, der wechselseitig stets neu erkundet, wie aus den Notwendigkeiten Möglichkeiten werden können. Doch alle Möglichkeiten sind vielfach begrenzt, werden aus den Gesetzen des Daseins nicht entlassen. Damit ist in jeder Entfaltung notwendig auch Trennung, in jedem Gewinn und Zuwachs stets auch Verlust und Mangel. Es ist ein Werden und Vergehen im Atem der geschaffenen Zeit. <
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Mythen und frühe Urkunden berichten, daß die Schöpfung begann, indem die Eins sich aufteilte. Sie stellte ein Gleichnis aus sich heraus. Damit entstand nicht nur ein Gleiches, sondern auch ein Anderes und ein Doppeltes. Schon hier beginnen die Schwierigkeiten und setzen Fragen an, die nie gelöst werden, obwohl Theologen, Philosophen und Mathematiker sie immer wieder beantworten. Hat etwa die Eins ein Spiegelbild aus sich herausgestellt? Dann wäre die Welt ihre Idee oder ihr Traum. Oder war es eine reale Abzweigung, durch die Himmel und Erde, Oben und Unten, Gut und Böse mit Macht belehnt wurden? Das würde eine währende Abgabe bedingen - sei es durch kosmischen Einfluß, sei es durch Sendboten. Die Schöpfung muß durch Zeugen aufgefrischt, sie muß, obwohl nur im Gleichnis, in der Zeit wiederholt werden. Die Zeugung ist ihr Symbol und auch der Schmerz - er wird in der Geburt und im Martyrium wiederholt. Ein
ersten Widerstand muß vorhanden gewesen sein, durch den sich die Eins
verwandelte und in der Mannigfaltigkeit verlos. So wirkt das Prisma auf
das unsichtbare Licht." |
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Dualität
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Dualität
Die Zwei
Atem Weiß - Schwarz Werden - Vergehen Entweder - Oder Entfaltung Dasein Nicht mehr - Noch nicht Notwendigkeiten Der Wille zum Leben
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2. Satz der I. Symphonie Die Dualität Die Zwei Im Dasein ist Spaltung, mit dem Licht war auch der Schatten, war Weiß und Schwarz. Die Zeit teilt. Die Einheit wird zum Noch - Nicht und Nicht - Mehr. Die Eins wird weiter gezählt. Es gibt die Eins und die Zwei, das Wenn und das Dann, das Entweder - Oder das An und das Aus, das Ja und das Nein, das Werden und Vergehen. Die Einheit ist in den Raum der Möglichkeiten, in die Zeit der Notwendigkeiten, in den Rahmen der Entfaltung gelangt. Die Freiheit beginnt ihren Weg durch das Sein. Angelegt in der ersten Trennung ist schon die zweite, und in jedem der Teile sind die Möglichkeiten der eigenen Entfaltungen mitgegeben, in einem Gegeneinander, in einem Miteinander. Die in die Materie eingeschriebenen Gesetze beginnen ihre Wirkungen zu entfalten, drängen in immer neue Gestalten hinein, die stets mehr sind als nur die Summe ihrer Teile. Die Einheit wirkt in und durch ihre Entfaltungen und sucht sich immer neu zu finden. Die Dualitäten, sie gehören zum Atem, zum Puls des Seins, zum Willen zum Leben, zur Ordnung des Lebendigen. Chaos quillt hervor, aber stets auch neue Ordnungen. Ein wechselseitiges Durchdringen, in dem das Lebendige gefaßt und das Gefaßte lebendig bleiben kann. Ordnung und Chaos entstanden ohne uns, wie auch Chaos und Ordnung ohne uns zerfällt; aber daß dies für uns staunend erfahrbar wird, ist das nicht Wunder genug ? Leben wurde möglich, getriebenes Sein, bis sich Leben entwickelte, das selber den Trieb kennt. Passives wurde um Aktives erweitert, so daß aus der geschehenen Entfaltung, Entfaltung wurde, die mit gestaltet. Aber was ist denn aktiv, was ist denn passiv ? Ich vermeine es zu wissen, doch ich beginne mit dieser Frage in mir selbst, wo die Ursprünge zum Handeln oft geheimnisvoll im Dunkeln bleiben. Dann aber kann, was für mich aktiv erscheint, durch das in der Vergangenheit oder Zukunft Verborgene mir bereits auferlegt sein. Im Sein ist der Prozeß verankert, der zwischen aktiv und passiv vermittelt, der wechselseitig stets neu erkundet, wie aus den Notwendigkeiten Möglichkeiten werden können. Doch alle Möglichkeiten sind vielfach begrenzt, werden aus den Gesetzen des Daseins nicht entlassen. Damit ist in jeder Entfaltung notwendig auch Trennung, in jedem Gewinn und Zuwachs stets auch Verlust und Mangel. Es ist ein Werden und Vergehen im Atem der geschaffenen Zeit. |
BEWEGUNGEN
BEZIEHUNGEN Z GESTALTEN Zeit ist das Verhältnis zum Anderen. „Die Zeit ist nicht als eine Abwertung der Ewigkeit zu denken, sondern als Verhältnis zu demjenigen, was, als von sich aus Unangleichbares, absolut Anderes, sich nicht durch die Erfahrung angleichen läßt, oder als Verhältnis zu dem, was, als von sich aus Unendliches, sich nicht begreifen läßt“. Der Andere steht zum Ich im Verhältnis der Nicht- Gleichzeitigkeit (Diachronie), der „Distanz, die Nähe ist“. Paradigmen solcher uneinholbaren Anderheit sind der Tod und das Weibliche. Levinas zeigt in "Die Zeit und der Andere", wie es im Verhältnis zur Anderheit ein Durchbrechen der in sich verschlossenen Einsamkeit, ein wirkliches Transzendieren gibt, das nicht mehr Rückkehr des Selben zu sich ist. Emmanuel Levinas
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